02.09.2021
Frauen-Bundesliga

Mit Schwung in den Breisgau

Beim Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg möchte das Team von Niko Arnautis am Sonntag die positive Stimmung vom Auftaktsieg mitnehmen.

„So macht Fußball Spaß“, blickt Cheftrainer Niko Arnautis auch einige Tage nach dem Saisonauftakt gegen den SC Sand positiv auf das erste Heimspiel. Und das nicht nur, weil sein Team einen Sieg und die ersten drei Punkte der Saison in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga einfahren konnte, die Adlerträgerinnen durften sich auch über die Rückkehr der Fans im Stadion am Brentanobad freuen. „Es hat sich wieder wie echter Fußball angefühlt und die letzten Prozente aus uns herausgeholt“, sagt Arnautis, seine Spielführerin Laura Feiersinger sieht das ähnlich: „Es ist toll, die Fans wieder im Rücken zu spüren. Man nimmt sie wahr, wenn man gute Aktionen hat, aber auch bei schlechten Aktionen; und das pusht einen schon noch mehr.“ – „Nach der langen Zeit war es ein besonderes Gefühl, das wir alle genossen haben“, erklärt Arnautis. Mitnehmen möchte sein Team dieses Gefühl deshalb auch in den Breisgau, genauer gesagt ins Möslestadion. Denn dort steht am Sonntag, 5. September, um 13 Uhr beim SC Freiburg das erste Auswärtsspiel der Saison an. Magenta Sport überträgt die Partie live.  

Es ist eine besondere Ehre, die Mannschaft als Spielführerin zu führen. Laura und ich haben schon gesagt, dass wir Tanja so gut wie möglich vertreten und ich hoffe, dass uns das gut gelingt.

Laura Feiersinger

Für Feiersinger war die Partie gegen Sand das erste Pflichtspiel als Kapitänin, die sich in Abwesenheit der Kreuzbandverletzten Tanja Pawollek das Amt mit Laura Freigang alle zwei Spiele im Wechsel teilt: „Es ist eine besondere Ehre, die Mannschaft als Spielführerin zu führen. Das durfte ich bereits in den Vorbereitungsspielen sein, bei einem richtigen Spiel ist es aber nochmal etwas anderes. Laura und ich haben schon gesagt, dass wir Tanja so gut wie möglich vertreten und ich hoffe, dass uns das gut gelingt.“

Junge Talente und ein schmerzlicher Abgang

Zwar mit demselben Ergebnis wie die SGE gegen Sand auf dem Spielberichtsbogen, allerdings mit einer Niederlage startete der Gegner SC Freiburg in die neue Saison. Gegen den Champions-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim gingen die Freiburgerinnen zunächst in Führung, kassierten in der zweiten Halbzeit aber noch zwei Gegentore. Mit Blick auf das ambitionierte Startprogramm des Sportclubs mit Partien gegen den FC Bayern München und Vizemeister VfL Wolfsburg möchte man in Freiburg das erste Heimspiel gegen die Eintracht gerne nutzen, um neben den ersten Punkten auch das nötige Selbstbewusstsein zu sammeln.

Zuversicht hat man in Baden aber auch dadurch sammeln können, dass nach den Umbrüchen in den vergangenen Jahren dem Trainerteam um Daniel Kraus zur aktuellen Saison nahezu alle Leistungsträgerinnen weiter zur Verfügung stehen. Einzig der Abgang von Nationalspielerin Sandra Starke, die sich dem VfL Wolfsburg angeschlossen hat, schmerzt die Freiburgerinnen, die dafür ihr junges Team durch weitere Talente, vorrangig aus der Schweiz, ergänzt haben.

 

Uns erwartet ein Gegner mit einer dynamischen und talentierten Mannschaft.

Cheftrainer Niko Arnautis

„Wir werden eine Top-Leistung brauchen“

Wie schwer die Freiburgerinnen der SGE das Leben machen können, bewiesen sie in der vergangenen Saison, die sie punktgleich mit der Eintracht auf dem siebten Tabellenplatz beendeten. In der Hinrunde mussten sich die Hessinnen 0:1 geschlagen geben, waren dafür in der Rückrunde aber gleich zweifach siegreich: Zunächst mit einem 2:1, das der SGE das Ticket für das DFB-Pokalfinale sicherte, kurz darauf in der Liga mit einem 3:0. Auch in der Historie hat die SGE statistisch gesehen die Nase vorne. Von 40 Bundesliga-Partien verließen die Frankfurterinnen 24 Mal als Siegerinnen den Platz und erzielten dabei rund drei Mal so viele Tore wie der Sportclub. Neun Mal gewann der SC Freiburg.

 „Uns erwartet ein Gegner mit einer dynamischen und talentierten Mannschaft“, analysiert Trainer Niko Arnautis die Stärken des Gegners und ergänzt: „Auch gegen Hoffenheim hat der SC Freiburg trotz der Niederlage ein gutes Spiel gezeigt. Wir werden deshalb wie in den vergangenen Jahren eine Top-Leistung brauchen. Aber wir wollen an unsere gute Leistung vom ersten Spieltag anknüpfen und ein weiteres positives Erlebnis schaffen.“ Verzichten muss die SGE weiterhin auf Nicole Anyomi, Tanja Pawollek, Géraldine Reuteler und Lea Schneider. Ob Letícia Santos nach ihrer Quarantäne und dem Team-Trainingsrückstand schon wieder bereit für einen Einsatz ist, entscheidet sich Ende der Woche.

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