24.07.2022
Frauen Profis

Zwischen Tränen, Jubel und Stolz

Der Halbfinaleinzug der vier Adlerträgerinnen im deutschen Team bedeutet das Aus der vier Österreicherinnen. Dem ÖFB-Team bleibt nach einem engen Spiel trotzdem der Stolz über ein erfolgreiches Turnier.

Zumindest aus SGE-Sicht schlugen bis zum Schluss zwei Herzen in einer Brust und auch nach dem Schlusspfiff sorgte der Blick auf die Anzeigetafel für ein lachendes und ein weinendes Auge: Jubeln durfte letztlich der Favorit, das deutsche Team. Die enttäuschten Gesichter gab es im EM-Viertelfinale bei den Österreicherinnen, die sich nach einem engen Spiel 0:2 geschlagen geben mussten.

Mit Barbara Dunst, Laura Feiersinger und Verena Hanshaw in der Startelf und über 90 Minuten auf dem Platz lieferten sich beide Nationen im Brentford Community Stadium ein umkämpftes Duell, in dem die Österreicherinnen in ihrer Underdog-Rolle dem deutschen Team alles abverlangten, bei drei Aluminiumtreffern, darunter ein Distanzschuss von Barbara Dunst, allerdings nicht das nötige Glück auf ihrer Seite hatten. Das Team von Martina Voss-Tecklenburg bewies wie schon gegen Spanien hingegen enorme Effizienz und nutzte zwei Fehler des ÖFB-Teams gnadenlos aus: Eine Unachtsamkeit in der Abwehr führte zum 1:0 für das DFB-Team von Lina Magull vor der Pause, im zweiten Durchgang sorgte ein Fehlpass von ÖFB-Torhüterin Manuela Zinsberger für den späten zweiten Treffer der deutschen Mannschaft durch Alex Popp, bei der Sophia Kleinherne als einzige Adlerträgerin in der Nachspielzeit eingewechselt wurde.

„Wir können stolz sein“

Trotz der Enttäuschung über das Ausscheiden konnte Barbara Dunst nach Abpfiff auch schon positive Worte über das zweite Erreichen der K.-o.-Phase in Folge nach der Europameisterschaft 2017 finden: „Natürlich sind wir sehr enttäuscht, trotzdem können wir stolz auf unsre Leistung sein. Wir haben dem deutschen Team alles abverlangt, uns in diesem Turnier super gezeigt und ein Zeichen für den Frauenfußball in Österreich gesetzt.“

Während sich Barbara Dunst, Laura Feiersinger, Verena Hanshaw und Virginia Kirchberger nun in den Urlaub verabschieden dürfen, geht es für das deutsche Team am Mittwoch, 27. Juli, um 21 Uhr im Milton Keynes weiter. Dann kämpfen Nicole Anyomi, Sara Doorsoun, Laura Freigang und Sophia Kleinherne gegen Frankreich um den Einzug ins Finale.

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