24.04.2022
Frauen-Bundesliga

„Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft“

Nach dem späten Sieg über Bayer Leverkusen geht der Blick von Trainer Niko Arnautis, Sportdirektor Siegfried Dietrich und den SGE-Spielerinnen schon auf das Duell mit Turbine Potsdam.

Cheftrainer Niko Arnautis: Wir wussten, dass wir heute über unsere Grenzen hinaus gehen müssen und egal, was passiert, zum Ende alles für die Punkte tun müssen. Wie die Mannschaft nach dem Rückstand zurückgekommen ist und dann auch noch gewonnen hat, war herausragend und macht mich als Trainer sehr stolz. Nachdem wir den Gegner in der ersten Halbzeit zu sehr ins Spiel haben kommen lassen, haben wir im zweiten Durchgang eine andere Mentalität gezeigt. Die Art und Weise, wie die Mannschaft mit den Rückschlägen heute umgegangen ist, ist überragend. Auch wenn es spannend war, haben wir durchaus verdient gewonnen. Wir haben heute die Basis für das Spiel in Potsdam gelegt und sind bereit. Potsdam hat eine robuste Mannschaft, doch auch dort werden wir alles für den Sieg tun. 

Sportdirektor Siegfried Dietrich: Es ist wirklich großartig, wie sich unsere Spielerinnen nach der Halbzeitpause nochmal gegenseitig gepushed haben und mit einer starken Teamleistung und dem sichtbaren Glauben an sich selbst den Rückstand in einen letztlich verdienten Sieg über Leverkusen verwandelt haben! Der Traum von der europäischen Königsklasse lebt weiter und wir haben schon jetzt mit unserem mentalitätstarken und leidenschaftlichen Fußball mit 40 Punkten die beste Saison seit sechs Jahren gespielt und viele neue Fans aus der Adler-Familie gewonnen. Unsere Messlatte für Erfolg ist und bleibt die Entwicklung unserer Mannschaft, und hier können wir gerade beim Ausgang von engen Spielen darüber reden, das wir als Team nachhaltig gereift sind!
Es ist toll, dass wir nach dem Pokalfinale in der ersten Eintracht-Saison jetzt auch in der Liga zum Saisonende von Spielzeit zwei noch ein Ziel vor Augen haben und den nächsten Schritt in Richtung Champions League bei den Turbinen im ewigen Klassiker gehen wollen.

Kapitänin Tanja Pawollek: Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns ein bisschen schwergetan. In der zweiten Hälfte hatten wir dann aber die besseren Chancen, waren aggressiver und zielstrebiger und hätten den Sack früher zumachen müssen. Wir haben trotz Rückstand eine überragende Moral gezeigt, die Tore super herausgespielt und gehen deshalb durchaus verdient als Siegerinnen vom Platz, auch wenn es das Gegentor als Wachrüttler gebraucht hat. Gegen Potsdam haben wir es nun in den eigenen Händen. Wir fahren hin, um die drei Punkte zu holen. Es wird nicht einfach, Potsdam ist ein ekelhaft zu bespielender und robuster Gegner. Wir müssen dagegenhalten, aber wenn wir 100 Prozent geben, bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte mitnehmen.

Barbara Dunst, Siegtorschützin: Wir haben heute bis zur letzten Minute gekämpft. Ich bin unfassbar stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein. In der ersten Halbzeit stand Leverkusen sehr kompakt, weshalb wir versucht haben, vor allem die Räume hinter der Kette zu bespielen. Das ist uns zunächst nicht so gut gelungen, erst im zweiten Durchgang konnten wir es besser umsetzen. Das Spiel gegen Turbine Potsdam wird ein sehr wichtiges Spiel für uns, wir müssen ab der ersten Minute voll da sein. Potsdam ist ein eklig zu bespielender Gegner, aber wir haben heute gezeigt, dass wir das auch sein können. Wir werden den Kampf voll annehmen.

Sandrine Mauron: Die drei Punkte sind sehr wichtig für uns. Im Endeffekt ist es egal, ob das 1:1 ein Eigentor war, was gezählt hat, war der Ausgleich. Wir wussten, dass wir heute alles raushauen können, weil wir das nächste Wochenende zum Erholen haben. Anschließend steht das wichtige Spiel gegen Potsdam an. Wenn wir das Spiel gewinnen, können wir unser Ziel, die Qualifikation zur Champions League, erreichen. Ich erwarte einen robusten Gegner, der bis zum Schluss kämpft. Aber wir kennen Potsdams Stärken und Schwächen, werden diese jetzt genau analysieren und dann alles daransetzen, um zu gewinnen.

Sjoeke Nüsken: Wir sind überglücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war ein wichtiges Spiel und ein wichtiger Sieg. Nachdem wir im ersten Durchgang noch nicht so durchkamen, wollten wir in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht zeigen und aggressiver sein. Das ist uns gut gelungen. Der Gegentreffer war ein kleiner Wachrüttler. Am Ende haben wir zum Glück aber selbst noch zwei Tore geschossen. Man hat heute wieder gesehen, dass wir einen breiten Kader haben. Dieser und unser Teamgeist zeichnen uns aus und machen uns stark. Jetzt gilt es, in den letzten beiden Spielen nochmal Vollgas zu geben.

Achim Feifel, Trainer von Bayer Leverkusen: Insgesamt ist es leider für uns eine sehr unglückliche Niederlage mit dem Eigentor und dem Distanzschuss der Frankfurterinnen, der dann genau passt. Wir haben dem Gegner heute gut Paroli geboten und hätten aus den Situationen ein zweites und drittes Tor machen können. Am Ende sind wir vorne zu ungefährlich und aus unseren Offensivaktionen kommt zu wenig bei heraus. So konnten wir uns für ein gutes Spiel nicht belohnen.

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