16.10.2009

Wiesinger-Elf holt vier Punkt aus englischer Woche

Eintracht Frankfurts „Zweite“ hat ihre englische Woche in der Gruppenliga mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage beendet.

Eintracht Frankfurts „Zweite“ hat ihre englische Woche in der Gruppenliga mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage beendet.Am 3. Oktober gegen die SG Harheim musste die Eintracht eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Der starke Verbandsligaabsteiger bestätigte auch am Riederwald seine Ambitionen  zum direkten Wiederaufstieg. Die zahlreichen Zuschauer bekamen von Beginn an ein klasse Spiel beider Mannschaften zu sehen. Die ersten 20 Minuten der Begegnung gestalteten beide Mannschaften ausgeglichen, die besseren Chancen waren aber schon hier auf Harheimer Seite.Gleich zweimal war es Lujein Al Dihni, die in der 4. und 11. Minute jeweils nach einer Ecke frei zum Kopfball kam, allerdings parierte Simone Hartmann hervorragend. Auf der anderen Seite wurde es erst in der 24. Minute richtig eng, als Britta Matzel im letzten Moment mit einem sauberen Tackling vor einer einschussbereiten Julia Brenner klärte. Mit zunehmender Spielzeit drückten die Harheimerinnen die Frankfurterinnen immer mehr in die eigene Hälfte zurück und es folgte nun eine ganz starke Schlussviertelstunde, in der die 1:0-Führung für das Team von Michael Leonhart förmlich in der Luft lag.In der zweiten Spielhälfte sah man weiterhin eine bemühte Frankfurter Mannschaft, die aber an diesem Tage nicht im Stande war den Harheimerinnen Paroli zu bieten. Somit beschränkte man sich weiterhin auf das Verteidigen, dies allerdings immer geschickter und nun versuchte man auch auf eigenem Platz zu kontern. Die Harheimer Spielerin Laura Zgraja setzte sich in der Mitte durch und passte auf die mitgelaufene Lujein Al Dihni, die nicht lange fackelte und den Abschluss suchte, allerdings ging der Schuss einen guten Meter über das Tor. Nach 62 Minuten war es Laura Zgraja, die die Harheimer Führung besorgte.Die Gästeführung war wie ein Befreiungsschlag für die Frankfurter Eintracht, man drängte jetzt mehr und mehr Richtung Harheimer Tor. Allerdings scheiterten die Riederwälderinnen an der gut organisierten Harheimer Defensive, die nicht eine brenzlige Situation bereinigen musste. In der 86. Minute kamen die Harheimerinnen zum 2:0. Nach einem Foulspiel an Sabrina Kral auf der linken Strafraumseite nahm Gaby Tüskes ordentlich Maß und verwandelte den Freistoß direkt. Bemüht, den Ehrentreffer zu erzielen, legte Lujein Al Dihni in der Nachspielzeit noch einen drauf, alleine marschierte sie in der Schlussphase Richtung Tor und setzte souverän mit dem 3:0 den Schlusspunkt der Partie.Eintracht-Trainer Christian Wiesinger: „Meine Mannschaft war heute nicht in der Lage gegen einen clever spielenden Gegner das richtige Mittel zu finden. Vor allem die Trägheit bei Standards war erschreckend. Dies müssen wir unbedingt abstellen, ansonsten werden wir zukünftig unser blaues Wunder erleben.“Für die Eintracht spielten: Simone Hartmann, Tanja Krumpfert (46. Nicole Gueye), Giuliana Ziller, Janine Stalter (56. Elena Ries), Linda Duerden, Kristina Dujmovic, Katherina Saal, Romy Weinreich, Anne Kaps, Laura Krüger, Julia Brenner (87. Caro Steurer).Vier Tage später trennten sich die Riederwälderinnen vom SV Zellhausen 3:3. Nach der Niederlage gegen Harheim waren die Riederwälderinnen sichtlich bemüht einiges gut zu machen. Mit Zellhausen kam eine der spitzen Mannschaften an den Riederwald, mit der es sich zu messen galt. Das Spiel fing gleich mit hohem Tempo auf Seiten der Frankfurterinnen an. Bereits in der zweiten Minute hatten die Riederwälderinnen, durch einen Freistoß von Katherina Saal, die erste Torchance. Der Ball wurde aber unglücklicherweise nur an den Pfosten gesetzt.In der vierten Minute hatten die Riederwälderinnen wieder eine Torchance, scheiterten jedoch an Verana Fleckenstein. Das 1:0 (6.) für Zellhausen fiel aus heiterem Himmel. Julia Brenner versuchte den Ball zu klären, aber leider spielten sowohl das Wetter als auch der Platz nicht mit. So sprang der Ball direkt vor die Füße von Sabrina Berger, die abstaubte.Mit wütenden Angriffen strebten die Frankfurterinnen den Ausgleich an. Elena Ries, Anne Kaps und Katherina Saal versuchten es aus aussichtsreichster Position, scheiterten jedoch allesamt an Verena Fleckenstein, die mit guten Paraden das Zellhäusener Gehäuse erst einmal sauber hielt. In der 31. Spielminute war der Bann gebrochen und Nicole Gueye sorgte für den viel umjubelten Ausgleich. Allerdings sollte dieser nur kurz Bestand haben. In der 35. Spielminute wurde Dorina Gebler über die Außen angespielt und flankte direkt auf Theresa Werner, die den Ball mit dem Fuß direkt ins Tor schoss. Das 2:1 war auch zugleich Halbzeitstand.Direkt nach Wideranpfiff hatten die Riederwälderinnen die Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterten jedoch an der Zellhäusener Torfrau. