18.11.2020
Frauen-Bundesliga

Motiviert, gegen die Wölfinnen zu überraschen

Als Außenseiter möchten die Adlerträgerinnen im TV-Spiel am Freitag gegen den in der Liga unter Druck geratenen VfL Wolfsburg für eine Überraschung sorgen.

Für die Frankfurter Eintracht steht nach dem Klassiker gegen Turbine Potsdam am vergangenen Freitag (0:1) das nächste Highlightspiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga an. Am 10. Spieltag der Saison 2020/21 spielen die Adlerträgerinnen beim amtierenden Doublesieger und Champions-League-Finalisten VfL Wolfsburg. Auch dieses Top-Spiel am Freitag, 20. November, wird ab 19.15 Uhr live aus dem AOK-Stadion von Eurosport und Magenta Sport übertragen.

SGE-Trainer Niko Arnautis sagt: „Rückblickend war die 0:1-Niederlage gegen Potsdam als Auftakt der kommenden Wochen für uns enttäuschend gewesen. Wir haben sie aber ausführlich analysiert, angesprochen, was nicht optimal war und richten nun den Fokus klar auf die schwere Aufgabe beim VfL Wolfsburg.“ Sein Team müsse nun in Wolfsburg im Spiel gegen, aber auch mit dem Ball konsequenter und effektiver sein und „auch in Punkto Zweikampfführung eine Schippe drauflegen“.

Wölfinnen unter Druck

Die Mannschaft des VfL von Trainer Stephan Lerch hat als Tabellenzweiter mit derzeit 22 Zählern fünf Punkte Rückstand auf den FC Bayern München. Die Wölfinnen verloren am vergangenen Sonntag die Spitzenpartie in München 1:4; nach dem 1:1 gegen Freiburg bereits der zweite Punkteverlust. Acht Gegentore nach neun Spieltagen – so viele Gegentreffer hatte der Klub aus Niedersachsen in der vergangenen Saison insgesamt hinnehmen müssen. Für Eintracht-Coach Niko Arnautis bleibt der VfL trotzdem Favorit: „Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit viel individueller Qualität, auch wenn momentan die eine oder andere Spielerin angeschlagen fehlt und sie nach dem 1:4 in München etwas unter Druck geraten ist. Wolfsburg ist herausragend, auf allen Positionen mit Nationalspielerinnen bestückt und die Erfolge in den vergangenen Jahren sprechen für sich. Wir gehen als Underdog ins Spiel – aber man weiß ja nicht, was in 90 Minuten alles passieren kann.“
 

Wir gehen als Underdog ins Spiel – aber man weiß ja nicht, was in 90 Minuten alles passieren kann.

Trainer Niko Arnautis

Die Gesamtbilanz spricht mittlerweile für den VfL, der 17 der 37 direkten Duelle für sich entschied, 16 davon in der Frauen-Bundesliga. Die Frankfurterinnen gewannen im deutschen Oberhaus zwölf Mal. Im Sommer verlor die SGE ein Vorbereitungsmatch gegen den VfL 2:5. Und in der vergangenen Spielzeit gab es aus hessischer Sicht eine 0:3-Heim- und eine 1:5-Auswärtsniederlage. Den FFC-Treffer erzielte Laura Freigang, die aktuell mit zehn Toren an der Spitze der Torjägerinnenliste steht. Die Top-Torschützin der Saison 2019/20, Pernille Harder, wechselte im Sommer nach ihren 27 Treffern vom VfL Wolfsburg zum FC Chelsea.

„Sich mit den Besten zu messen, ist ein Ansporn“

„Wolfsburg hat gute Individualspielerinnen, die aber auch sehr gut als Team funktionieren. Gegen sie haben wir uns – genau wie der Rest der Liga – immer schwergetan. Aber das Ergebnis gegen die Bayern am vergangenen Sonntag hat gezeigt, dass auch Wolfsburg diese Saison schlagbar ist“, erzählt die SGE-Stürmerin und Nationalspielerin Laura Freigang, die es motiviert, gegen Top-Teams anzutreten: „Dass man sich individuell und als Mannschaft mit einer der besten Mannschaften Europas messen kann, das ist ein echter Ansporn. Wir haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen. Mir als Stürmerin macht es natürlich immer Spaß, mich mit den besten Verteidigerinnen der Liga und Europas zu messen und zu schauen, was ich erreichen kann. Aber vor allem würde ich mich freuen, wenn ich der Mannschaft mit einem Tor helfen könnte.“ Ihrem Trainer, dem voraussichtlich derselbe Kader wie am vergangenen Freitag zu Hause gegen Turbine Potsdam zur Verfügung stehen wird, wäre das nur recht und betont: „Wir brauchen eine außergewöhnliche Leistung und müssen uns das Spielglück hart erarbeiten, um für eine Überraschung sorgen zu können.“

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