07.10.2021
Frauen-Bundesliga

Auf Punktejagd im Ruhrpott

Nach der knappen Saisonniederlage gegen Hoffenheim möchten die Eintracht Frauen beim jungen Team der SGS Essen neben der Leistung auch wieder durch eine entsprechende Punkteausbeute überzeugen.

Eine dominante erste Halbzeit, zwei Abseitstreffer und ein später Schuss an die Latte – Grund zum Ärgern gab es für die Adlerträgerinnen bei der ersten Saisonniederlage am vierten Spieltag durchaus. Nach einer knappen 1:2-Niederlage beim Champions-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim zu hadern, biete mit einigen Tagen Abstand aber auch Anlass, vom nächsten Entwicklungsschritt der Eintracht Frauen zu sprechen, findet Niko Arnautis. „Wir haben im Spitzenspiel einen riesigen Schritt im Vergleich zum Vorjahr nach vorne gemacht und hätten uns von der Leistung her Punkte verdient“, sagt der Cheftrainer und ergänzt: „Auf dieser Leistung wollen wir aufbauen und gleichzeitig unsere Fehler korrigieren, um zukünftig in solchen Spielen auch bessere Ergebnisse zu holen. Die Leistung gibt uns Mut für die nächsten Aufgaben, die alle sehr herausfordernd werden – angefangen mit dem Spiel in Essen.“

Dort trifft sein Team am Sonntag, 10. Oktober, auf die SGS, die ebenfalls nach einem guten Saisonstart den ersten Rückschlag hinnehmen, aber mit seinem jungen Team die Konstanz der vergangenen Jahre fortsetzen möchte. Anstoß im Stadion Essen ist um 16 Uhr. Magenta TV überträgt die Partie live.

Die Leistung in Hoffenheim gibt uns Mut für die nächsten Aufgaben, die alle sehr herausfordernd werden.

Cheftrainer Niko Arnautis

Junges Team mit Entwicklungspotenzial

Während die Eintracht in Sinsheim ihre ersten Saisonpunkte liegen ließ, musste sich auch die SGS Essen parallel erstmals in der aktuellen Saison geschlagen geben. Gegen Turbine Potsdam ging das Team von Trainer Markus Högner zwar zwei Mal in Führung, unterlag schließlich aber knapp mit 2:3 durch einen späten Gegentreffer. Nach einem Sieg über Bayer 04 Leverkusen und zwei Unentschieden – darunter ein 0:0 gegen die TSG Hoffenheim – kann man in Essen aber trotzdem von einem guten Saisonstart sprechen, der die SGS aktuell auf dem siebten Tabellenplatz stehen lässt. „Die Essenerinnen haben in den ersten Spielen gezeigt, dass sie eine sehr konkurrenzfähige Mannschaft haben und die eigenen Stärken gegen gute Gegner unter Beweis gestellt“, analysiert Trainer Niko Arnautis die Stärken des kommenden Gegners. „Gerade bei Standards und Kontern sind sie gefährlich, spielen sehr kompakt und haben auf den Außen schnelle, laufstarke Spielerinnen. Die SGS hat eine junge Truppe mit Spielerinnen, die teilweise aber schon seit mehreren Jahren zusammenspielen und sich gut entwickelt haben.“

Konstanz trotz zahlreicher Abgänge

Mit zehn Kaderspielerinnen, die maximal das 18. Lebensjahr erreicht haben, gehört das Team aus dem Ruhrgebiet zu den jüngsten Mannschaften der höchsten Spielklasse. In ihrer 18. Bundesliga-Saison in Folge musste die SGS dabei – wie auch schon im vergangenen Jahr aufgrund von zwölf Abgängen – im Sommer 2021 fleißig umbauen. So verließ Kapitänin Irini Ioannidou nach elf Jahren Essen Richtung Köln. Mit Nicole Anyomi und Jana Feldkamp als weitere von insgesamt neun Abgängen sind zwei junge deutsche Nationalspielerin zur SGE beziehungsweise TSG Hoffenheim weitergezogen.

Trotzdem zeigt ein Blick auf die Platzierungen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga in den vergangenen Jahren erfolgsmäßig Konstanz bei den Essenerinnen. Neun Mal hintereinander belegte der Ex-Klub von SGE-Stürmerin Anyomi, die nach ihrer Verletzung wieder am Mannschaftstraining teilnimmt, eine Position zwischen dem vierten und sechsten Tabellenplatz. Nur in der vergangenen Saison ging es mit Platz acht leicht nach unten. In jener Saison gelangen den Frankfurterinnen, die mit 23 Siegen in 34 Spielen in der Gesamtstatistik die Nase vorne haben, gleich zwei 3:1-Siege über das Team aus Nordrhein-Westfalen.

„Wir wissen, was wir zu tun haben. Wir dürfen auf keinen Fall nachlassen und müssen aus den letzten Partien das Selbstvertrauen mitnehmen, um den Essenerinnen mit unseren Qualitäten wehzutun“, erklärt Trainer Niko Arnautis, der bis auf die Langzeitverletzten Tanja Pawollek, Géraldine Reuteler und Lea Schneider personell aus den Vollen schöpfen kann. Auch Virginia Kirchberger, die in der aktuellen Trainingswoche aufgrund von muskulären Problemen etwas kürzertreten muss, wird voraussichtlich zur Verfügung stehen. „Wir werden in den Zweikämpfen dagegenhalten und eine optimale Einstellung zeigen müssen. Mit einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung ist unser klares Ziel, die Punkte aus Essen mitzunehmen.“

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