30.09.2021
Frauen-Bundesliga

Mit Selbstbewusstsein ins „Highlightspiel“

Mit dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim erwartet die Eintracht Frauen am vierten Spieltag ein Champions-League-Team, bei dem die SGE ihre Siegesserie fortsetzen will.

Nach der Länderspielpause und dem erfolgreichen Auftakt im DFB-Pokal steht in der aktuellen Woche wieder die FLYERALARM Frauen-Bundesliga auf dem Plan der Eintracht Frauen. Dort erwartet die SGE am kommenden Samstag, 2. Oktober, ein echtes „Highlightspiel“, so Trainer Niko Arnautis. Denn beim Anpfiff um 16 Uhr am 4. Spieltag sind die Adlerträgerinnen im Dietmar-Hopp-Stadion beim Champions-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim zu Gast. Gleichzeitig steht SGE-Mittelfeldspielerin Barbara Dunst vor ihrem 100. Ligaspiel. Magenta Sport überträgt die Partie live. 

Lange ist es noch nicht her, dass sich SGE und TSG miteinander gemessen haben. Erst in der Sommervorbereitung gab es das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams. Damals musste sich die Eintracht nach einer ausgeglichenen Partie mit 1:2 geschlagen geben. Als schlechtes Omen für das anstehende Ligaspiel sieht Mittelfeldspielerin Sandrine Mauron das aber nicht: „Was in der Vorbereitung passiert ist, ist vorbei. Am Samstag zählt es. Unser klares Ziel ist es, drei Punkte zu holen und mutig in die Zweikämpfe zu gehen.“ Denn nicht nur die TSG könne auf ihre Stärken vertrauen: „Die Hoffenheimerinnen sind sehr gut im Spielaufbau und verstehen sich auf dem Platz quasi blind. Aber auch wir kennen den Gegner und wollen unbedingt punkten. Deshalb müssen wir auf unsere Leistung schauen und kompakt stehen, denn das macht uns stark.“

Was in der Vorbereitung passiert ist, ist vorbei. Am Samstag zählt es.

Sandrine Mauron

Letzter Halt der TSG vor dem Champions-League-Debüt

Obwohl sich die Saison noch in der Anfangsphase befindet, hat die TSG bereits jetzt ein großes Ziel erreicht. Nach dem erfolgreichen Meistern des Qualifikationsturniers in Zürich hat sich das von Gabor Gallai trainierte Team erstmals in der Vereinshistorie für die Gruppenphase der UEFA Women's Champions League qualifiziert. Das Auftaktspiel findet am kommenden Dienstag, 5. Oktober, gegen HB Köge aus Dänemark statt. Schon in der Saison 2019/20 verpasste die TSG, die 2013 in die Frauen-Bundesliga aufstieg, mit dem dritten Platz nur knapp die Teilnahme in der Königsklasse. „Hoffenheim hat eine klasse Entwicklung genommen und ist aufgrund der vergangenen beiden Spielzeiten verdient in die Champions League eingezogen“, lobt Trainer Niko Arnautis den kommenden Gegner. „Es mag für die TSG ungewohnt sein, eine Dreifachbelastung zu haben, da muss sie sich erst einmal dran gewöhnen. Man wird sehen, wie es im Laufe der Saison um die Kräfte stehen wird – aber bisher haben sie es gut gemeistert.“

Erfolgreicher Start trotz namhafter Abgänge

Gut gemeistert hat das Team aus dem Kraichgau bislang auch den Abgang der drei deutschen Nationalspielerinnen Lena Lattwein und Tabea Waßmuth nach Wolfsburg sowie Maximiliane Rall zu Bayern München. Nach zwei Siegen und einem Unentschieden (0:0 gegen die SGS Essen) stehen die Hoffenheimerinnen aktuell direkt hinter der Eintracht auf dem vierten Tabellenplatz. Genauso wie die SGE haben auch die Kraichgauerinnen die zweite Pokalrunde durch einen 5:0-Sieg über den Regionalligisten FC Würzburger Kickers überstanden. Und das, obwohl die Torschützenkönigin der vergangenen Saison, Nicole Billa, bislang noch keinen Treffer erzielte.

„Hoffenheim hat seine Abgänge ordentlich kompensiert und hat mit Nicole Billa eine absolute Torjägerin in seinen Reihen. Das Team meines Kollegen Gabor ist eine spielstarke Mannschaft, die technisch guten Fußball zeigt“, sagt Niko Arnautis und freut sich auf die Herausforderung: „Wir alle können uns auf eine hochklassige und attraktive Partie freuen. Beide Teams denken offensiv und spielen mit ihrer Spielidee grundsätzlich attraktiv nach vorne. Wir wollen unsere tolle Form weiter bestätigen und uns nicht verstecken: Mit viel Vorfreude und auch der richtigen Mischung aus Selbstbewusstsein und Demut reisen wir an, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

Wir wollen unsere tolle Form weiter bestätigen und uns nicht verstecken.

Cheftrainer Niko Arnautis

Nicole Anyomi zurück im Mannschaftstraining

Von bislang 16 Duellen in der Bundesliga hat die SGE neun für sich entscheiden können. Der letzte Sieg liegt mittlerweile allerdings schon zweieinhalb Jahre zurück. Im Februar 2019 besiegte der damalige 1. FFC Frankfurt durch ein Tor von Géraldine Reuteler Hoffenheim mit 1:0. Die Schweizer Nationalspielerin wird am Samstag genauso wie Tanja Pawollek und Lea Schneider nach ihrer Kreuzbandverletzung allerdings nicht dabei sein. Positive Neuigkeiten gibt es währenddessen von Nicole Anyomi, die wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte.

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