10.09.2020
Frauen-Bundesliga

Zum ersten Auswärtsspiel zur SGS

Nach dem Auftaktsieg über Bremen reist die Eintracht selbstbewusst nach Essen und möchte den ersten Sieg gegen die SGS seit dreieinhalb Jahren einfahren.

Der Start in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga ist geglückt: Nach dem 5:1-Auftaktsieg über den SV Werder Bremen vor der historischen Kulisse im Deutsche Bank Park reisen die Eintracht Frauen am zweiten Spieltag der Saison 2020/21 in den Ruhrpott, um weitere Punkte einzufahren. Gespielt wird die erste Auswärtspartie als SGE am Sonntag, 13. September, um 14 Uhr im Stadion Essen gegen die SGS Essen.

Für die Eintracht geht es vor der anstehenden Länderspielpause im ersten Auswärtsspiel im neuen Adlerdress darum, die gute Leistung gegen die Bremerinnen zu bestätigen, gleichwohl der Klub aus dem Ruhrpott stärker einzuschätzen sein dürfte und mehr Erfahrung in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga aufweist. „Wir konnten uns einige Tage darüber freuen, jetzt geht es zum nächsten Spiel nach Essen und es heißt wieder: volle Konzentration voraus“, erklärte Trainer Niko Arnautis. SGE-Torjägerin Laura Freigang, die wie Merle Frohms und Sophia Kleinherne für die DFB-Frauen nominiert wurde, sieht beide Mannschaften „auf Augenhöhe“.

Umbruch beim Gegner

Die SGS Essen wird von Markus Högner trainiert. Der erfahrene Coach führte sein Team in der vergangenen Saison auf einen starken fünften Platz in der Liga und bis ins DFB-Pokalfinale. Dort verlor die SGS denkbar knapp im Elfmeterschießen gegen den VfL Wolfsburg. Gegen die Wölfinnen verloren die Essenerinnen zum Auftakt der aktuellen Saison 0:3. Zwei der Treffer erzielte Lena Oberdorf, eine von vier deutschen Nationalspielerinnen, die die SGS vor dieser Saison verließen. Der Umbruch war groß: Zwölf Spielerinnen verließen den Verein, zwölf Neuzugänge wechselten in den Ruhrpott. Darunter Selina Ostermeier, die bis zum Sommer noch für die Frankfurterinnen auflief. Für den Frankfurter Chefcoach kein Grund, den Gegner zu unterschätzen: „Essen hat eine komplett neue Mannschaft, die sich sicherlich erstmal finden muss. Gegen Wolfsburg haben sie gezeigt, dass sie in der Bundesliga gut mitspielen können. Wir gehen mit Vorsicht an das Spiel und wissen auch, dass es sehr schwer ist in Essen.“ Die SGS setzt ähnlich wie Frankfurt auf junge Talente und gerade nach dem Umbruch vor der Saison auf Verstärkung aus der eigenen Jugend, der 2. Frauen-Bundesliga, dem Ausland und durch Toptalente wie Carlotta Wamser, jüngst mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze ausgezeichnet.

Bilanz gut – aber Frankfurt zuletzt glücklos

Die Bilanz zwischen dem deutschen Rekordmeister und Essen spricht zwar für die Hessinnen, in 32 Ligapartien siegte Frankfurt 21 Mal, spielte fünf Mal remis und verlor sechs Begegnungen. Doch der bislang letzte Sieg datiert von März 2017. Damals gewann Frankfurt als 1. FFC auswärts 3:0 durch drei Tore von Mandy Islacker. Im FFC-Kader standen mit Laura Störzel, Janina Hechler, Cara Bösl und Saskia Matheis vier Spielerinnen, die auch heute noch bei Frankfurt unter Vertrag stehen. In den Köpfen spielt das laut Niko Arnautis keine Rolle: „Ich weiß, dass wir in den vergangenen Jahren zuhause zweimal unentschieden gespielt haben und das bei beiden Spielen sehr knapp.Ich hoffe, dass wir durch unsere Weiterentwicklung reifer geworden sind. Wir können mit Selbstbewusstsein nach Essen fahren, haben nichts zu verlieren und wollen frech auftreten.“

Einsatz von Laura Feiersinger unklar

Saskia Matheis wird allerdings genauso wie Letícia Santos verletzungsbedingt nicht zum Einsatz kommen. Ob Laura Feiersinger zum Kader gehören kann, ist noch unklar. „Laura Feiersinger war die letzten Tage leider nicht im Training, da sie einen Schlag abbekommen hat. Ich bin mit dem Arzt und ihr im Austausch und wir hoffen, dass sie bereits am Freitag wieder zur Verfügung steht“, erklärt Niko Arnautis.

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