12.11.2021
Frauen-Bundesliga

„Man hat gesehen, dass wir Spaß hatten“

Niko Arnautis und Doppeltorschützin Barbara Dunst freuen sich neben einer starken Leistung auch über sechs schöne Tore - auch wenn die Verletzung von Camilla Küver die Freude über den Sieg trübt.

Cheftrainer Niko Arnautis: Die Verletzung von Camilla schmerzt uns sehr. Wir wünschen gute Besserung und zeigen deutlich, dass wir als Mannschaft zusammenstehen. Sportlich haben wir heute ein von Anfang an einseitiges Spiel gesehen, in dem der Gegner versucht hat, mit einem kompakten Spiel und Konterchancen gefährlich zu werden. Wir haben es aber über weite Strecken sehr gut gelöst und sehr schöne Tore erzielt. Nach acht Spielen haben wir jetzt 18 Punkte und damit schon vier Punkte mehr als in der vergangenen Hinrunde. Ich kann der Mannschaft deshalb für die vergangenen Monate nur ein großes Kompliment aussprechen. Ein solches Spiel so anzunehmen – gerade nach den Highlightspielen – zeigt, dass wir gereift sind. Auch die Einwechselspielerinnen, die heute Spielpraxis sammeln konnten, haben es sehr gut gemacht. Jetzt kommen nochmal harte Wochen vor Weihnachten auf uns zu, beginnend mit dem Spiel am Sonntag gegen Leverkusen. Zuerst haben sich die Mädels aber mal zwei freie Tage verdient.

Barbara Dunst, Torschützin zum 1:0 und 5:0: Das Ergebnis ist heute absolut verdient, auch in der Höhe. Es waren sechs schöne Tore. Wir haben es geschafft, den Gegner bis zur 90. Minute ins Laufen zu bringen und die Räume zu bespielen. Ich habe mich schon sehr darüber gefreut, dass es heute geklappt hat mit meinen ersten beiden Bundesligatoren in dieser Saison. Man hat gesehen, dass es uns heute Spaß gemacht hat, auf dem Platz zu stehen. Das Selbstbewusstsein müssen wir uns für die nächsten Spiele beibehalten. Die Verletzung von Camilla überschattet unseren Sieg allerdings natürlich. So richtig freuen können wir uns aktuell eigentlich nicht.

Sophia Kleinherne: Mich freut sehr, dass wir uns hier zu Hause wieder belohnen konnten, auch wenn die Stimmung getrübt ist. Wir drücken alle ganz fest die Daumen für Camilla, dass sie sich nicht schlimmer verletzt hat. Man kann uns keinen Vorwurf machen, dass wir uns nach der Verletzungspause ein paar Minuten haben hängen lassen. Wir haben danach irgendwann noch einmal zurück ins Spiel gefunden, sechs Tore hier zu Hause geschossen und die Null gehalten. Von daher war es ein sehr gelungener Tag. Gegen Leverkusen erwartet uns wieder ein ganz anderes Spiel. Wir treffen auf unsere direkte Konkurrenz und müssen deshalb in dieser Woche sehr diszipliniert arbeiten, um uns auch da belohnen zu können. Wir sind super drauf, deshalb bin ich sehr optimistisch. 

Siegfried Dietrich, Sportdirektor Frauen: Der klare Sieg über Jena und 18 Punkte nach acht Liga-Spielen zeigen einmal mehr, dass wir unseren mit dem Saisonstart begonnenen Weg nachhaltig fortsetzen und uns direkt nach den Highlightspielen gegen Bayern und Wolfsburg unbedingt weiter belohnen wollten. Nicht zuletzt die schönen Tore und der über weite Strecken konsequente und offensiv attraktive Spielstil haben auch unsere tollen Fans im Stadion am Brentanobad überzeugt und es war schön zu erleben, wie unsere Mannschaft in Adler-Manier angefeuert und gefeiert wurde! Ganz bitter ist natürlich die Knieverletzung von Camilla Küver, die den starken Auftritt überschattet hat. Wir wünschen Camilla alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung!

Anne Pochert, Trainerin des FC Carl Zeiss Jena: Das Ergebnis ist extrem bitter. Wir haben uns durchaus mehr vorgenommen und wollten lange dagegenhalten. Wir haben aber dann mit dem Frankfurter 1:0 ein Traumtor gegen uns bekommen und sind einem Rückstand hinterhergelaufen. Dann ging es sehr flott. Frankfurt war uns heute einfach spielerisch überlegen und hat uns hinten komplett auseinander genommen. Das Positive ist, dass wir in der zweiten Hälfte nicht komplett eingebrochen sind und versucht haben, noch Nadelstiche nach vorne zu setzen. Am Ende hat es aber einfach nicht gereicht. Das müssen wir erstmal verarbeiten, werden uns aber nicht aufgeben und nächste Woche wieder neu anzugreifen. 

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