26.03.2022
Frauen-Bundesliga

„Waren nicht konsequent genug“

Vor allem mangelnde Konsequenz in der Defensive gegen starke Wolfsburgerinnen kritisieren Trainer Niko Arnautis und seine Spielerinnen nach dem 1:4 und nehmen sich für die nächsten Spiele einiges vor.

Cheftrainer Niko Arnautis: Wir sind eigentlich gut ins Spiel reingekommen. Die Wolfsburgerinnen hatten heute allerdings einen extrem effizienten Tag und haben eiskalt Tore erzielt. Wir wussten um die körperliche Präsenz des VfL und müssen uns deshalb vorwerfen, nicht konsequent genug verteidigt zu haben. Auch unsere Situationen haben wir nicht entschlossen genug zu Ende gespielt, da wäre mehr dringewesen. Wir nehmen mit, dass man auf diesem Niveau in jeder Situation hellwach sein und sich in jeden Zweikampf schmeißen muss. Wichtig war, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht komplett untergegangen sind und das Ergebnis einigermaßen im Rahmen gehalten haben. Ich freue mich sehr für Géry, die ein echtes Traumtor erzielt hat. Das tut ihr und der Mannschaft gut. Jetzt gilt es, in den letzten vier Spielen so viel wie möglich einzufahren. Unser Ziel ist es, in Jena nach den beiden Niederlagen gegen die Topteams wieder einen Sieg einzufahren, um weiterhin realistische Chancen auf den dritten Platz zu haben. 

Kapitänin Laura Freigang: Bis zum ersten Tor waren wir ganz gut im Spiel und hatten unsere Chancen. Wenn man dann aber kurz hintereinander vier Tore bekommt, ist es ganz schwer, nochmal zurückzukommen. Wir wollten unseren Zuschauern in der zweiten Halbzeit zeigen, dass wir es besser können, immerhin haben wir dann nicht noch ein Tor kassiert. Bislang haben wir gegen alle Topmannschaften super Leistungen gezeigt, deshalb werden wir uns auch nach dem Spiel heute nicht sagen, dass es uns an Qualität fehlt. Wir hätten einfach die Gegentore besser verteidigen müssen. Das darf uns nicht nochmal passieren. 

Géraldine Reuteler, Torschützin zum 1:4: Ich habe sehr gemischte Gefühle. Ich freue mich natürlich sehr, dass ich ein solches Tor nach meiner langen Verletzungszeit erzielen konnte. Trotzdem überwiegt die Enttäuschung, dass wir das Spiel verloren haben. Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten mindestens einen Punkt holen. Vielleicht waren wir ein wenig zu nervös. Es hat gerade in der ersten Halbzeit überhaupt nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir waren immer einen Schritt zu spät und haben viele Zweikämpfe verloren. Gegen Wolfsburg reicht es dann einfach nicht.

Merle Frohms: Wenn wir Wolfsburg so viel Raum geben wie bei den Gegentoren, ist es ein Leichtes für sie, die Tore auch zu machen. Wir haben nicht konsequent genug verteidigt und die Bälle mit zu wenig Überzeugung geklärt. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht, trotzdem können wir heute definitiv nicht zufrieden sein mit unserer Leistung. Wir haben uns zu wenig zugetraut. Wir müssen uns bewusst machen, dass wir gegen solche Topgegner mit 110 Prozent ins Spiel gehen müssen, ansonsten laufen wir 90 Minuten hinterher. 

Tommy Stroot, Trainer des VfL Wolfsburg: Wir haben es in der ersten Halbzeit in den Zweikämpfen und der Art und Weise, wie wir auf dem Platz gestanden haben, brutal gut gemacht und eine absolute Souveränität ausgestrahlt. Wir wollten einfach diese drei Punkte. Es war sehr schwer nach dem Spiel unter der Woche inklusive der Reisebelastungen gegen einen Gegner, der um die Champions-League-Qualifikation mitkämpft. Die Mannschaft hat es aber durch harte Arbeit und eine super Mentalität sehr gut gemacht. Die Art und Weise, wir wir heute gewonnen haben, hilft uns auch für die nächsten Spiele.

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