20.04.2021
2. Frauen-Bundesliga

Sechs Monate in sechs Fakten

Zwischen Zwangspause und englischen Wochen, erfolgreichen Youngsters und glücklichen Rückkehrerinnen: Das war die Hinrunde der Zweitliga-Frauen.

Während in anderen Ligen der Saisonschlussspurt beginnt und die Teams um die letzten Punkte kämpfen, endete für die Mannschaften der 2. Frauen-Bundesliga am vergangenen Sonntag die Hinrunde. So auch für das Zweitliga-Team der Eintracht, hinter dem eine alles andere als normale erste Saisonhälfte liegt. Trotzdem, oder gerade deshalb, lohnt es sich, noch einmal auf die vergangenen sechs Monate zurückzublicken und eine in vielen Aspekten außergewöhnliche Hinrunde Revue passieren zu lassen.

1. Gegensätzliche Rhythmen

Wenn es eines während der vergangenen Monaten in der 2. Frauen-Bundesliga nicht gab, dann war es ein einheitlicher Spielrhythmus. Nach zwei Saisonspielen Anfang Oktober musste die SGE über fünf Monate pausieren, bis es am 24. März mit dem Re-Start endlich weiterging. Was dann folgte, war das genaue Gegenteil der ruhigen Monate zwischen Mannschafts- und Individualtraining: Innerhalb von 25 Tagen absolvierte das Team von Trainerin Kim Kulig die restlichen sechs Partien der mit 197 Tagen wohl längsten Hinrunde, die es jemals für die Frankfurter Zweitvertretung gab.

 

Rund fünf Monate ruhte der Ball in der 2. Frauen-Bundesliga, bevor es Ende März weiterging.

2. Aller guten Dinge sind vier

Vier Siege und vier Niederlagen nach acht Spielen – so lautet die Hinrundenbilanz der SGE II. In der Tabelle schlägt sich das in Platz vier nieder, auch dank der vier Tore von Johanna Berg, der teamintern besten Torschützin der Hinrunde und der Viererkette in der Abwehr, auf die Trainerin Kim Kulig in fast jedem Ligaspiel kontinuierlich gesetzt hat.

 

Vier Mal konnten die Zweitliga-Frauen in der Hinrunde den Platz nach einem Sieg mit bester Laune verlassen.

3. Defensive Konstanz und Stabilität

Seit fünf Spielen ist die angesprochene Viererkette, bestehend aus Kara Bathmann, Madeleine Steck, Fabienne Walaschewski und Tomke Schneider, gesetzt – eine Konstanz, die sich auszahlt: Aktuell gibt es nur zwei Teams in der Staffel Süd, die weniger Gegentore kassiert haben als die Frankfurterinnen. Ohne Gegentreffer blieben die Adlerträgerinnen allerdings nur ein einziges Mal; nämlich Mitte April beim 3:0-Sieg über den 1. FC Saarbrücken.

 

Tomke Schneider ist mit 16 Jahren bereits fester Bestandteil der stabilen Viererkette.

4. Youngsters im Fokus

Drei Spielerinnen im aktuellen Kader sind gerade einmal 16 Jahre alt. Während Karla Reuter nach Einsätzen in den ersten beiden Saisonspielen seit dem Re-Start verletzungsbedingt fehlt, hat Tomke Schneider bislang jedes Spiel über 90 Minuten bestritten und hält als absolute Stammspielerin die Abwehrkette zusammen. Jonna Brengel wirbelt währenddessen die Offensive auf, ist die Freistoß-Expertin im Team und konnte gleich im ersten Saisonspiel gegen die TSG Hoffenheim II ihren ersten Treffer bejubeln. Dass Schneider und Brengel mit ihren 16 Jahren im Winter bereits im Trainingslager der ersten Mannschaft teilnehmen konnten, zeigt, wohin der Weg der Youngsters gehen kann.

 

Karla Reuter und Jonna Brengel bejubelten gemeinsam Brengels erstes Tor in der 2. Frauen-Bundesliga.

5. Alte Adlerträgerinnen im neuen Team

In der ersten Hinrunde seit der Fusion mit dem 1. FFC Frankfurt haben drei Eintracht-Spielerinnen aus dem Regionalligateam erfolgreich den Sprung in die 2. Frauen-Bundesliga geschafft. Neben der aktuell verletzten Karla Reuter ergänzte Nina Neumann bereits in vier Partien den Sturm der SGE und traf bei der SG 99 Andernach zum wichtigen 2:1-Siegtreffer. Als absolute Stammspielerin stand zudem Kara Bathmann in bislang jedem Spiel in der Startelf. Die 18-Jährige gilt dabei nicht nur als Kämpferin in der Abwehr, sondern macht auch immer wieder durch Offensivaktionen auf sich aufmerksam.

 

Kara Bathmann schaffte den Sprung von der Regionalliga zur Stammspielerin in der 2. Frauen-Bundesliga.

6. Verletzungspech und glückliche Rückkehrerinnen

Ein Wermutstropfen in der Hinrunde war hingegen die Zahl der verletzten Spielerinnen auf Seiten der Eintracht. Zum Re-Start in Niederkirchen musste das Team auf gleich neun Spielerinnen verzichten. Doch es geht bergauf: So konnte Kapitänin Caroline Krawczyk anderthalb Jahre nach ihrem Kreuzbandriss am vergangenen Sonntag in München ihr Comeback feiern. Und auch Celine Karich, Johanna Biermann, Vanessza Nagy und Carla Schulz stehen nach ihren Verletzungen in den Startlöchern, um ihrem Team in einer hoffentlich erfolgreichen Rückrunde wieder auf dem Platz helfen zu können. Diese beginnt am Sonntag,  25. April, mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II.

Caroline Krawczyk feierte in München ihr Comeback nach anderthalb Jahren.
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