10.11.2021
Frauen-Bundesliga

Zurück in der Favoritenrolle

Nach Duellen mit dem Deutschen Meister und dem Vizemeister empfangen die Eintracht Frauen am Freitagsabend in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga den Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena.

Drei Spiele lang hat die SGE in der Rolle des Underdogs zeigen können, wie schwer sie es den Spitzenteams machen kann. Auch am vergangenen Freitag scheiterte die Eintracht erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit daran, dem Vizemeister VfL Wolfsburg einen Punkt abzuknöpfen – was neben der Enttäuschung über den späten Gegenschlag auch Stolz über eine erneut starke Leistung mit sich brachte. „Die Niederlage gegen Wolfsburg hat sehr geschmerzt. Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten einen weiteren Punkt gegen einen Großen geholt“, meint Trainer Niko Arnautis mit einigen Tagen Abstand. „Aber wir haben die Niederlage nun abgehakt und schauen nach vorne.“

Denn am Freitagabend steht schon das nächste Spiel unter Flutlicht an, in das die SGE nicht mehr als Underdog, sondern als Favorit gehen wird. Mit dem FC Carl Zeiss Jena gastiert am Freitag, 12. November, um 19.15 Uhr der bislang noch sieglose Aufsteiger im Stadion am Brentanobad, in dem sich die Frankfurterinnen wieder über die Unterstützung der eigenen Fans freuen dürfen. Während sich die Eintracht weiter an der Spitze festsetzen und gleichzeitig ihre Heimserie von drei Siegen in drei Saisonspielen ausbauen will, geht es für die Jenaerinnen um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Eurosport und Magenta Sport übertragen die Partie live.

Unter neuem Dach zurück in die Bundesliga 

Rund anderthalb Jahre ist es her, dass es zuletzt zu einem Ligaduell zwischen beiden Teams kam. Damals hieß es auf dem Spielplan allerdings nicht Eintracht Frankfurt gegen Carl Zeiss Jena, sondern 1. FFC Frankfurt gegen FF USV Jena. Denn zeitgleich mit den Frankfurterinnen fanden auch die Jenaerinnen nach dem Abstieg aus dem Oberhaus 2020 eine neue Heimat. Nach der Fusion und mit Trainerin Anne Pochert gelang zum Sommer als FC Carl Zeiss Jena der sofortige Wiederaufstieg als Tabellenerster der 2. Frauen-Bundesliga Nord. Mit zehn Neuzugängen bei nur einem Abgang stellten die Thüringerinnen sicher, mit neuen Kräften in die Bundesligasaison zu starten.

Auch wenn mit Rita Schumacher (VfL Wolfsburg II) eine der Neuzugänge in der aktuellen Saison bereits zwei Tore erzielte, verlief der Saisonstart für den Klub aus Thüringen insgesamt holprig. Erst zwei Punkte konnte Jena in den ersten sieben Ligapartien durch Unentschieden gegen den SC Sand und Werder Bremen sammeln und belegt dadurch den elften Tabellenplatz. Mit 21 Treffern haben die Jenaerinnen zudem die meisten Gegentore der Liga kassiert, während sie erst drei eigene Saisontore bejubeln durften. Vor der 1:5-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Wochenende konnte der FC allerdings durch einen Sieg über den Karlsruher SC ins Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen, wo sie auf den Achtelfinalgegner der Eintracht, den FC Bayern München, treffen werden.

Wir müssen die Partie mental genauso angehen wie die letzten Spiele.

Barbara Dunst

Makellose Bilanz der SGE gegen Jena

Bereits in der Vorbereitung maß sich das Team von Niko Arnautis mit dem Aufsteiger aus Jena. Mitte Juli gab es einen 3:1-Sieg für die Adlerträgerinnen. Und auch die Bilanz in der Liga spricht eine deutliche Sprache: Noch hat die SGE kein einziges Ligaspiel gegen Jena verloren. Neben 20 Siegen gab es zwei Unentschieden, die letzten zwölf Ligaduelle wurden alle gewonnen. Trotzdem warnt Niko Arnautis davor, den kommenden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Es wird definitiv ein anderes Spiel als gegen Bayern und Wolfsburg. Aber wir werden auf einen Gegner treffen, der sehr strukturiert gegen den Ball arbeitet und viel auf Umschaltmomente setzt. Jena will nach dem Aufstieg die Bundesliga genießen und so viele Punkte sammeln, wie es geht. Sie können gegen uns befreit aufspielen – das macht sie sehr gefährlich. Trotzdem bin ich optimistisch, dass wir das Spiel gewinnen können, wenn wir die Partie fokussiert, konzentriert und engagiert angehen.“

Auch Barbara Dunst weiß um die Stärken des Teams aus Jena: „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Sie werden alles reinhauen und versuchen, uns zu ärgern. Wir müssen bei uns bleiben und versuchen, ihnen unsere Spielphilosophie aufzudrängen. Es wird auch darum gehen, geduldig zu bleiben und Jena ins Laufen zu bringen“, analysiert sie den kommenden Gegner. „Wir haben sicher eine andere Rolle als in den vergangenen Spielen und werden mehr Ballbesitz haben. Trotzdem müssen wir die Partie mental genauso angehen wie die letzten Spiele.“ Verzichten müssen die Adlerträgerinnen am Freitag neben Tanja Pawollek, Géraldine Reuteler und Lea Schneider weiterhin auf Janina Hechler, die wegen Fußbeschwerden ausfällt.

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