14.08.2020
Frauen Profis

Torreicher Test in Grünberg

Das Team von Trainer Niko Arnautis unterliegt dem Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg im Trainingslager in Grünberg, agiert nach einer schwächeren Anfangsphase aber mutig nach vorne. Neuzugang Prasnikar trifft.

Im ersten Testspiel im Trainingslager traf Eintracht Frankfurt auf den amtierenden Deutschen Meister VfL Wolfsburg. In Grünberg unterlagen die Adlerträgerinnen dem Doublesieger aus Niedersachsen 2:5 (1:3).

Der Gast aus der Autostadt begann druckvoll, wollte im Härtetest vor ihrem Pflichtspiel im Viertelfinale der Champions League Selbstvertrauen tanken und die eigene Stärke unter Beweis stellen: Es waren noch keine 45 Sekunden gespielt, als im Anschluss an eine Ecke Ewa Pajor den Ball zur frühen VfL-Führung verwerten konnte (1.). Nationaltorhüterin Merle Frohms im SGE-Kasten entschärfte die nächste Torchance des VfL (7.), Fridolina Rolfö köpfte eine Minute danach das 2:0. Die Schwedin traf nach einer Viertelstunde erneut zum 3:0, die Flanke gab Pernille Harder. SGE-Stürmerin Géraldine Reuteler mit der bis dato besten Adlerchance, ihr Schuss wurde von Polens Nationaltorfrau Katarzyna Kiedrzynek per Fußabwehr entschärft (18.).

Frankfurt kam besser ins Spiel

Die Frankfurterinnen, die in ihren ersten beiden Testspielen spielerisch stark agieren konnten – 4:0 gegen U16 SG Rosenhöhe, 1:1 gegen TSG Hoffenheim – kamen nun besser in die Partie und bremsten die Wucht der Wölfinnen. Die Hessinnen kamen offensiv besser zur Geltung, Barbara Dunst gab zwei ordentliche Schüsse ab (33., 38.). Die Bemühungen wurden belohnt: Die Österreicherin war Vorlagengeberin der in die Flanke rutschenden Géry Reuteler, die die Kugel ins untere rechte Eck des VfL-Netzes zum 1:3 verlängerte (38.). Nach dem anfänglichen VfL-Sturmlauf folgte ein guter Auftritt der Adlerträgerinnen, die frühzeitiger Druck auf die Gegenspielerinnen ausübten.

Nach der Pause mutiger - VfL abgezockter

Die Frankfurterinnen agierten nach dem Seitenwechsel offensiver, mussten aber nach einer Kombination über VfL-Neuzugang Pauline Bremer und die zum 4:1 abschließende Ewa Pajor das nächste Gegentor hinnehmen (52.). Möglichkeiten gab es nun auf beiden Seiten – doch während bei Frankfurt trotz des mutigen Auftretens einiges im Ansatz stecken blieb, agierten die Wolfsburgerinnen eiskalt: Lara Dickenmann zog zentral ab und traf in die linke Ecke zum 5:1 (65.), Géraldine Reutelers Abschluss auf der Gegenseite aus aussichtsreicher Position wurde geblockt (78.). Ihr Spieldebüt mit dem Adler auf der Brust gab Potsdam-Neuzugang Lara Prasnikar, die sogleich ihren Premierentreffer durch die Beine von VfL-Keeperin Friderike Abt erzielte (83.). Sturmkollegin Laura Freigang hatte zum Schluss noch die Chance auf das 3:5 (87.). Auch wenn SGE-Coach Niko Arnautis sich über die frühen Gegentore ärgerte, gefiel ihm die Mentalität seines Teams: „Wir haben die ersten sieben Minuten bis zum 0:2 verschlafen. Wolfsburg hatte es zu einfach, danach aber hatten wir trotz des dritten Gegentreffers eine gute Phase mit spielerisch schönen Akzenten. Wir haben die Wölfinnen unter Druck gesetzt und ein schönes Tor erzielt. In der Halbzeit haben wir besprochen, einige Kleinigkeiten abzustellen. Trotz des 1:4 kamen wir gut aus der Pause, haben mutig nach vorne agiert. Beide Teams hatten Chancen, Lara hat einen schönen Debüttreffer erzielt und wir eine gute Mentalität und Spielfreude an den Tag gelegt. Wir nehmen einiges Positives mit, wissen aber, was wir bis zum Ligastart noch verbessern müssen.“

Für die Wölfinnen geht es am kommenden Mittwoch nach Spanien zum Finalturnier der UEFA Women’s Champions League. In San Sebastian trifft Wolfsburg freitags dann auf Glasgow City FC. Die Eintracht Frauen treffen am kommenden Sonntag auf die U16 des FC Gießen. Die Partie zum Abschluss des Trainingslagers findet ebenfalls in Grünberg statt (11 Uhr).

So spielte die SGE

Frohms (46. Heaberlin) - Aschauer, Kirchberger, Kleinherne, Hechler (87. Küver) - Pawollek Feiersinger - Dunst (72. Prasnikar), Freigang, Panfil (46. Mauron) - Reuteler.

VfL Wolfsburg

Kiedrzynek (46. Abt) - Hendrich, Blässe (46. Doorsoun), Huth (46. Wolter), Popp (72. Cordes), Rolfö (46. Jakabfi), Engen (72. Gräwe), Pajor (57. Dickenmann), Harder (46. Bremer), Wedemeyer (46. Jansen), Goeßling (46. Rauch).

Tore

0:1 Pajor (1.)
0:2 Rolfö (8.)
0:3 Rolfö (15.)
1:3 Reuteler (38.)
1:4 Pajor (52.)
1:5 Dickenmann (65.)
2:5 Prasnikar (83.)

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