02.04.2021
DFB-Pokal Frauen

Der 14. Finalteilnahme so nah

Frankfurt möchte im Premierenjahr unter dem Adlerdach seine erfolgreiche Pokalhistorie fortsetzen. Der Rekordsieger empfängt dafür am Ostersamstag Freiburg.

Der deutsche Rekordpokalsieger – neun Titel holte der 1. FFC Frankfurt – möchte in seiner Premierensaison unter dem Adlerdach zum 14. Mal in ein DFB-Pokalfinale einziehen. Zuletzt gelang dies 2014, damals siegte Frankfurt 3:0 über die SGS Essen. Im Halbfinale kommt es am Ostersamstag, 3. April, um 13 Uhr zum Duell mit dem SC Freiburg. Die Partie im Stadion am Brentanobad wird live bei hessenschau.de im Stream zu sehen sein.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass am Mittwoch gegen Duisburg der Knoten in der Liga geplatzt ist“, sagte Trainer Niko Arnautis und ergänzt hinsichtlich des Pokalspiels: „Gerade die erste Halbzeit gegen den MSV sollte uns für Samstag Mut machen, weil wir uns als tolle Einheit präsentiert haben.“ Für ihn ist das Semifinale gegen die Freiburgerinnen „ein Highlightspiel, gerade im ersten Jahr als Eintracht Frankfurt. So souverän – wenn auch gegen Gegner aus unteren Ligen – ins Halbfinale einzuziehen, ist uns zuletzt nicht gelungen. Man spürt innerhalb der Mannschaft eine riesengroße Vorfreude. Wir wollen die erfolgreiche Pokalhistorie des FFC im Premierenjahr unter dem Adlerdach fortsetzen!“

Man spürt innerhalb der Mannschaft eine riesengroße Vorfreude. Wir wollen die erfolgreiche Pokalhistorie des FFC im Premierenjahr unter dem Adlerdach fortsetzen!

Cheftrainer Niko Arnautis

Auf den ersten Blick ist die Bilanz der Gegnerinnen im DFB-Pokal keine Erfolgsgeschichte. Auf den zweiten durchaus, auch wenn sie eher als unglücklich zu bezeichnen ist. 2005 erreichte der Sportclub zum ersten Mal das Halbfinale – und scheiterte denkbar knapp am 1. FFC Frankfurt (0:1). Erst acht Jahre später gelang der nächste Einzug in die Vorschlussrunde. Es war der Auftakt zu fünf Halbfinalniederlagen in Folge, vier Mal gegen den VfL Wolfsburg. Erst 2019 endete der Fluch, doch im Finale – mit Merle Frohms und Virginia Kirchberger, die heute den Adler auf der Brust tragen – reichte es nicht für den großen Triumph. Gegner beim 0:1 waren: die Wölfinnen. Vermissen werden die Breisgauerinnen ihre Stürmerin Stefanie Sanders, die sich dem FC Rosengård in Schweden angeschlossen hat. 19 Tore in 39 Spielen sind eine starke Quote für die 22-jährige Stürmerin. Darunter fallen auch acht Treffer in dieser Pokalsaison, in der sich Freiburg gegen den SC Opel Rüsselsheim (11:0), SV 67 Weinberg (9:1) und Turbine Potsdam (6:3) durchsetzte.

Die Eintracht siegte in der Zweiten Hauptrunde 8:0 beim Regionalligisten Karlsruher SC, setzte sich bei Zweitligist Leipzig 4:0 durch und zog durch einen 7:1-Sieg über die SG 99 Andernach ins Halbfinale ein. Gegen den SC gab es bereits fünf Aufeinandertreffen im DFB-Pokal: Vier Mal siegte Frankfurt, nur im letzten Duell, dem Viertelfinale 2017, setzten sich die Schwarzwälder 2:0 durch. In der Liga siegte in der Hinrunde das Team von Trainer Daniel Kraus 1:0 im Stadion am Brentanobad.

„Schlüsselfaktoren sind Kompfomissfreude und Effektivität“

„Ich erwarte ein offenes, spannendes Spiel, bei dem die Tagesform wichtig sein wird“, sagt der am Donnerstag 41 Jahre alt gewordene Chefcoach. „Die Schlüsselfaktoren werden aber unsere eigene Kompromissfreude und Effektivität sein: Auf der einen Seite sollten wir brennen, auf der anderen einen klaren Kopf, Struktur und Konzentration beibehalten.“ Während die wiedergenesene Shekiera Martinez nach ihrer Einwechslung gegen den MSV Duisburg wieder eine Option für Niko Arnautis darstellt, fehlen für dieses Saisonhighlight Verena Aschauer, Saskia Matheis (beide im Aufbautraining), Bryane Heaberlin (Gehirnerschütterung) sowie die am Mittwoch operierte Géraldine Reuteler und Lea Schneider (beide Kreuzbandriss). Das andere Halbfinale tragen einen Tag später, am Ostersonntag, 14 Uhr, der VfL Wolfsburg und FC Bayern München aus.

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