09.09.2021
Frauen-Bundesliga

Zwischen Wiedersehensfreude und perfektem Saisonstart

Mit dem 1. FC Köln treffen die Eintracht Frauen beim zweiten Heimspiel am Samstag nicht nur auf einige alte Bekannte, sondern auch auf einen ambitionierten Aufsteiger mit viel Erfahrung.

Nach sechs Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen ist den Eintracht Frauen der erfolgreiche Auftakt in die Saison 2021/22 gelungen. Mit einem weiteren Sieg vor der Länderspielpause, in der zehn Adlerträgerinnen unterwegs sein werden, möchte das Team von Niko Arnautis diesen nun perfekt machen. Dafür gilt es in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga aber erst noch am Samstag, 11. September, um 14 Uhr gegen den 1. FC Köln zu punkten, der mit jeder Menge Erfahrung und Ambitionen aus der 2. Frauen-Bundesliga aufgestiegen ist und nach Frankfurt reisen wird.

„Wir sind sehr froh, dass wir die ersten beiden Spiele für uns entscheiden und mit Sand und Freiburg zwei knifflige Aufgaben lösen konnten. Die Mannschaft war die ganze Vorbereitung über sehr motiviert und konnte bislang das, was wir uns erarbeitet haben, sehr gut umsetzen. Das gibt uns Mut und Selbstvertrauen“, zieht Trainer Niko Arnautis ein erstes Fazit und formuliert gleichzeitig ein klares Ziel für Samstag: „Gegen Köln wollen wir zu Hause nochmal einen draufpacken, was unsere Leistung angeht, und weitere Punkte vor der Länderspielpause sammeln.“ Unterstützt werden die Adlerträgerinnen im Stadion am Brentanobad wieder von bis zu 1046 Zuschauern. Magenta Sport und sportschau.de übertragen die Partie live.

Gekommen, um zu bleiben

Nach dem SC Freiburg und dem SC Sand steht mit dem 1. FC Köln trotz dessen Rolle als Aufsteiger die nächste knifflige Aufgabe bevor. Denn auch wenn das Team aus der Domstadt erst zum Sommer in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga aufgestiegen ist, bewiesen die Rheinländerinnen bereits in den ersten beiden Partien, dass sie keine lange Eingewöhnungszeit brauchen. Gegen die SGS Essen sammelte das Team von Cheftrainer Sascha Glass am ersten Spieltag einen Punkt und auch bei der 1:2-Niederlage beim Champions-League-Teilnehmer aus Hoffenheim hielten die Kölnerinnen nach Führung das Spiel lange offen.

Köln ist kein typischer Aufsteiger. Sie wissen genau, worauf es ankommt und haben auf jeden Fall das Potenzial, die Liga zu halten.

Virginia Kirchberger

„Köln ist kein typischer Aufsteiger, der sich erstmal schwertut. Sie wissen genau, worauf es ankommt und haben auf jeden Fall das Potenzial, die Liga zu halten“, erklärt Virginia Kirchberger, die zwischen 2015 und 2016 für die Kölnerinnen auflief. „Ich freue mich auf das Spiel, es wird sicher ein spannendes Duell. Aber auch wir brauchen einen guten Tag und müssen unser Konzept gut durchsetzen, um Köln keinen Raum zu geben, vor unser Tor zu kommen. Aber wir sind der Aufgabe gewachsen. Wir werden uns super auf den Gegner einstellen, damit die drei Punkte in Frankfurt bleiben.“

Betrachtet man die vergangene Saison des Aufsteigers, verwundert der gute Auftakt nicht. 46 von 48 möglichen Punkten sammelte das Team aus der 2. Frauen-Bundesliga – nur gegen Saarbrücken gab es ein Remis. Mit entsprechenden Ambitionen läuft der Tabellenachte auch in der aktuellen Saison auf. Denn nachdem man in den vergangenen Jahren immer wieder zwischen der ersten und zweiten Liga pendelte, will man sich nun endlich im Oberhaus des Frauenfußballs etablieren. Gelingen soll das durch viel Erfahrung im Kader. So stellt der 1. FC Köln mit im Durchschnitt fast 26 Jahren den drittältesten Kader der Liga hinter Bayern und Wolfsburg. Mit Mandy Islacker weiß das Team außerdem eine zweifache Bundesliga-Torschützenkönigin von 2016 und 2017 in den eigenen Reihen, die damals noch das Trikot des 1. FFC Frankfurt trug.

Fünffache Wiedersehensfreude

Die 33-Jährige wird am Samstag aber nicht die einzige Kölnerin sein, die an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehrt. Neben ihren Mannschaftskolleginnen Peggy Kuznik (wie Islacker Champions-League-Siegerin 2015 mit dem FFC) und Marith Müller-Prießen (Kapitänin beim deutschen Rekordmeister aus Frankfurt) haben auch der Kölner Cheftrainer Sascha Glass und seine Co-Trainerin Mirella Junker eine FFC-Vergangenheit. Seit 2011 in Frankfurt trainierte Glass die U17, die zweite Mannschaft sowie für fünf Partien interimsweise 2013 das Bundesligateam des deutschen Rekordmeisters bis zum Sommer 2014. Seine Co-Trainerin Mirella Junker war beim FFC II Spielerin unter Glass und wechselte mit ihm gemeinsam im Januar vergangenen Jahres in die Domstadt.

Die Kölnerinnen spielen sehr aggressiv und kompakt. Wir werden deshalb wieder eine Top-Leistung brauchen.

Cheftrainer Niko Arnautis

Die bislang makellose Bilanz der Eintracht gegen die Kölnerinnen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga konnten sie bislang aber noch nicht brechen. Beim letzten Pflicht-Aufeinandertreffen im März 2020 gab es einen 4:1-Sieg für die Frankfurterinnen und damit den sechsten Sieg im sechsten Spiel zwischen beiden Teams. Im Sommer 2020 siegte die SGE im Test 5:1, zu Jahresbeginn 2021 auswärts 2:1. Eine Statistik, die man am Main natürlich gerne weiterführen möchte, auch wenn das, so warnt Trainer Niko Arnautis, nicht einfach wird. „Ich erwarte ein sehr intensives Spiel. Der 1. FC Köln hatte schon in der letzten Saison einen sehr guten Kader, den sie jetzt nochmal verstärkt haben. Sie haben sehr viele Spielerinnen, – darunter auch die ein oder andere Ex-Frankfurterin – die über sehr viel Erfahrung verfügen“, sagt der Coach, dem bis auf die vier Langzeitverletzten Nicole Anyomi, Tanja Pawollek, Géraldine Reuteler und Lea Schneider alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. „Die Kölnerinnen spielen sehr aggressiv und kompakt und werden sicher den ein oder anderen Konter setzen wollen. Sie haben schon in den ersten beiden Spielen gezeigt, dass sie sehr gut in der Liga angekommen sind. Wir werden deshalb wieder eine Top-Leistung brauchen. Die Bundesliga zeigt, dass es in diesem Jahr sehr spannend und eng sein kann.“

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