01.04.2022
Frauen-Bundesliga

Klarer Sieg im Jenaer Paradies

Die Eintracht siegt vor der Länderspielpause 4:0 (3:0) über den FC Carl Zeiss Jena und tut an Niko Arnautis' Geburtstag etwas fürs Torverhältnis.

Vor der Länderspielpause sammelte Eintracht Frankfurt nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Bayern und Wolfsburg am 18. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga beim klaren 4:0 (3:0)-Sieg über den FC Carl Zeiss Jena wieder drei Punkte.

Erstmals Platz auf der Bank nahm Kapitänin Tanja Pawollek, die nach ihrem Kreuzbandriss im DFB-Pokalfinale 2021 zuletzt drei Mal in der U20 der Eintracht Spielpraxis sammeln konnte. In die Startelf von Trainer Niko Arnautis, der seinen 42. Geburtstag feierte, rückte Sandrine Mauron ins defensive Mittelfeld, während die Österreicherin Laura Feiersinger bei winterlichen Temperaturen und leichtem Schneefall vorerst auf der Bank saß.

Die ersten Minuten gingen an die SGE, die im allerletzten Drittel allerdings vorerst etwas zu verspielt agierte. Der erste Abschluss in Richtung FCC-Tor von Lara Prasnikar ging über den Kasten (5.), Jenas erster Vorstoß wurde abgefangen (7.), bevor Nationalspielerin Nicole Anyomi im Gegenzug das Tor um Millimeter nur verfehlte (7.). Carl Zeiss allerdings gab sich trotz der insgesamt eher aussichtslosen Tabellensituation des Liga-Zwölften nicht auf, Gentiana Fetaj scheiterte an SGE-Keeperin Merle Frohms per Seitfallzieher (9.). Mehr Möglichkeiten hatte der Favorit aus Hessen: Laura Freigang verfehlte das Ziel ebenfalls nur knapp (11.), bevor es soweit war. Sjoeke Nüsken flankte die Kugel in den Strafraum, wo die einlaufende Verena Hanshaw mit ihrem ersten Saisontreffer die Kugel per schöner Direktabnahme verwertete (14.).

Offensivpower der SGE

Frankfurt erhöhte den Druck nun: Erneut flankte Nüsken und die sträflich allein gelassene Stürmerin Lara Prasnikar hatte keine Probleme, auf 2:0 zu erhöhen (16.). Mit spielerischer Leichtigkeit und Geschwindigkeit initiierte die SGE Angriff um Angriff. Jenas Bemühungen wurden meist bereits im Mittelfeld gestoppt, während Freigang und Hanshaw die nächsten Chancen hatten (19. und 22.). Mit etwas präziseren Aktionen wäre ein deutlich höheres Ergebnis möglich gewesen, auch wenn Frankfurt das Tempo erst einmal leicht drosselte, Möglichkeiten wie durch Nüsken (35.) oder Barbara Dunsts Pfostenschuss (38.) seltener wurden. Doch die Gäste hatten für die rund 20 mitgereisten Fans noch einen Treffer zu bieten: Prasnikar legte flach quer für Freigang, die ins leere Tor zum 3:0-Pausenstand einschob (44.).

Chancen im Minutentakt

Mit Shekiera Martinez für Anyomi und Laura Feiersinger für Letícia Santos begann Frankfurt in der zweiten Halbzeit noch offensiver. Nüsken über Schulter (50.) eröffnete den Chancenregen, mit Inga Schuldts Parade gegen Dunst (51.) ging es weiter. Die Österreicherin, die im Hinspiel mit zwei Traumtoren geglänzt hatte, war die nächste SGE-Torschützin, nachdem Freigang nur den Pfosten getroffen hatte (53.). Nun ging es im Minutentakt weiter: Nüsken per Kopf traf nach Ecke erneut den Pfosten (54.). Die Frankfurterinnen blieben dran, kombinierten den Ball emsig in Richtung gegnerisches Tor.

Comeback der Kapitänin

Während die hochstehende Merle Frohms im Frankfurter Kasten beinahe beschäftigungslos blieb, versuchte die Offensive weiter, etwas fürs Torverhältnis zu tun, blieb aber zu verspielt: Über Martinez gelangte der Ball zu Feiersinger, die noch einmal querlegte, statt abzuschließen (62.). Rund 20 Minuten vor Schluss feierte Kapitänin Tanja Pawollek ihr Erstliga-Comeback. Die Spielführerin hatte im DFB-Pokalfinale 2021 das Kreuzband gerissen. Die Partie nahm nun wieder etwas Fahrt auf, Géry Reutelers Hereingabe auf Martinez konnte Schuldt abwehren, Feiersinger blieb im Nachgang an der FCC-Abwehr hängen (73.). Jenas Keeperin lenkte auch Reutelers Abschluss zur Ecke (76.). Wie schon phasenweise vor der Pause blieb die SGE zu verspielt, um den guten Auftritt und die Dominanz mit weiteren Toren zu belohnen.

Nun steht erst einmal eine Länderspielpause an, in der 14 A-Nationalspielerinnen der SGE mit ihren Teams unterwegs sein werden. Der 20. Spieltag in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga bereitet der Eintracht ein Heimspiel: Am Sonntag, 24. April, kommt um 13 Uhr Bayer 04 Leverkusen ins Stadion am Brentanobad.

So spielte die SGE

Frohms – Santos (46. Feiersinger), Kleinherne, Doorsoun, Hanshaw – Nüsken, Mauron (65. Johannsdottir), Freigang, Dunst (71. Pawollek) – Anyomi (46. Martinez), Prasnikar (64. Reuteler).

So spielte der FC Carl Zeiss Jena

Schuldt – Weiß, Walter, Landmann, Görlitz – Volkmer – Gora (65. Sas), Arnold – Sahroui, Fetaj (82. Mesch), Schumacher (77. Grajqevci).

Schiedsrichterin

Christine Weigelt

Zuschauer

100

Tore

0:1 Hanshaw (14.)

0:2 Prasnikar (16.)

0:3 Freigang (44.)

0:4 Dunst (53.)

Gelbe Karte

Weiß –

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