03.06.2021
Frauen-Bundesliga

Vorhang auf fürs letzte Saisonspiel

Die Vize-Pokalsiegerinnen treten in der letzten Ligapartie beim FC Bayern München an und können dem Spitzenreiter die Meisterschale entreißen. Die Begegnung wird live gestreamt.

Ein letztes Spiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, bevor es für den Vize-Pokalsieger Eintracht Frankfurt in die wohlverdiente Sommerpause geht. Das Team von Cheftrainer Niko Arnautis trifft nach der bitteren wie unglücklichen 0:1-Niederlage im DFB-Pokalfinale nach Verlängerung am Sonntag, 6. Juni, auf den FC Bayern München. Die live bei Magenta Sport, Joyn.de und eurosport.de gestreamte Partie im FC Bayern Campus wird um 14 Uhr angepfiffen. Die SGE kann bei einem Sieg die Meisterschaft noch zu Gunsten des Pokalsiegers VfL Wolfsburg entscheiden, sofern die Niedersächsinnen ihre Begegnung gegen Bremen gewinnen. Das Spiel wird vor einer geringen Anzahl von – internen – Zuschauern stattfinden.

Trainer Niko Arnautis sagt: „Ein paar Tage nach dem Pokal-Endspiel ist man hin und her gerissen. Auf der einen Seite purer Stolz auf die Leistung, große Freude, gesehen zu haben, wie wir gereift sein, mit welcher Hingabe und Intensität wir uns gegen den großen Favoriten Wolfsburg gewehrt haben. Auf der anderen Seite die Enttäuschung, den Pokalgewinn so knapp verpasst zu haben. Ich kann nur den Hut vor den Mädels ziehen, was sie geleistet haben. Wir waren sehr nah dran, umso mehr tut das Gegentor weh. Nichtsdestotrotz haben wir als Verein bis auf den Pokal eine Menge gewonnen: Sympathien, Reife und Kampfgeist. Solch einem Gegner so lange das Leben schwerzumachen, macht Mut für die neue Runde. Auch der Zuspruch, die Wertschätzung und Anerkennung von den Eintracht-Verantwortlichen zeigt, dass wir auf einem richtig guten Weg sind. Nach 120 Minuten gegen Wolfsburg kommt es im Training darauf an, Spielfreude, Grundspannung und Frische für Sonntag zu bekommen.“

Wir waren sehr nah dran, umso mehr tut das Gegentor weh. Nichtsdestotrotz haben wir als Verein bis auf Pokal eine Menge gewonnen: Sympathien, Reife und Kampfgeist.

Cheftrainer Niko Arnautis

Zwei trainingsfreie Tage gab es für die Frankfurterinnen. Wichtig vor dem Auswärtsspiel in München, wie Verteidigerin Laura Störzel, die zum letzten Mal für Frankfurt im Kader stehen wird, erklärt: „Ich glaube, gerade für den Kopf war das sehr gut. Dadurch, dass wir leider verloren haben, ist das natürlich schwierig, einen Haken hinter das Pokalfinale zu setzen. Aber für die Beine war es natürlich auch gut und jetzt konnten wir super in die neue Woche starten.“

Die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer steht kurz vor ihrer ersten Meisterschaft seit 2016. Nach nur einer Saisonniederlage gegen Hoffenheim und einem Remis gegen den Zweitplatzierten Wolfsburg soll am Sonntagnachmittag die Meisterschale an die Münchnerinnen überreicht werden. Die Adlerträgerinnen wollen dies verhindern und sich mit einem Sieg die Chance wahren, die Saison noch auf Platz fünf zu beenden. „Wir wollen nichts abschenken und gegen einen Top-Favoriten ein gutes Spiel abliefern“, erklärt Arnautis: „Wir müssen nach dem kräftezehrenden Finale noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um in München etwas holen zu können. Dabei wissen wir natürlich, dass es für Bayern um alles gehen wird. Deren Team wird eventuell nervös sein.“ Für Störzel ist der Gegner egal: „Wir wollen immer drei Punkte holen, wir sind ehrgeizig. Es steht der Sieg im Vordergrund. Da ist es egal, gegen wen wir spielen. Aber natürlich wollen wir auch einen schönen Saisonabschluss haben.“

Die vergangenen Wochen waren natürlich sehr emotional und ich genieße hier jede Minute mit der Mannschaft. Mit hat das hier in Frankfurt immer sehr viel Spaß gemacht, ich habe viele tolle Menschen und Persönlichkeiten kennengelernt. Am Sonntag werde ich einfach das letzte Spiel mit der Mannschaft genießen.

Laura Störzel

Die Bilanz zwischen Frankfurt und München in 41 Bundesliga-Begegnungen spricht für die Hessinnen: 22 Siege gab es, dem gegenüber stehen 16 Niederlagen. Im Hinrundenspiel mussten sich die Adlerträgerinnen im Dezember 2020 zu Hause knapp nach einer starken Vorstellung 0:1 geschlagen geben, der entscheidende Treffer von Sydney Lohmann fiel nach 64 Minuten. „Damals waren wir vor der Pause die bessere Mannschaft, hätten in Führung gehen können. Bis zum Gegentor war es ein offenes Spiel. Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass wir Bayern Probleme bereiten können“, erklärt Arnautis.

Musste nach knapp 40 Minuten mit einem Kreuzbandriss im Pokalfinale ausgewechselt werden: Tanja Pawollek.

Ausfallen werden die drei Kreuzbandverletzten Tanja Pawollek, Géraldine Reuteler und Lea Schneider. Der Kreuzbandriss der Kapitänin Pawollek im DFB-Pokalfinale wiegt für den 41-jährigen Chefcoach „schwerer als die Endspielniederlage: Das ist ganz bitter für Tanja und uns alle. Wir als Verein sind sehr traurig über die schwere Verletzung. Tanja hat das Team in der Saison und gerade um das Pokalfinale herausragend in ihrer Rolle als Kapitänin angeführt. Sie hat unsere volle Unterstützung, wir freuen uns jetzt schon über ihre Rückkehr. Bis dahin stehen wir als Team, als Verein wie eine kleine Familie hinter ihr. Wir kennen ihren Kampfgeist, Tanja wird gestärkt zurückkommen!“

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