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit kam Zellhausen unverhofft zum 3:1. In der 47. Spielminute sorgte Eva Neuendorf für den Ausbau der Führung. Wieder antworteten die Frankfurterinnen mit wütenden Angriffen. Allerdings dauerte es diesmal nur vier Minuten bis der Anschlusstreffer zum 2:3 fiel.Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch, bei dem nicht nur beide Torfrauen im Mittelpunkt standen, sondern vielmehr jede der 22 Akteure. In der 66. Spielminute nahm sich Nicole Gueye ein Herz und hämmerte aus 30 Metern den Ball ans innere Lattenkreuz, der Ball sprang von dort an den Innenposten und ins Zellhäusener Tor zum erlösenden 3:3. In der 77. Spielminute wurde aufgrund eines Handspiels ein Zellhausener Tor nicht gewertet. Einige Chancen auf beiden Seiten in der Schlussviertelstunde blieben ohne Erfolg.Wiesingers Fazit: „Gegen eine Spitzenmannschaft einen Punkt geholt und den Negativtrend gestoppt, darauf können wir weiter aufbauen. Die vielen angeschlagenen Spielerinnen muss man erst einmal kompensieren. Dies gelingt uns zum Glück immer wieder und erfolgreich, wie man heute gesehen hat. Es ist bemerkenswert, wie sich jede einzelne Spielerin in das Team einbringt.“Für die Eintracht spielten: Simone Hartmann, Tanja Krumpfert, Janine Stalter (55. Fatma Altincok), Nicole Gueye, Linda Duerden, Julia Brenner (70. Lisa Söder), Kristina Dujmovic, Katherina Saal, Romy Weinreich (88. Caro Steurer), Anne Kaps, Elena Ries.Am vergangenen Wochenende feierte die Eintracht einen 5:0-Heimsieg über den FFV Oberursel. Die äußeren Umstände waren nicht sehr einladend. Es regnete in Strömen, es war kalt und der Platz tief. Zudem musste Leonie Günther kurzfristig Linda Duerden ersetzen, die sich noch mit einer Verletzung aus dem Mittwochspiel plagte und erst kurz vor Spielbeginn signalisierte, dass ein Einsatz nicht möglich sei.Von Beginn an erspielten sich die Riederwälderinnen Chance um Chance. Doch leider waren die ersten Versuche nicht von Erfolg gekrönt (12. Minute, Torschuss Romy Weinreich; 16. Minute, Torschuss Laura Krüger). Auch die Standardsituationen, wie der Freistoß von Nicole Gueye (17. Minute) aus gut 30 Metern, änderten zunächst nichts an dem Spielstand. Erst in der 23. Minute fiel das erlösende 1:0 für die Eintracht. Torschützin war Katherina Saal, nach Zuspiel von Romy Weinreich.Auch nach dem Tor riss die Überlegenheit der Frankfurterinnen nicht ab. Wobei man erwähnen muss, dass die Oberurselerinnen personell arg gebeutelt waren. Weitere Möglichkeiten folgten (30. Minute, Torschuss Julia Brenner; 35. Minute, Torschuss Leonie Günther). Dass die Spielerinnen aus Oberursel bis dahin nicht zu Chancen kamen, lag unter anderem an der sicheren Verteidigung der Eintracht, organisiert durch Alina Schäfer und Nicole Gueye. Zur Halbzeit konnte man lediglich der Frankfurter Mannschaft vorwerfen, ihre Chancen nicht konsequent genutzt zu haben, die ein ums andere Mal durch die fleißige Elena Ries sowie Leonie Günther initiiert wurden.Die zweite Halbzeit begann wie die Erste endete: Die Angriffsbemühungen der Frankfurterinnen endeten torlos wie ein Freistoß von Katherina Saal in der 52. Minute, der noch leicht abgefälscht wurde. In der 54. Minute musste die Eintracht verletzungsbedingt wechseln. Für die angeschlagene Julia Brenner kam Fatma Altincok ins Spiel. In der 55. Spielminute traf Laura Krüger, nach einem Sololauf zum 2:0. In der 59. Minute fand Kristina Dujmovic die Lücke und spielte einen Ball tief hinter die Oberurseler Abwehr, Elena Ries flankte punktgenau auf Laura Krüger, die ihr zweites Tor an diesem Abend erzielte.Mit dem 3:0 war der Wille der Oberurselerinnen endgültig gebrochen. Die Folge waren weitere Torchancen (60. Minute, Kopfball Laura Krüger; 66. Minute Direktabnahme Fatma Altincok nach Ablage durch Romy Weinreich). In der 68. Minute krönte Nicole Gueye einen Sololauf mit dem 4:0. In der Folge nahmen die Frankfurterinnen das Tempo raus, vor allem geschuldet durch die englische Woche, sodass Oberursel zu der ein oder anderen Gelegenheit kam. Diese stellte Simone Hartmann aber nie vor ernste Schwierigkeiten.Die aktive Leonie Günther wurde in der 70. Minute durch Julia Schmidt ersetzt, die sich nahtlos in das Frankfurter Spiel einfügte. Kurz vor Schluss erhöhte dann abermals Nicole Gueye auf 5:0 (84. Minute), nach einer Ecke von Katherina Saal. Dies war dann auch der Endstand.
Wiesinger: „Alles in allem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Der Sieg hätte allerdings höher ausfallen müssen. Man hat den Mädels die harte Woche angemerkt, der Wille war da aber die Beine konnten nicht alles umsetzen.“Für die Eintracht spielten: Simone Hartmann, Leonie Günther (70. Julia Schmidt), Alina Schäfer, Nicole Gueye, Tanja Krumpfert, Julia Brenner (54. Fatma Altincok), Kristina Dujmovic, Romy Weinreich, Elena Ries, Laura Krüger, Katherina Saal.

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