29.05.2021
2. Frauen-Bundesliga

Zitterpartie endet mit wichtigem Sieg

Die Zweitliga-Frauen der Eintracht siegen mit 3:2 (2:0) beim 1. FC Saarbrücken und verteidigen den fünften Tabellenplatz im Abstiegskampf.

Mit Ende des 17. Spieltags steht fest: Die Zweitliga-Frauen der Eintracht können nicht mehr auf einen direkten Abstiegsplatz fallen. Im Duell mit dem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt 1. FC Saarbrücken dominierten die Adlerträgerinnen die erste Halbzeit, machten es zum Ende hin noch einmal spannend, aber feierten nach Schlusspfiff einen Sieg und noch wichtigere drei Punkte im Abstiegskampf.

Im fünften Spiel innerhalb von 13 Tagen erwischten die Frankfurterinnen den besseren Start in die Partie, hatten zwar weniger Ballbesitz als die Gastgeberinnen, gewannen aber mehr Zweikämpfe und lauerten auf Ballverluste. So ging es gleich in der fünften Spielminute nach einem Ballgewinn im Mittelfeld über Johanna Berg und Nina Neumann schnell nach vorne, Kara Bathmanns Flanke von der rechten Seite landete allerdings in den Armen von Torhüterin Aline Allmann (5.). Nur kurz darauf fand ein Pass von Mai Hirata Stürmerin Nina Neumann auf der rechten Seite, die an zwei Gegenspielerinnen vorbei in den Strafraum zog und deren Abschluss knapp übers Tor ging (7.).

SGE II belohnt sich für starke Anfangsphase

Während die Saarbrückerinnen Schwierigkeiten hatten, Lücken in der Frankfurter Abwehr zu finden, ging es auf der anderen Seite aus dem Mittelfeld der Eintracht heraus immer wieder schnell nach vorne. Jonna Brengel sprintete mit dem Ball aus der eigenen Hälfte bis kurz vor den gegnerischen Strafraum und passte auf Leonie Köster. Zwar wurde der Ball zunächst von Celine Preuß abgefangen, landete aber doch noch bei Köster, deren Abschluss vom rechten Innenpfosten ins Tor zur verdienten 1:0-Führung für die SGE II ging (16.). Während die Gastgeberinnen weiter den Anschluss ans Spiel suchten, vergab die Eintracht zunächst eine riesige Möglichkeit, die Führung auszubauen. Einen Schuss von der 16-jährigen Jonna Brengel ließ Torhüterin Allmann abprallen, sodass Johanna Berg erneut auf Brengel passen konnte. Deren Nachschuss wurde diesmal von Abwehrspielerin Kerstin Bogenschütz auf der Linie geklärt (24.).

Die nächste Gelegenheit ließen die Adlerträgerinnen allerdings nicht liegen: Nina Neumann setzte sich nicht zum ersten Mal in der Partie gut auf der rechten Seite gegen zwei Gegenspielerinnen durch und flankte in den Strafraum. Dort wartete bereits die Toptorschützin der Eintracht Johanna Berg, die zur 2:0-Führung ins Tor köpfte (32.). Auch wenn die Eintracht gegen Ende der ersten Halbzeit das Tempo etwas herausnahm, spielten sie sich auch kurz vor der Pause noch zwei gute Gelegenheiten heraus: Erst versuchte Stürmerin Nina Neumann im Strafraum Torhüterin Allmann zu überspielen (45-+1), kurz darauf suchte Kapitänin Caroline Krawczyk mit einem Pass von der linken Seite Neumann (45.+2.) – in beiden Fällen konnte zur Ecke geklärt werden.

