18.02.2021
Frauen III

Sprungbrett Regionalliga

Sechs junge Talente wagten im Sommer den Wechsel von den U17-Juniorinnen in das Regionalliga-Team der Eintracht. Im Gespräch berichten drei von ihnen über ihre Erfahrungen im Frauenbereich.

Der Sprung für junge Fußballerinnen aus der U17 in den Frauenbereich ist groß und nicht immer ganz einfach. Im vergangenen Sommer wechselten mit Emelie Hesselbach, Celina Hackbarth, Jolie Huhn, Leonie Springer, Naoille Katawouri und Pauline Passarge gleich sechs Talente aus dem eigenen U17-Kader zu den Frauen III in die Regionalliga-Süd. Mit ihren Leistungen überzeugten sie schnell auch das Trainerteam um Christian Yarussi und kamen zu einigen Einsätzen in den Punkt- und Pokalspielen. Wie die ersten Schritte im Frauenbereich waren und welche Ziele die Mädchen haben, haben Emelie Hesselbach (17, Abwehr), Leonie Springer (17, Mittelfeld) und Jolie Huhn (17, Abwehr) im Gespräch verraten.

Wie war der Wechsel für Euch von den B-Juniorinnen in den Frauenbereich?
Emelie: Die Situation war anfangs sehr ungewohnt. Man hat direkt gemerkt, dass der Fußball schneller und körperbetonter ist als in der U17-Bundesliga der Juniorinnen. Von der Mannschaft wurde ich sehr gut aufgenommen und habe mich direkt wohlgefühlt.
Leonie: Ich sehe es auch so wie Emelie. Der Fußball ist schneller und im Frauenbereich wird mehr der Kopf beansprucht.
Jolie: Der Wechsel von den B-Juniorinnen in den Frauenbereich war nicht ganz so einfach, da es keine U19 oder U21 gibt. Mädchen wechseln also direkt mit 17 Jahren zu den Erwachsenen. Die Altersspanne ist dementsprechend groß und man muss sich erst einmal einfinden. Dennoch ist es eine ganz neue Erfahrung und man lernt sehr viel von den älteren und erfahrenen Spielern.

Was waren für Euch die größten Herausforderungen?
Emelie: An sich war von Anfang an mein Gedanke: 'Wie werde ich in der Mannschaft aufgenommen?'
Leonie: Das war auch meine größte Herausforderung.
Jolie: Ganz sicher, sich an das härtere und körperbetontere Spiel anzupassen. Wie wir bereits erklärt haben, ist auch das Tempo im Frauenbereich deutlich höher als in der U17. Aber auch daran gewöhnt man sich recht schnell.

Was war leichter als gedacht?
Emelie: Anschluss zu finden. Dadurch, dass wir anfangs direkt ein Trainingslager hatten, fiel mir das persönlich leichter die Spielerinnen kennenzulernen und mit ihnen zu kommunizieren.
Leonie: Da kann ich Emelie nur Recht geben. Ebenso auch das Tempo in der Regionalliga mitzuhalten, hätte ich schwerer erwartet.
Jolie: Leichter als gedacht war es in die Mannschaft hineinzufinden, denn man kommt nunmal in eine Mannschaft, die schon länger zusammenspielt und sich schon sehr gut kennt, aber man wurde sehr gut von den Spielerinnen und Trainern aufgenommen.

Wie schätzt ihr das Leistungsniveau der Regionalliga ein?
Emelie: Das Resultat meines ersten Spiel in der Regionalliga war überraschend. Der Ball lief schnell und meiner Meinung nach hat man direkt gemerkt, dass es kein Jugendfußball mehr ist.
Leonie: Das Leistungsniveau ist im Vergleich zur U17 anspruchsvoller und höher.
Jolie: Sehr hoch, finde ich sogar. Ich kann es bisher nur mit dem aus der Hessenliga vergleichen, weil wir schon gegen einige Teams aus der Hessenliga gespielt haben. Aber auch in der Regionalliga sind nahezu alle Teams auf einem Niveau und sehr spielstark. Da wir aber auf Grund der bisherigen Situation noch nicht so viele Spiele absolvieren konnten, kann ich es noch nicht richtig beurteilen.

Welche Ziele habt ihr für die Zukunft?
Emelie: Mein Ziel ist, mit der Mannschaft viel zu erreichen und alle Titel zu gewinnen, die man gewinnen kann. Letzendendlich möchte ich in der Bundesliga spielen. Ich sehe das Niveau der Regionalliga als gutes Sprungbrett, wenn man aus der Jugend an den Frauenbereich heranwächst.
Leonie: Meister werden ist definitiv mein Ziel.
Jolie: Meine Ziele für die Zukunft sind zunächst einmal mit der Mannschaft einen möglichst hohen Tabellenplatz zu erreichen und das wir in den hoffentlich noch kommenden Spielen möglichst viele Punkte sammeln. Für mich persönlich geht es erst einmal darum, mich weiterzuentwickeln und auch körperlich weiterzukommen. Vor allem möchte ich aber weiterhin Spaß am Fußballspielen haben und so viele Erfahrungen wie möglich sammeln. Natürlich ist es auch mein Ziel irgendwann mal höherklassig zu spielen.

Welchen Tipp könnt ihr anderen Nachwuchsspielerinnen geben für den Wechsel in den Frauenbereich?
Emelie: Dranbleiben und jede Trainingseinheit wahrnehmen. Letztendlich ist man eine der Jüngsten in der Mannschaft, was kein Grund ist, nicht die selbe Leistung bringen zu können, wie beispielsweise eine ältere und erfahrenere Spielerin.
Leonie: Wichtig für die Jüngeren ist die Vorbereitung, da diese einen großen Teil ausmacht.
Jolie: Ich kann den Nachwuchsspielerinnen nur den Tipp geben, keine Angst zu haben. Im Frauenbereich wird genauso Fußball gespielt, wie in der Jugend auch, zwar ein bisschen schneller und körperbetonter, aber am Ende bleibt es trotzdem noch Fußball. Verliert nie den Spaß, denn der Spaß ist es doch, warum wir alle angefangen haben. Außerdem sollten Spielerinnen bereit sein, Neues zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.

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