03.03.2022
Frauen-Bundesliga

Vielfaches Highlightspiel

Im Heimspiel gegen Hoffenheim, bei dem Niko Arnautis ein Jubiläum feiert, will die SGE am Samstag nicht nur die Rechnung aus dem Hinspiel begleichen, sondern auch einen Schritt im Kampf um Platz drei machen.

Duell der Tabellennachbarn, Kampf um Platz drei, Heimspiel und noch dazu das 100. Frauen-Bundesliga-Spiel von Trainer Niko Arnautis: Rahmenbedingungen, die das Spitzenspiel am kommenden Samstag, 5. März, zu etwas Besonderem machen, gibt es viele. Genauso viele wie auch gute Gründe, sich auf das wegweisende Duell mit der TSG Hoffenheim zu freuen. „Als wir im vergangenen Sommer über die Saison gesprochen haben, haben wir uns vorgenommen, näher an die Spitzenplätze und unseren Traum von der Champions League ranzukommen. Jetzt haben wir uns eine Ausgangssituation geschaffen, in der wir mittendrin sind im Kampf um Platz drei. Das haben wir uns durch großartige Leistungen erarbeitet und stehen deshalb vollkommen verdient da, wo wir jetzt sind“, erklärt Trainer Niko Arnautis und ergänzt: „Wir sind deshalb voller Vorfreude, den Kampf anzunehmen.“

Mit einem Sieg könnte die SGE als Tabellenvierter punktemäßig gleichziehen mit dem Tabellendritten Hoffenheim. Das Ziel der Adlerträgerinnen ist daher eindeutig, sagt Arnautis: „Wir wollen durch einen Sieg mit der TSG gleichziehen, das ist unser klares Ziel für Samstag.“ Anpfiff im Stadion am Brentanobad ist um 13 Uhr. Sowohl Magenta Sport als auch sportschau.de und hessenschau.de übertragen die Partie live. Im Stadion am Brentanobad sind bis zu 2775 Zuschauer zugelassen.

Zwischen Teamleistung und individueller Stärke

Nach zahlreichen Abgängen zu Saisonbeginn hat die TSG Hoffenheim bewiesen, dass sie an die beste Saison der Vereinsgeschichte im Jahr 2020/21 anschließen kann. Nur eine Liga-Niederlage gab es bislang für das Team von Trainer Gabor Gallai – auch aufgrund der Ausgeglichenheit im Team: Denn 15 verschiedene Torschützinnen trafen mindestens einmal. Mit 38 Treffern haben die Hoffenheimerinnen nach dem FC Bayern München die zweitmeisten Tore der Liga geschossen – unter anderem durch zwei 7:1-Siege über Leverkusen und Bremen. Gleichzeitig kassierten die Kraichgauerinnen erst zwei Mal in der laufenden Saison mehr als ein Gegentor pro Spiel. „Hoffenheim hat trotz der Abgänge im Sommer eine Mannschaft mit hoher Qualität, in der sich die Neuzugänge nahtlos eingefügt haben. In der Champions League haben sie in einer ganz schweren Gruppe neun Punkte gesammelt und den deutschen Fußball sehr gut vertreten“, analysiert Trainer Niko Arnautis.

Dass wir vor unseren eigenen Fans spielen können, ist definitiv ein Vorteil.

Laura Feiersinger

„Die TSG zeigt schon über Jahre super Leistungen. Sie haben ein gutes Team, aber auch sehr gute Einzelspielerinnen, die es am Samstag möglichst auszuschalten gilt“, weiß auch Laura Feiersinger um die Stärken des Gegners und betont die Wichtigkeit des Spiels. „Wir können alle rechnen und wissen, wie wichtig ein Sieg wäre. Ein Rückstand von sechs Punkten wäre schwer aufzuholen. Aber wir haben keine Angst, sondern freuen uns genau auf solche Aufgaben.“ Schon im Hinspiel, das die SGE trotz Überlegenheit unglücklich mit 1:2 verlor, hatten die Adlerträgerinnen gezeigt, dass sie es mit den Kraichgauerinnen aufnehmen können. „Wir waren die bessere Mannschaft und hätten das Spiel definitiv gewinnen können. Entsprechend haben wir noch eine Rechnung offen. Dass wir vor unseren eigenen Fans spielen können, ist definitiv ein Vorteil“, erklärt Feiersinger.

Jubiläum für Niko Arnautis

Nachdem sich die TSG Ende des vergangenen Jahres aus ihrer ersten Champions-League-Saison nach der Gruppenphase, in der das Team von Trainer Gabor Gallai unter anderem auf den FC Barcelona und Arsenal London traf, verabschieden musste, taten sich die Hoffenheimerinnen zu Beginn des Jahres noch etwas schwer. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Köln mussten sie beim 2:1-Sieg über die SGS Essen lange um die drei Punkte zittern. Nicht nur deshalb rechnet sich Trainer Niko Arnautis einiges aus: „Wir haben in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass wir mit den Spitzenmannschaften nicht nur mithalten, sondern sie auch besiegen können. Wir haben die nötige Qualität. Dafür brauchen wir eine konzentrierte und leidenschaftliche Leistung, müssen effektiv vor dem Tor sein und giftig und selbstbewusst auftreten. Es wird sicherlich ein Spiel, in dem am Ende Details entscheiden werden. Wir können einiges gewinnen und werden alles dafür tun.“

Wir können einiges gewinnen und werden alles dafür tun.

Niko Arnautis

Auch für den Coach persönlich wird das Spiel am Samstag etwas ganz Besonderes werden, denn zum 100. Mal wird der 41-Jährige für die Eintracht in der Bundesliga an der Seitenlinie stehen: „Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Es erfüllt mich mit Stolz, als Frankfurter Junge für diesen Verein so viele Spiele absolvieren zu können. Natürlich liegt der Fokus am Samstag auf dem Spiel, umso mehr würde ich mich aber natürlich freuen, wenn wir mein Jubiläum mit drei Punkten feiern könnte“, sagt der Cheftrainer. „Es bereitet mir große Freude, in diesem Verein und mit dem gesamten Team auf und abseits des Platzes zu arbeiten und ich freue mich auf die nächsten spannenden Aufgaben und Herausforderungen mit dem Adler.“ Neben den Langzeitverletzten Virginia Kirchberger, Camilla Küver und Lea Schneider wird er am Samstag weiterhin auf Janina Hechler aufgrund muskulärer Probleme verzichten müssen. Auch Saskia Matheis wird aufgrund einer Uni-Exkursion nicht zur Verfügung stehen. Tanja Pawollek und Géraldine Reuteler konnten in der vergangenen Woche erstmals alle Trainingseinheiten mit der Mannschaft in vollem Umfang mitmachen und werden in den kommenden Wochen weiterhin auf ihr Comeback hinarbeiten.

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