Eintracht muss in zweiter Halbzeit zittern

Nach einer chancenreichen ersten Halbzeit startete die zweite Hälfte deutlich ruhiger. Der 1. FC Saarbrücken ließ den Adlerträgerinnen nun weniger Räume, suchte im Gegenzug selbst immer wieder den Weg nach vorne und nutzte die erste gefährliche Situation zum Anschluss: Die ehemalige Spielerin des FFC Frankfurt Nadine Anstatt setzte sich nach einem langen Pass im Strafraum durch und traf an Torhüterin Nina Meck vorbei ins Tor zum Anschlusstreffer (60.). Nun waren es die Frankfurterinnen, die Schwierigkeiten hatten, eigene Chancen herauszuspielen und den Weg in den gegnerischen Strafraum zu finden. Stattdessen zeichnete sich Torhüterin Nina Meck aus, die einen Eckstoß in der 69. Minute an die Latte lenkte.

Die Eintracht brauchte in der zweiten Halbzeit bis zur 75. Spielminute, bis sie selbst gefährlich vors gegnerische Tor kam. Nach einem Eckstoß von der rechten Seite kam Mai Hirata frei im Strafraum zum Schuss, wie schon im ersten Durchgang konnte eine Abwehrspielerin des FC gerade noch auf der Linie klären. Mit nun wieder mehr Druck durch die SGE II setzte sich Kapitänin Caroline Krawczyk kurz darauf stark auf der rechten Seite nach einem langen Pass von Tomke Schneider durch und passte auf die in der Mitte freistehende und eingewechselte Ann-Kathrin Seiler, die zum 3:1 traf. Doch quasi im direktem Gegenzug konterten auch die Gastgeberinnen noch einmal, fanden mit einem langen Ball Gloria Douglas, die in einer ähnlichen Situation wie beim 1:2 zum erneuten Anschluss traf (85.). In einer Schlussphase, in der beide Teams noch einmal alles gaben und sich in jeden Ball warfen, behielt letztlich die Eintracht die Oberhand und sicherte sich die drei wichtigen Punkte im Abstiegskampf. Der 1. FC Saarbrücken steht währenddessen nach der Partie als direkter Absteiger aus der 2. Frauen-Bundesliga fest.

„Ganz viel Herzblut auf den Platz gebracht" 

„Mir war es fast schon zu spannend heute, das hätten wir sicherlich schon früher entscheiden können“, meinte Trainerin Kim Kulig nach dem Spiel. „Wir sind gut reingekommen, hatten alles im Griff und haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Die Chancen, weiter zu erhöhen, haben wir leider liegenlassen. In der zweiten Halbzeit hat Saarbrücken dann alles nach vorne geworfen, unsere Abwehrkette angerannt und versucht, uns mit langen Bällen zu überspielen. Nach dem Anschlusstreffer war es entsprechend ein sehr umkämpftes Spiel, aber wir sind drangeblieben, haben dagegengehalten und den Sieg über die Zeit gebracht. Deshalb möchte ich meinen Mädels ein ganz großes Kompliment aussprechen. Sie haben den Matchplan super umgesetzt, ganz viel Herzblut auf den Platz gebracht und eine große Leistung gezeigt. Jetzt gibt es für sie zwei Tage frei, bevor wir uns auf den Showdown vorbereiten.“

Am Sonntag, 6. Juni, empfängt die SGE II um 14 Uhr den 1. FC Bayern München II. Im letzten Saisonspiel entscheidet sich, ob die Zweitliga-Frauen der Eintracht die Saison auf dem Relegationsplatz oder dem fünften Tabellenplatz beenden.

So spielte Saarbrücken:

Allmann – Preuß, Bogenschütz, Douglas, Herrmann, Stöhr (46. Clausen), Fischer, Mayer (72. Körner), Anstatt, Kintzig (59. Matuschewski), Steimer.

So spielte die SGE II: 

Meck – Walaschewski, Schneider, Steck, Bathmann – Hirata, Brengel (82. Janser), Köster – Krawczyk, Neumann (66. Seiler), Berg (76. Blumenthal).

Schiedsrichterin:

Laura Duske

Tore: 

0:1 Köster (16.)

0:2 Berg (32.)

1:2 Anstatt (60.)

1:3 Seiler (83.)

2:3 Douglas (85.)

Gelbe Karten:

Clausen – Seiler

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