26.05.2021
DFB-Pokal Frauen

Was für die Eintracht spricht...

Frankfurt kann Pokal - egal, ob als 1. FFC Frankfurt oder Eintracht Frankfurt. Warum die Adlerträgerinnen am Sonntag im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg statistisch gute Chancen haben, lest ihr hier.

Am kommenden Sonntag, 30. Mai, trifft Eintracht Frankfurt in Köln im Finale des DFB-Pokals der Frauen auf den VfL Wolfsburg. Übrigens das 41. Finale der Frauenausgabe in der DFB-Historie. Da die Eintracht ja seit der Fusion im vergangenen Jahr das Erbe des 1. FFC Frankfurt antritt, stehen sich somit zwei Giganten der deutschen Liga- und Pokalhistorie gegenüber. Denn seit der Saison 1998/1999 hieß der Gewinner des DFB-Pokals in 16 von 22 Finalspielen immer entweder 1. FFC Frankfurt oder VfL Wolfsburg. Das Aufeinandertreffen zwischen Frankfurt und Wolfsburg im diesjährigen Finale ist dementsprechend ein hervorragender Anlass, um einen Blick auf die beiden Vereine sowie ihre individuelle und gemeinsame Pokalhistorie zu werfen.

Wolfsburg auf Frankfurter Spuren

Da wäre zunächst der VfL Wolfsburg, welcher angesichts der vergangenen Jahre im DFB-Pokal als Favorit gilt. Zuvor noch als WSV Wolfsburg-Wendschott bekannt, tritt der Verein seit 2003 als VfL Wolfsburg an und hatte in Liga und Pokal zunächst einige eher durchschnittliche Jahre. Knapp 10 Jahre lang fand man sich häufiger in der unteren Tabellenhälfte wieder und kam im DFB-Pokal nur einmal über das Viertelfinale hinaus, zu einer Finalteilnahme reichte es als VfL dennoch nicht. In der Spielzeit 2012/2013 folgte allerdings eine wahrhaftige Leistungsexplosion, infolgedessen der Verein sich nicht nur mit dem ersten DFB-Pokal-Sieg belohnen konnte, sondern gleich auch noch die Bundesliga und Champions League gewann. Anschließend gelang es lediglich in der Folgesaison 2013/2014 dem 1. FFC Frankfurt die Wölfinnen im DFB-Pokal zu ärgern, da sie sich bereits im Achtelfinale den späteren Pokalsiegerinnen aus Frankfurt mit 0:1 geschlagen geben mussten. Dies ist natürlich in Hinblick auf Sonntag als gutes Omen zu bewerten, seit jenem Achtelfinale sind die Wölfinnen allerdings im DFB-Pokal ungeschlagen und gewannen die Trophäe zuletzt sechs Mal in Serie.

Doch jede Serie endet irgendwann einmal und wer wäre dafür besser geeignet als die Frauen von Eintracht Frankfurt. Die Pokalhistorie der Eintracht, die nie höher als drittklassig spielte, selbst ist bisher überschaubar, in den Spielzeiten 2013/2014 sowie 2019/2020 schaffte man es jeweils als Regionalligist nicht über die 2. Runde des DFB-Pokals hinaus. Jedoch ist die Bilanz des nun integrierten 1. FFC Frankfurt dafür umso beeindruckender. Anfang der Nuller-Jahre führte im DFB-Pokal am FFC praktisch kein Weg vorbei, bis 2008 stand die Mannschaft zehn Mal in Folge im Finale und ging davon sieben Mal als Sieger vom Platz: 1999-2003 und 2007-2008. In Verbindung mit zahlreichen Titeln in Liga und der Champions League war der 1. FFC Frankfurt zu dieser Zeit national und international eine Institution und Macht im Frauenfußball.

Gegen Wolfsburg noch ungeschlagen im DFB-Pokal

Auch in den Jahren danach konnten weitere Erfolge eingefahren werden, drei weitere Male stand der 1. FFC seitdem im DFB-Pokalfinale. Zwei dieser Duelle konnten die Frankfurterinnen für sich entscheiden, 2011 und zuletzt - wie erwähnt - 2014 gegen die SGS Essen. Mit einer Ausbeute von neun Titelgewinnen aus bisher 13 DFB-Pokal-Finalteilnahmen macht den 1. FFC Frankfurt nicht nur zum Rekordtitelträger, sondern beweist auch, dass Frankfurt schwer zu schlagen ist, wenn es erstmal im Finale steht. Dass man dafür auch definitiv nicht als Favorit gehandelt werden muss, bewiesen 2018 die Männerprofis von Eintracht Frankfurt mit der 3:1-DFB-Pokal-Sensation im Finale gegen den FC Bayern München. Mut sollte auch die Tatsache machen, dass die bisherigen zwei DFB-Pokal-Duelle zwischen Wolfsburg und Frankfurt - jeweils 1:0-Siege im Achtelfinale 2011 und 2013 - allesamt von den Hessinnen gewonnen wurden. Und somit dürfen wir uns am Sonntag auf jeden Fall auf ein Finale der fußballerischen Extraklasse freuen, an dessen Ende die Frankfurterinnen hoffentlich in ihrem vierzehnten Finale unter dem Motto "Zurück zu neuem Glanz" zum zehnten Mal den DFB-Pokal in den Kölner Abendhimmel recken dürfen.

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