18.01.2023
Frauen

Offensivspektakel wird belohnt

Beim zweiten Testspiel während des Trainingslagers der Eintracht Frauen zeigt das Team gegen den VfL Wolfsburg eine starke Leistung und siegt 3:2 (1:1).

Tag fünf im Trainingslager der Eintracht Frauen an der Algarveküste und nach dem 4:1-Sieg über Eindhoven der zweite Test für das Team von Niko Arnautis: Gegen den aktuellen Tabellenführer der Liga, den VfL Wolfsburg, gab es nach einer starken Offensivvorstellung einen 3:2 (1:1)-Sieg.

Im Estádio de Vila Real de Santo António musste Frankfurt wegen leichter muskulärer Probleme auf Dilara Acikgöz, Sara Doorsoun und Shekiera Martinez verzichten, Leonie Köster wurde wegen Rückenproblemen geschont. Nach dem ersten VfL-Vorstoß gelang der SGE die erste Chance: Lara Prasnikar steckte den Ball durch auf Nicole Anyomi, die ans Außennetz schoss (2.). Die Hessinnen gingen offensiv mutig in die Partie, eroberten in der Anfangsphase früh die Bälle und erarbeiteten sich mit tiefen Bällen erste Möglichkeiten. Aber auch der VfL kam dem SGE-Tor zwar seltener, aber durchaus gefährlich, wie beim Kopfball von Pauline Bremer (10.), nahe.

Nachdem vor einigen Urlaubern als Zuschauer Torraumszenen Mangelware waren, verstolperte die Stürmerin aus aussichtsreicher Position (26.). Ex-Frankfurterin und VfL-Kapitänin Svenja Huth verzog für die Wölfinnen knapp (34.). Wolfsburg wurde nach mehr Spielanteilen für die Eintracht in der ersten halben Stunde dominanter und hatte durch die Isländerin Sveindis Jonsdottir die größte Chance vor der Pause, doch Stina Johannes verhinderte den Gegentreffer (40.). Die SGE-Keeperin war aber kurz darauf chancenlos, nachdem sie erneut gegen Pia Wolter bravourös hielt, Bremer die Latte traf und anschließend Wolter den Ball noch über die Linie schieben konnte (41.). Doch die Antwort kam promt: Prasnikar bediente Géraldine Reuteler perfekt und die Schweizerin blieb vor Ex-Frankfurterin Merle Frohms cool (44.); 1:1 zur Pause.

Mehr Chancen kurz nach dem Seitenwechsel

Wolfsburg hatte im zweiten Durchgang per direktem Freistoß von Dominique Janssen (51.) die erste Chance, bevor Reuteler alleine aufs VfL-Tor zulief, den Ball aber am langen Eck vorbeilegte (52.). Die eingewechselte Laura Freigang tat es ihr gleich, Reuteler hatte quergelegt (58.). Ein Schuss der Schweizer Nationalstürmerin (63.) konnte nur von der eingewechselten VfL-Keeperin Katarzyna Kiedrzynek über die Latte gelenkt werden. Der amtierende Deutsche Meister hätte sich nicht über einen Rückstand beschweren können. Die Frankfurterinnen spielten erfrischend offensiv und variantenreich und nutzten einen Fehler der polnischen VfL-Keeperin nach einem guten Sololauf von Nicole Anyomi zum 2:1 (65.).

Wolfsburg konnte nur wenige Offensivakzente nach der Pause setzen, die Adlerträgerinnen lauerten und setzten einige Nadelstiche: Reuteler traf erst die Latte und konnte im zweiten Versuch zum 3:1 abschließen (75.). Doch nun antwortete Wolfsburg mit dem Anschlusstreffer von Dominique Jansen nach Ecke (78.), kurz darauf blockte Sophia Kleinherne einen Schuss von Ewa Pajor, die zudem noch einmal den Pfosten traf (81.). Verena Hanshaw rettete auf der Linie (84.). Nun war das Glück auf Eintracht-Seite, der VfL hatte Chance auf Chance. Die Frankfurter Defensivreihe hielt dem Dauerdruck aber Stand und rettete den Vorsprung nicht unverdient über die Zeit.

Niko Arnautis sagte nach dem Spiel: „Ich bin überglücklich, man muss bedenken, dass wir intensive Tage hinter uns haben. Es macht mich stolz, was die Mädels heute an Metern abgespult haben. Ich finde, wir haben verdient gewonnen. Wolfsburg hat in der Schlussphase nochmal Druck gemacht, gerade durch Standardsituationen. Aber wir hatten zuvor einige Möglichkeiten, gerade nach der Pause, herausgespielt. Schon damit bin ich bei solch einem Top-Gegner zufrieden, denn am Ende müssen auch mal drei Tore reichen. Trotzdem arbeiten wir natürlich auch weiter an der Effektivität.“ Die Adlerträgerinnen befinden sich noch bis zum Samstag im Trainingslager, am Samstag, 28. Januar, wird um 15 Uhr gegen Bayer 04 Leverkusen getestet.

So spielte die SGE

Johannes (69. Bösl) – Küver (85. Veit), Kleinherne, Kirchberger (46. Feiersinger), Hanshaw – Pawollek, Nüsken, Dunst (89. Steck), Reuteler – Anyomi, Prasnikar (46. Freigang).

So spielte Wolfsburg

Frohms (46. Kiedrzynek) – Wilms (46. Wedemeyer), Janssen, Hendrich (62. Blumenberg), Rauch (62. Hegering) – Demann (46. Waßmuth), Huth, Wolter (46. Pajor) – Bremer (46. Brand), Blomqvist (70. Oberdorf), Jonsdottir (46. Starke).

Tore

0:1 Wolter (41.)

1:1 Reuteler (44.)

2:1 Anyomi (65.)

3:1 Reueteler (74.)

3:2 Janssen (78.)

Schiedsrichter

Tiago Cordeiro

Zuschauer

40

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