05.05.2022
Frauen-Bundesliga

Showdown in Brandenburg

In Potsdam kommt es am vorletzten Spieltag zwischen den Eintracht Frauen und den Turbinen zum direkten Duell der beiden aktuellen Anwärter auf den dritten Tabellenplatz.

Tabellendritter gegen -vierter, Traditionsduell der sportlichen Rivalen, Schlüsselduell um Platz drei: Der vorletzte Spieltag in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga könnte für die Adlerträgerinnen ausgerechnet im Klassiker des deutschen Frauenfußballs kaum mehr Spannung beinhalten. Vor dem Auswärtsspiel bei Turbine Potsdam sind die Voraussetzungen klar: Mit einem Sieg würde die SGE gleichziehen mit den Brandenburgerinnen, die im letzten Spiel noch in München ranmüssen, und wäre vor dem Abschluss zu Hause gegen Werder Bremen dem Traum von der Champions League einen weiteren Schritt näher. „Wir sind der Jäger in dieser Partie“, macht Trainer Niko Arnautis deutlich: „Wir müssen entsprechend mit Mut, Optimismus und dem Glauben an uns ins Spiel gehen.“

Ebenso groß wie bei der Eintracht ist allerdings auch bei den Turbinen die Motivation, eine starke Saison zu krönen. Ein spannendes Duell auf Augenhöhe darf also am Samstag, 7. Mai, um 14 Uhr im Karl-Liebknecht-Stadion erwartet werden. Magenta Sport und der rbb übertragen die Partie live, die auch bei sportschau.de gestreamt wird.

Titelsehnsucht in Brandenburg

Zwei Europapokalsiege, sechs gesamtdeutsche Meisterschaften, sechs DDR-Meisterschaften und drei gesamtdeutsche Pokalsiege umfasst die Titelliste Turbine Potsdams. Auch in den vergangenen fünf Spielzeiten sicherte sich der Frauenfußballverein ausnahmslos einen Platz in den Top 5 der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. So nah an der Qualifikation zur Champions League wie aktuell waren die Brandenburgerinnen allerdings schon lange nicht mehr. In der Saison 2013/14 liefen die Turbinen zuletzt in der Königsklasse auf und schafften es damals bis ins Halbfinale. Der letzte Titel – die Meisterschaft 2011/12 – ist mittlerweile sogar zehn Jahre her.

Das Spiel wird auch im Kopf entschieden werden, Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben.

Niko Arnautis

Nun träumt man nahe Berlin davon, dem Warten ein Ende zu setzen. Schon jetzt hat Potsdam vier Punkte mehr als zum Ende der vergangenen Saison gesammelt. Im eigenen Stadion haben die Turbinen nur ein einziges Spiel verloren, seit acht Ligaspielen sind sie ungeschlagen und stehen nach dem Halbfinalsieg im Elfmeterschießen über Bayer Leverkusen Ende Mai im DFB-Pokalfinale mit dem VfL Wolfsburg. „Turbine hat eine körperlich sehr robuste Mannschaft, die zum einen bei Standardsituationen über ihre körperliche Präsenz gefährlich wird, aber auch nach Ballgewinn sehr zielstrebig nach vorne spielt“, analysiert Trainer Niko Arnautis, der entsprechend ein umkämpftes Duell erwartet. „Das Spiel wird auch im Kopf entschieden werden, Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben. Wir dürfen dem Gegner kaum Raum geben, ihn nicht in sein Spiel kommen lassen und müssen die entscheidenden Situationen klar genug klären. Es wird vor allem auf die Effektivität und die Mentalität ankommen.“

Was ein Fight um den dritten Platz – aktuell sogar spannender als um die Meisterschaft.

Siegfried Dietrich

Fokussiert und motiviert

„Kurz vor dem Ende kommen jetzt die Spiele, auf die wir gehofft haben und auf die wir uns freuen können. Was ein Fight um den dritten Platz – aktuell sogar spannender als um die Meisterschaft“, blickt Sportdirektor Siegfried Dietrich mit Vorfreude auf das anstehende Aufeinandertreffen. Schon im Hinspiel hatten sich beide Teams im Stadion am Brentanobad ein spektakuläres Duell geliefert, das nach drei Treffern in den ersten zehn Minuten in einem 3:3-Unentschieden endete. „Fest steht schon vor dem vorletzten Spieltag, dass wir in dieser Saison mit unserer jungen und talentierten Mannschaft den zweiten bedeutenden Schritt unserer sportlichen Entwicklung unter dem Adlerdach gegangen sind und richtig gute Arbeit geleistet wurde. Nun wollen wir gegen unseren Erzrivalen das Rennen um Platz drei weiter offenhalten und diese Saison krönen. Wir fahren nach Potsdam, um das Spiel zu gewinnen“, ergänzt Dietrich.

Passend zum Showdown wird Trainer Niko Arnautis in Potsdam auch fast wieder aus den Vollen schöpfen können. Außer den Langzeitverletzten Virginia Kirchberger, die in dieser Woche erstmals wieder auf dem Platz trainieren konnte, Anna Aehling, Camilla Küver und Lea Schneider steht nur noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Letícia Santos. Alle anderen Adlerträgerinnen sind fit für das Topspiel.

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