26.09.2021
DFB-Pokal Frauen

Mit 5:0 in die nächste Runde

Frankfurt zieht mit einem 5:0 (1:0)-Sieg über den Zweitligisten aus Franken souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein, verpasst aber eine Halbzeit lang, Tore zu schießen.

Endete die Reise im DFB-Pokal der Frauen im ersten Jahr unter dem Adlerdach Ende Mai mit einem grandiosen Auftritt im Finale in Köln, in dem sich die SGE 0:1 nach Verlängerung gegen Seriensieger VfL Wolfsburg geschlagen geben musste, begann die Reise dieser Pokalsaison mit einem 5:0 (1:0)-Sieg über Zweitligist 1. FC Nürnberg in der 2. Hauptrunde.

Cheftrainer Niko Arnautis stellte nach der Länderspielpause seine Startelf auf einigen Positionen um: Im Tor startete Cara Bösl, Letícia Santos,Verena Hanshaw und Siri Worm verteidigten in der Viererkette neben Sophia Kleinherne. Statt Nationalspielerin Sjoeke Nüsken startete die Schweizerin Sandrine Mauron im defensiven Mittelfeld und Alexandra Johannsdottir beackerte die rechte Außenbahn. Den ersten Vorstoß hatten zwar die Frankfurterinnen, doch die Clubfrauen schossen den ersten Freistoß an die Latte (4.). Die forschen Fränkinnen versteckten sich zu Hause auf dem Max-Morlock-Platz nicht, sondern suchten ihr Glück in offensiven und mutigen Vorstößen. Doch das Spiel kippte zugunsten der Adlerträgerinnen: Shekiera Martinez legte den Ball aus Rücklage nach feinem Dribbling von Laura Freigang über die Querlatte (9.), Lara Prasnikars Schuss wurde gehalten (12.), bevor Martinez' Kullerball beinahe vom Pfosten ins Tor rollte (13.) - die spielerische Qualität setzte sich durch. Nach rund einer Viertelstunde war es soweit: Laura Freigang erzielte die Führung nach einem Querpass von der linken Seite (16.). Die Partie verlagerte sich in die Hälfte der Gastgeberinnen, die Gäste aus Hessen waren sich nie zu schade, die Bälle auch tief aus der eigenen Hälfte aufzunehmen und mit gezieltem Kombinationsspiel nach vorne zu treiben. Die Torschützin hatte das 2:0 auf dem Fuß doch die Flanke traf die deutsche Nationalstürmerin nicht genau genug (36.).

Tore fallen nach der Pause

Weniger zögerlich, dafür mit mehr Schnittstellenpässe kamen die Adlerträgerinnen aus der Kabine auf den Rasen: Nürnbergs Torfrau Lea Paulick verhinderte per Fußabwehr das 0:2 durch Freigang (50.). Angetrieben vor einer insgesamt tollen Fankulisse am Sportplatz Valznerweiher erspielte sich die SGE ein immer deutlicheres Übergewicht - und erzielte anders als im Durchgang eins auch die Tore: Sandrine Mauron drosch nach einer Ecke die Kugel in die Maschen (55.), bevor Frankfurts isländische Nationalspielerin Alexandra Johannsdottir zum 3:0 einschob (58.). Stürmerin Lara Prasnikar hatte wenig Gegenwehr beim vierten SGE-Treffer (66.). Frankfurt nutzte seine Chancen besser und spielte seine Angriffe entschlossener aus, während dem Zweitligisten mit zunehmender Spieldauer sichtlich die Luft ausging. Laura Freigang erhöhte nach Vorlage von Martinez in den Schlussminuten noch auf 5:0 (81.).

Die Nürnbergerinnen konnten in der Schlussphase den Gästen aus Hessen nur noch wenig entgegensetzen, während die SGE mit weiteren Treffern das Ergebnis mit etwas mehr Konzentration und Genauigkeit in den Abschlüssen nicht unverdient in die Höhe hätte schrauben können. Der Einzug in die nächste Runde stand allerdings ohnehin fest.

Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird am Sonntag, 3. Oktober, um 18 Uhr ausgelost. Bereits am Samstag, 2. Oktober, spielen die Adlerträgerinnen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga auswärts bei der TSG Hoffenheim. Um 16 Uhr im Dietmar-Hopp-Stadion will die SGE den vierten Saisonsieg einfahren.

So spielte die SGE

Bösl – Santos (62. Köster), Kleinherne (67. Steck), Worm, Hanshaw (62. Matheis) – Mauron, Johannsdottir, Dunst (62. Hechler), Freigang – Martinez, Prasnikar (73. Feiersinger).

So spielte der 1. FC Nürnberg

Paulick – May, Rippberger (59. Drescher), Salfelder (75. Hein), Thöle – Bauereisen (87. Schramm), Burkard (87. Stachowski), Richert, Mai, Lein – Urbanek (46. Kusch).

Schiedsrichterin

Karoline Wacker (München)

Tore

0:1 Freigang (16.)
0:2 Mauron (55.)
0:3 Johannsdottir (58.)
0:4 Prasnikar (66.)
0:5 Freigang (81.)

Zuschauer

311

Gelbe Karten

Mai -

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