13.11.2020
Frauen-Bundesliga

„Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft“

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Turbine Potsdam sprechen Trainer Niko Arnautis und die Spielerinnen über das 0:1. Und alle sind sich einig: Es war mehr drin!

Cheftrainer Niko Arnautis: Vom Ergebnis her bin ich natürlich sehr enttäuscht, aber nicht nur ich bin das, sondern die ganze Mannschaft. Wir sind auch zu Recht enttäuscht, denn ich glaube nicht, dass wir die schlechtere Mannschaft waren. Deshalb ist es umso bitterer, wenn das Spiel so ausgeht. Wir haben dann nochmal alles probiert, alles versucht, deswegen kann ich auch der Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass sie nicht wollte. Ich glaube gerade in der zweiten Halbzeit waren wir die klar spielbestimmende Mannschaft. Wir haben es immer weiter versucht, es hat dieser sogenannte Dosenöffner gefehlt, dass wir in Führung gehen und so mehr Raum haben. Umso ärgerlicher ist es, dass wir zwei Mal nicht konsequent genug klären und der Ball dann im Tor landet. Deshalb haben wir heute leider sehr unglücklich 0:1 verloren. Insgesamt war es ein munteres, ein kampfbetontes Spiel – das Glück war einfach nicht auf unserer Seite. Es ist schwer, nach diesem Spiel schon an das nächste gegen Wolfsburg zu denken. Trotzdem haben wir auch, als wir nach dem Spiel im Kreis zusammen gekommen sind, gesagt, dass wir vielleicht auch mal Glück haben und einen raushauen. Wir müssen schauen, dass wir morgen erstmal regenerieren und das Wochenende so nutzen, dass wir wieder frisch sind. Dann bereiten wir uns ab Montag auf Wolfsburg vor. Es wird wieder ein Highlight-Spiel, so wie die nächsten Spiele auch. Für uns ist es wichtig, dass wir weiter an uns arbeiten, den Fußball zeigen, den wir spielen können. Wir wollen mutig und aggressiv auftreten und das Glück vielleicht auch mal erzwingen. Nichtsdestotrotz ist es heute schwierig, die richtigen Worte für das nächste Spiel zu finden, die Aufgaben werden nicht leichter. Wir schauen, was die nächsten Spiele bringen, wir wollen an den kommenden Aufgaben weiter wachsen. Auch wenn wir heute enttäuscht sind, sind das Prozesse, die dazu gehören, wenn man sich entwickeln will. Das wollen wir in den kommenden Spielen in Erfolge umwandeln.

Kapitänin Tanja Pawollek: Der Gegner kam immer zu Torchancen, wenn wir Fehler gemacht haben. Wir hatten auch ein oder zwei, dass dann keiner unserer Schüsse reingeht, ist unglücklich. Das dann wiederum so ein Ball direkt auf den Füßen der Potsdamerin landet und reingeht, ist auch unglücklich. Wenn wir unsere Chancen machen, sieht das Spiel ganz anders aus. Wir müssen weiter machen und dann positiv in das nächste Spiel gehen. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Gegen Wolfsburg gibt es wieder die Chance auf drei Punkte. Die wollen wir, wenn es möglich ist, holen. Natürlich sind wir der Underdog, aber vielleicht ist das genau das, was wir brauchen. Vielleicht gelingt uns da eine Überraschung.

Merle Frohms: Das war natürlich das Highlight-Spiel, auf das wir uns die ganze Woche gefreut haben, das auch richtungsweisend sein sollte, um uns zu zeigen, wo wir stehen. Es war ein Gegner, mit dem wir uns auf Augenhöhe messen konnten. Meiner Meinung nach haben wir das spielerisch nicht schlecht gemacht. Wir waren aber, was die Zweikämpfe und die zweiten Bälle angeht, zu nachlässig. Es war teilweise auch etwas naiv, dass wir dachten, wir können die Bälle auch noch so holen gegen einen Gegner, der davon lebt, in die Zweikämpfe zu gehen. Sie sind immer gefährlich und haben es am Ende eiskalt gemacht. Sie haben auf einen Fehler von uns gelauert, so ist es dann auch passiert. Da müssen wir uns leider am Ende 0:1 geschlagen geben.

Sjoeke Nüsken: Es war ein schwieriges , ein intensives Spiel. Es ging auf und ab. Ich denke, es war ein Spiel auf Augenhöhe, das in die eine oder in die andere Richtung hätte gehen können. Leider hatten wir heute nicht das Quäntchen Glück, das hat uns gefehlt. Wir hatten unsere Chancen, die wir hätten nutzen können. Aber es gibt Tage, da läuft es manchmal nicht.

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