05.05.2021
Frauen-Bundesliga

Der vierte Streich in Folge

Die SGE bleibt in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga in der Siegesspur: Die Hessinnen gewinnen das Nachholspiel gegen die SGS Essen 3:1 (2:1).

Duisburg, Sand, Freiburg – und jetzt die SGS Essen im Nachholspiel des Nachholspiels. Die Eintracht konnte auch den 13. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga 2020/21 sowie die erste Partie der Englischen Woche siegreich gestalten und somit zum vierten Mal hintereinander drei Punkte einfahren. Gegen den Gast aus dem Ruhrpott gab es ein 3:1 (2:1).

Erstmals seit Mitte Dezember stand Verena Aschauer wieder im Kader von Trainer Niko Arnautis. Nach ihrer Fuß-OP Ende Dezember konnte die österreichische Linksverteidigerin erst seit einigen Tagen wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen. Den Adlerträgerinnen gehörten im letzten Heimspiel im Stadion am Brentanobad – die Partie gegen den VfL Wolfsburg in der Liga am Sonntag, 23. Mai, steigt im Deutsche Bank Park – die ersten Aktionen, ohne zu einer wirklichen Torchance zu kommen. Erst Lara Prasnikar, die von einem Fehler der SGS-Hintermannschaft profitierte, schloss als Erste ab (10.). Laura Freigangs Schuss von der linken Seite ging knapp neben das Tor (16.). Die SGE dominierte die Begegnung wie schon bei ihren letzten drei Ligasiegen, sodass die verdiente Führung nicht auf sich warten ließ: Freigangs abgefälschte Freistoßflanke musste Kapitänin Tanja Pawollek nur noch über die Linie drücken (18.).

Chance, per Elfmeter zu erhöhen, vorerst vertan

Die Gastgeberinnen hätten die Führung sogar ausbauen können: Sjoeke Nüsken wurde nach einer Ecke im Strafraum zu Boden gedrückt, doch Kim Sindermann im Essener Tor hielt den Elfmeter von Laura Feiersinger mit einem starken Reflex (21.). Während vom Tabellennachbarn aus dem Ruhrpott kaum etwas kam, kombinierten die Frankfurterinnen munter weiter und wurden mit dem zweiten Foulelfmeter belohnt: Ausgerechnet Ex-FFC-Spielerin Selina Ostermeier legte Letícia Santos, Laura Freigang traf diesmal für die SGE (28.), auch wenn Sindermann wieder die Ecke erahnte. Frankfurt ließ sich die Spielkontrolle nicht nehmen, lediglich ein Missverständnis in der SGE-Hintermannschaft hätte der SGS fast den Anschluss gebracht. Den gab es für die Gäste trotzdem im Anschluss an drei SGS-Ecken: Beke Sterner bekam den Ball vor dem Strafraum und zielte mit links unhaltbar für Merle Frohms ins rechte obere Eck (35.). Ein Gegentreffer aus dem Nichts, der dem Spielverlauf nicht entsprach.

SGS nach der Pause stärker

Die gute Nachricht für die SGE: Torfrau Merle Frohms konnte weiterspielen, nachdem die deutsche Nummer eins vor der Pause auf ihre linke Schulter gefallen war. Frohms rettete den Vorsprung mit einer Parade gegen Jana Feldkamps Schuss (53.). Die SGS trat nun mutiger auf. Frankfurt gelang es seltener, sich spielerisch zu befreien und zu Offensivaktionen zu kommen. Viele der guten SGE-Diagonalbälle landeten zudem im Abseits. Trotz der technisch besseren und insgesamt reiferen Spielanlage der Eintracht entwickelte sich anders als in Halbzeit eins ein enges Spiel auf Augenhöhe, das sich mit fortschreitender Spielzeit sogar immer mehr in die SGE-Hälfte verlagerte. Frohms wahrte im Eins-gegen-eins nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung die 2:1-Führung gegen Elisa Senß (76.). Eintracht-Trainer Arnautis reagierte und wechselte die schnelle Frankfurter Stürmerin Shekiera Martinez ein, nachdem zuvor in der Defensive Laura Störzel die verletzte Virginia Kirchberger ersetzt hatte. Doch die SGS hatte nun analog zum ersten Durchgang einige Chancen, spielte aber meist zu kompliziert oder ungenau. Doch die SGE hatte das Glück auf ihrer Seite: Bei einem Entlastungsangriff über Lara Prasnikar drückte Nina Räcke den Ball selbst über die Linie, bevor Freigang einschussbereit gewesen wäre (81.). Damit war die Partie entschieden, in der Verena Aschauer kurz vor Schluss noch ihr Comeback gab.

Schon am kommenden Sonntag steht für die SGE die nächste Partie in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga an: Im Karl-Liebknecht-Stadion empfängt der 1. FFC Turbine Potsdam am 20. Spieltag die Adlerträgerinnen um 14 Uhr. Den alt-neuen „Klassiker des deutschen Frauenfußballs“ übertragen DFB-TV, EintrachtTV sowie der SGE-YouTube-Kanal.

So spielte die SGE

Frohms - Santos (89. Hechler), Kleinherne, Kirchberger (65. Störzel), Küver - Nüsken, Pawollek - Feiersinger, Freigang (89. Aschauer), Dunst (77. Martinez) - Prasnikar (89. Johannsdottir).

So spielte Essen

Sindermann - S. Ostermeier, Räcke - L. Ostermeier (83. Touon Mbenoun), Klasen - Feldkamp, Markou (45. Piljic) - Baijings (72. Wilde), Senß, Sterner - Wamser.

Schiedsrichterin

Fabienne Michel (Gau-Odernheim)

Tore

1:0 Pawollek (18.)
2:0 Freigang (28., Elfmeter)
2:1 Sterner (35.)
3:1 Räcke (81., Eigentor)

Gelbe Karte

Prasnikar - L. Ostermeier

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