08.09.2009

Reserve verliert gegen Titelaspirant Großauheim

Die Reserve kassierte gegen Titelaspirant Großauheim die erste Saisonniederlage.

Die Reserve kassierte gegen Titelaspirant Großauheim die erste Saisonniederlage. Am Ende stand ein 4:8 aus Sicht der Riederwälderinnen zu Buche.Erstaunlich nervös begann die Eintracht und so kamen die Gastgeberinnen bereits nach drei Minuten zu Ihrer ersten Torchance. Martina Heberer tauchte vor dem Frankfurter Tor auf, jedoch konnte Chiara Saborito anfangs noch Schlimmeres verhindern. Nach einem weiteren leichten Ballverlust in der Vorwärtsbewegung konnte man noch zur Ecke klären. Die darauf folgende Ecke köpfte Popiolek zur Großauheimer Führung (6.) ein. Nach dem frühen Rückstand waren die Frankfurterinnen vollends verunsichert und dies nutzte die routinierte Herberer eiskalt zum 0:2 (9.). Das 3:0 (14.) erzielte wiederum Heberer.„Zwar mussten wir gegenüber dem Neu-Isenburger Spiel auf zwei Positionen umstellen, aber dies kann nicht das Argument für die Anfangsnervosität sein. Wir hatten zu viele leichte Ballverluste, zu wenig Aggressivität in den Zweikämpfen und die Laufbereitschaft war für die Gruppenliga einfach zu wenig. Man muss dem Gegner mit dem nötigen Respekt begegnen aber vor Ehrfurcht muss man nicht erstarren“, sagte Eintrachts-Trainer Christian Wiesinger später.Der erste ordentlich vorgetragene Angriff führte auch gleich zum Anschlusstreffer. Julia Brenner traf nach Zuspiel von Laura Krüger zunächst das Lattenkreuz, den Abpraller konnte Julia Schmidt zum 1:3 (16.) verwerten. Jedoch schlug Großauheims postwendend durch Seyitoglu zurück. Nach dem 1:4 fingen sich jedoch die Frankfurterinnen und übernahmen nun sogar das Kommando. Die Folge war das 2:4 durch Romy Weinreich (24.).
Ihrerseits reagierte Großauheim sichtlich nervös und erlaubte sich mehr Abspielfehler. Die Möglichkeiten für die Frankfurterinnen häuften sich und in der 33. Minuten kamen sie durch Laura Krüger zum 3:4.Das Spiel schien jetzt zu kippen und die Eintracht drängte vehement auf den Ausgleich. Einzig die Chancenauswertung war wieder zu bemängeln, wie letzte Woche gegen die TSG Neu-Isenburg, wo man gute Einschussmöglichkeiten leichtfertig vergab. So kam es dann, wie es kommen musste, mit dem letzten Angriff in der ersten Halbzeit erzielte Großauheim durch Heberer (45.) seinen fünften Treffer. Eine vermeidliche Abseitsposition vermochte der ansonsten gut aufgelegte Schiedsrichter nicht zu erkennen.Die zweite Halbzeit begann wie die erste, die Frankfurterinnen liefen dem Spiel und Gegner hinterher. Die überragende Heberer baute die Führung mit ihrem vierten Tor zum 6:3 (47.) aus. In der Folge waren die Frankfurterinnen bemüht das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Umso erstaunlicher waren die Treffer fünf und sechs von Heberer in der 61. und 64. Minute. Wiesinger: „Da haben wir alle geschlafen und uns auf die Mitspielerin verlassen.“Die Eintracht zeigte Moral und war nun um eine Ergebniskosmetik bemüht. Am Ehrgefühl gepackt, erspielte man sich Torchance um Torchance, ließ jedoch gute Möglichkeiten aus, den Abstand zu verkürzen. Der leidenschaftliche Einsatz wurde erst in der 83. Minute belohnt, ein Foul an Leonie Günther verwandelte Laura Krüger zum 4:8-Endstand.Wiesingers Fazit: „Ein Spiel dauert 90. Minuten. Letzte Saison haben gute 30 Minuten gelangt, um die Gegner zu besiegen. Die Mannschaft muss jetzt lernen über 90 Minuten guten Fußball zu spielen, um Mannschaften wie Großauheim zu schlagen! Aber ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie legt eine große Leidenschaft und einen unbändigen Siegeswillen an den Tag. Jetzt müssen wir im Training noch intensiver an uns Arbeiten."Für die Eintracht spielten: Chiara Saborito, Julia Brenner, Giuliana Ziller, Jenny Richter (46. Tereza Gebreslassia), Kristina Dujmovic, Tanja Krumpfert, Katharina Saal, Romy Weinreich (74. Linda Duerden), Julia Schmidt (32. Anne Kaps), Laura Krüger, Leonie Günther.

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