23.02.2026
Frauen-Bundesliga

Ungefährdeter Heimsieg

Die Eintracht Frauen schlagen den SC Freiburg am Montagabend mit 3:0 (1:0). Freigang (36.), Senß (53.) und Blomqvist (84.) treffen am Brentanobad.

Niko Arnautis veränderte sein Team auf gleich fünf Positionen im Vergleich zum erfolgreichen Europapokalspiel unter der Woche. Doorsoun, Lührßen, Gräwe, Anyomi und Freigang kamen rein, dafür rotierten Østenstad, Wolter, Ivelj, Chiba und Teulings auf die Bank. Hayley Raso fehlte im Spieltagskader, sie war bereits zur australischen Nationalmannschaft gereist.

Nach rund 30 Sekunden musste Keeperin Lina Altenburg das erste Mal eingreifen, als es nach einer Flanke Tessa Blumenberg mit der Brust aus kurzer Distanz versuchte (1.). Danach war die Eintracht bemüht, mit Kombinationsspiel Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Die Freiburgerinnen hatten unterdessen offensichtlich den Matchplan, über schnelle Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Die Frankfurter Defensive um die auf zwei Positionen veränderte Viererkette ließ aber zunächst nicht viel zu. Auf der anderen Seite standen die Gäste zeitweise sehr tief, es gab wenig Durchkommen für die Frankfurterinnen. 

Einige Male kamen die Adlerträgerinnen ins letzte Drittel, in der Box fand das Leder aber keinen Abnehmer. Die einzige Annäherung in der ersten Viertelstunde brachte ein Kopfball von Laura Freigang nach einer Lührßen-Flanke, dieser strich jedoch knapp am langen Pfosten vorbei (6.). Als Adamczyk im SCF-Kasten das Leder durch die Hände rutschte, brachten zwei Ecken in Folge leichte Gefahr (25./27.) – aber eben nur leichte. 

Übernimmt mit der Eintracht zu Beginn der Länderspielpause Rang drei: Nicole Anyomi.

Nach 37 Minuten ging die Eintracht dennoch in Führung. Memeti erkämpfte sich das Leder, leitete weiter zu Reuteler, die von der rechten Seite in der Mitte Laura Freigang fand. Die Adlerträgerin mit der Nummer Zehn vollendete im zweiten Versuch, Adamczyk hatte zunächst pariert. Es war nach vier Treffern in der Fremde das erste Heimtor für Freigang in dieser Bundesligasaison, Géraldine Reuteler war unterdessen nun am fünften Eintracht-Tor in Folge beteiligt. Vor der Pause bewahrte Altenburg mit einer Glanzparade die Heimelf vor dem Ausgleich, als Sigurdardóttir frei auf die 20-Jährige zugelaufen war (44.). 

Chancen zum 2:0, Senß macht's 

Die Eintracht kam mit viel Schwung aus der Pause und verzeichnete nach nicht mal drei Minuten den ersten Torschuss. Reuteler legte auf Memeti ab, die Ex-Freiburgerin marschierte durch die Abwehr und setzte den Ball aus 16 Metern über die Querlatte (47.). Ähnlich endete Reutelers Versuch aus kurzer Distanz nach Doppelpass mit Riesen über die rechte Seite (49.). 

In der Folge konnte sich erneut Lina Altenburg auszeichnen. Birkholz‘ zentraler Kopfball stellte sie vor keine Probleme (57.), gegen Blumberg musste sie sich strecken und klärte zur Ecke (58.). 

An fünf Toren in Folge beteiligt: Géraldine Reuteler.

Danach übernahm die Eintracht wieder das Kommando und drängte auf die Entscheidung. Freigang (61.) und Gräwe mit einem Lattenkracher aus 18 Metern (65.) kamen dem 3:0 näher. 

Dies sollte noch spät fallen. Nadine Riesen wurde auf die Reise geschickt, sah auf der linken Seite die eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Rebecka Blomqvist, die noch einen Haken schlug und überlegt von links ins rechte Eck versenkte (84.). Es war ihr siebtes Saisontor. Kurz zuvor waren die Joker Remina Chiba zu ihrem 50. Bundesligaspiel und Ainhoa Alguacil zu ihrem Debüt im deutschen Oberhaus gekommen.

Die Eintracht nahm also trotz 2:6-Ecken Revanche für die bittere 2:3-Niederlage in der Hinrunde und stehen zum Abschluss des 19. Spieltags auf Rang drei in der Tabelle. Dort verweilt die Eintracht mindestens bis Mitte März, denn nun steht die nächste Länderspielpause an. 

3:0: Rebecka Blomqvist trifft mit links ins lange Eck.

So spielte die SGE: 

Altenburg – Lührßen (88. Wolter), Veit, Doorsoun, Riesen – Gräwe (90. Markou) – Senß (88. Markou), Memeti (69. Blomqvist) – Reuteler –  Anyomi (79. Alguacil), Freigang (79. Chiba).

So spielte Freiburg:

Adamczyk – Karl, Stierli, Sigurdardóttir (69. Axtmann), Szenk – Felde, Schneider – Blumenberg (88. Bienz), Vobian (80. Nachtigall), Kolb (69. Fölmli) – Birkholz (80. Egli).

Tore: 

1:0 Freigang (36.)
2:0 Senß (53.)
3:0 Blomqvist (84.)

Schiedsrichterin: 

Davina Lutz

Zuschauerzahl: 

2450