Für die U17-Juniorinnen ging es am Samstag ins Topspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Achtelfinale des DFB-Pokals konnten die Mädels aus dem Alltag in der C-Junioren Kreisliga ausbrechen und sich nach langer Zeit mit einem B-Juniorinnen-Team auf höchstem Niveau messen. Das Spitzenspiel hielt, was es versprach. Die Zuschauer erlebten ein echtes Auf und Ab mit glücklichem Ausgang für die Eintrachtlerinnen.
Bitterer Ausgleich in letzter Minute
Von Beginn an starteten die Adlerträgerinnen souverän in die Partie und übernahmen die Oberhand. Dafür belohnten sie sich schnell. In der 16. Spielminute traf Nina Franco zur 1:0-Führung. Auch danach dominierten die Schützlinge von Trainer Wolfgang Schmidt das Duell. Trotz Chancenplus aufseiten der Eintracht ging es lediglich mit einer knappen und schmeichelhaften 1:0-Führung in die Pause.
In der zweiten Halbzeit legten die Mädels dann nochmal einen perfekten Start hin und erhöhten in der 39. Spielminute auf 2:0. Die Ecke von Tuana Ecevitici landete im Getümmel vor dem Kasten des Clubs, wo die gegnerische Torhüterin zwar noch an die Kugel kam, diese aber nicht mehr entscheidend umlenken konnte. Mit der deutlichen Führung im Rücken wurde das Spiel zunächst etwas ruhiger. In der Schlussphase ging es jedoch noch einmal heiß her. Der 1. FC Nürnberg witterte, dass die Eintrachtlerinnen sich ihres Sieges ein wenig zu sicher waren und spielte nochmal richtig auf. In der 70. Spielminute gelang ihnen der Anschlusstreffer durch einen Fernschuss. Das beflügelte den Gegner, sodass es in der Nachspielzeit tatsächlich zum 2:2-Ausgleich kam (80.+3).
An Spannung kaum zu übertreffen
Für die Teams ging es in die Verlängerung, in der die Mannschaft mit dem Adler auf der Brust dem Gegner wieder ihr Spiel aufzwang. Nicht nur die Bank brachte ordentlich Stimmung in die Partie, auch den Spielerinnen selbst war der Wille anzusehen. Trotz einiger Hochkaräter blieb es jedoch auch nach der Verlängerung beim Unentschieden, das Elfmeterschießen folgte.
Im Showdown lagen die Eintrachtlerinnen zunächst vorne – eine Spielerin des Clubs jagte den Ball über das Tor. Doch den Vorteil behielten die Adlerträgerinnen nicht lange auf ihrer Seite, denn der vierte Versuch der Juniorinnen wurde von der gegnerischen Torhüterin Sophie Geuder souverän gehalten. Es sollte sich im letzten Elfmeter entscheiden. Nachdem Victoria Sehr gekonnt verwandelte, lag es nun in den Händen von Schlussfrau Franziska Kathke, die all ihren Willen zusammennahm und den letzten Schuss der Nürnbergerinnen tatsächlich parierte. Dem Jubel im Anschluss war keine Grenzen gesetzt.
Der Kampf war sensationell.
Wolfgang Schmidt, Trainer
Auch bei Trainer Wolfgang Schmidt kochten die Emotionen nach der Partie am über: „Wahnsinn, was ein Ding, das ist wie bei den großen Profis. Wir führen 2:0, haben den Sieg eigentlich im Sack, aber da kann man letztlich man nie sagen, ‚das Ding ist dicht‘. Nach dem 2:2 müssen wir besser verteidigen. Aber was will man den Spielerinnen vorwerfen, die können ja nicht 80 Minuten alles perfekt machen.“ Auf sein Team ist der Übungsleiter mehr als stolz: „Der Kampf war sensationell. Man kann 50 Geschichten aus diesem Spiel erzählen und die schönste ist natürlich, dass Franzi das Ding am Ende rausholt.“ Für die Mannschaft geht es nun ins Viertelfinale. Bereits am 13. Dezember erfahren die Mädels, wer der kommende Gegner wird. Auf die Partie müssen sie allerdings noch eine Weile warten. Die nächste Runde ist erst am 8. März angesetzt.
1.FC Nürnberg - Eintracht Frankfurt 5:6 n.E. (2:2)
Nürnberg: Geuder – Lechner (80.+1 Lodermeyer), Chirinos (51. Büttner), Fähnrich, Sandbichler (53. Vahsen), Wunderlich (74. Haupeltshofer), Stachowski, Deuber, Grau (58. Schuster), Bittner, Büyük
Eintracht: Kathke – Seifert, Ferdek (41. Geiger), Sehr, Sarac, Thiele, Waller, Ecevitci, Abajiou (53. Alickovic) (78. Nur Balta), Franco, Kilian (53. Altmann) (74. Moch)
Tore:
0:1 Nina Franco (16.)
0:2 Sophie Geuder (39.)
1:2 Laura Vahsen (70.)
2:2 Emma Lechner (80.+3)