02.10.2021
Frauen-Bundesliga

„Unentschieden wäre verdient gewesen“

Nach der knappen Niederlage bei der TSG ärgern sich Trainer Niko Arnautis und die SGE-Spielerinnen vor allem über die Chancenverwertung, wissen aber auch um die eigene starke Leistung.

Cheftrainer Niko Arnautis: Es war ein sehr enges und bis zum Schluss spannendes Spiel. Wir haben es vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und verpasst, weitere Tore zu schießen. Dass wir Hoffenheim durch eine Standardsituation wieder so ins Spiel bringen, darf uns in der Form nicht passieren. Im Anschluss haben wir etwas den Faden verloren, sodass Hoffenheim mehr vom Spiel hatte. Trotzdem hatten wir in den letzten 15 Minuten des Spiels nochmal zwei bis drei hochkarätige Chancen zum Ausgleich, gerade Lara mit dem Lattentreffer oder Laura, die vorbeirauscht. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, hätte sich Hoffenheim über ein Unentschieden nicht beklagen können. Wir hatten insgesamt die klareren Torchancen und hätten uns einen Punkt verdient. Jetzt müssen wir weiterarbeiten, um in Essen zurück auf die Siegerstraße zu kommen. In der Bundesliga gibt es viele Mannschaften, die das Potenzial haben, um die oberen Plätze mitzukämpfen. Auch wir haben den Traum und arbeiten intensiv daran, so nah wie möglich an die TSG heranzukommen. Auch nach heute ist noch nichts verloren. Wir haben noch sehr viele Spiele und werden alles dafür tun, möglichst weit nach oben zu kommen. Es wird bis zum Ende einen spannenden Kampf um die oberen Plätze geben. Hätten wir heute gewonnen, wäre noch nichts entschieden gewesen und durch die Niederlage ist immer noch nichts entscheiden.

Camilla Küver, Torschützin zum 1:0: Ich war super erleichtert und habe mich sehr gefreut, meine Größe beim Tor endlich mal ausspielen zu können und wieder einen Treffer zu erzielen. Wenn es am Ende nicht zum Sieg reicht, ist es aber trotzdem schade. Nach dem Ausgleich haben wir Hoffenheim leider wieder ins Spiel kommen lassen, haben ihnen zu viele Räume gelassen und waren zu inkonsequent in den Zweikämpfen. Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass wir uns zum Ende des Spiels nochmal so fangen. Wenn man sich die Zahl unserer Torchancen ansieht, wäre ein Unentschieden definitiv verdient gewesen.

Laura Freigang: Wir hatten heute einerseits etwas Pech, haben andererseits das Spiel aber auch aus der Hand gegeben. In den sehr starken Phasen hätten wir unsere Chancen besser nutzen müssen. Hoffenheim hat in dieser Phase, in der sie nicht wirklich am Drücker waren, außerdem einen glücklichen Treffer erzielt. Eigentlich hätten wir mit mindestens zwei Toren mehr in die Pause gehen müssen. Nach der Pause waren wir etwas zu passiv, hätten gegen Ende aber noch genug Chancen gehabt, den Ausgleich zu erzielen. Es ist ärgerlich, weil ein Unentschieden im Nachhinein völlig verdient gewesen wäre. Aber wir ärgern uns auf hohem Niveau, denn wir haben es über weite Strecken sehr gut gemacht und unsere Qualitäten gezeigt. Das nehmen wir mit ins Spiel gegen Essen und werden weiter weiter an unserer Chancenverwertung arbeiten, um uns zukünftig gar nicht mehr in die Situation zu bringen, so ein Spiel noch 1:2 zu verlieren. 

Merle Frohms: Wir hätten in der ersten Halbzeit unsere Chancen besser nutzen und mindestens zwei Tore mehr machen müssen. Damit hätten wir den Hoffenheimerinnen den Wind aus den Segeln nehmen können. So lassen wir mit dem knappen 1:0 alles offen und verteidigen zwei Mal nach einer Ecke schlecht. Vielleicht hat uns nach dem Unentschieden ein bisschen die Souveränität gefehlt. Wir sind etwas nervös geworden und haben Hoffenheim besser ins Spiel kommen lassen. Wir wollten das Selbstbewusstsein aus den ersten drei Spielen mitnehmen und hier entsprechend auftreten. Es wäre richtungsweisend gewesen, gegen den Tabellendritten des vergangenen Jahres zu gewinnen. Aber die Saison ist noch lang und wir können weiter an uns arbeiten. Wenn wir die Fehler abstellen, die wir heute gemacht haben, sind wir auf einem guten Weg. 

Gabor Gallai, Trainer der TSG Hoffenheim: Wir sind gut in die erste Halbzeit gestartet, haben dann aber mehr und mehr den Faden verloren und eine gewisse Nervosität an den Tag gelegt. Gerade im Umschaltspiel haben es die Frankfurterinnen sehr gut gemacht, viele Nadelstiche gesetzt und sind verdient in Führung gegangen. Der 0:1-Rückstand war durch die Abseitstore der Eintracht durchaus glücklich für uns. Durch eine Standardsituation kamen wir zum 1:1. In der Halbzeit haben wir ein bisschen umgestellt und eine gute erste halbe Stunde in der zweiten Halbzeit gezeigt, in der wir noch höher hätten führen können. In der Schlussphase hatten wir allerdings Glück, dass wir nicht den Ausgleich bekommen haben und sind daher eher der glückliche Gewinner heute. 

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