29.08.2021
Frauen-Bundesliga

„Macht Mut für die nächsten Wochen“

Freude über die Fans, einen verdienten Sieg, aber mit leichter Kritik: Trainer Niko Arnautis, Doppeltorschützin Laura Freigang und Kapitänin Laura Feiersinger sind sich nach dem 2:1-Sieg über den SC Sand einig.

Cheftrainer Niko Arnautis: In den ersten Minuten hat man gemerkt, dass wir erst einmal reinkommen müssen und dass eine gewisse Nervosität beim ersten Spiel da ist. Es war ja zudem die erste Partie seit langem wieder mit Zuschauern, endlich! Die Mannschaft hat aber über 90 Minuten klar dominiert und eine Vielzahl an großen Torchancen gehabt. Wir müssen allerdings lernen, so ein Spiel konsequent und früh zu entscheiden, indem wir kein Gegentor mehr bekommen oder selbst ein drittes Tor nachlegen. Das 1:2 ist passiert, aber ich habe davor und danach keine großen Chancen von Sand gesehen. Wir sind sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Das war Power-Fußball und sehr leidenschaftlich: Die Mannschaft hat sich zurecht mit drei Punkten belohnt. Dieser Auftakt macht Mut für die nächsten Wochen. Was das Thema Chancenverwertung anbelangt, mache ich mir keine Sorgen. Wir haben bei den Testspielen schon gezeigt, dass wir uns weiterentwickeln. Bei einer Mannschaft, die so tief wie Sand verteidigt, musst du dir auch erstmal so viele Torchancen erspielen. Das zeigt, wie dominant und kreativ wir gespielt haben. Zudem war es mal wieder sehr schön, heute endlich wieder vor Fans zu spielen. Für die kommenden Wochen planen wir, dass wir unseren Fußball beschleunigen und an den Details, Effektivität und der Flexibilität arbeiten. Die Mannschaft nimmt alles gut an und es macht Spaß, das zu sehen und mitzuerleben.

Doppeltorschützin Laura Freigang: Drei Punkte geholt zu haben, ist großartig, auch wenn wir am Ende noch ein Gegentor bekommen haben, was wir vermeiden wollten. Aber jetzt haben wir die drei Punkte zum Auftakt, da ist der Rest egal. Insgesamt hätten wir in der zweiten Halbzeit unsere eigenen Chancen besser nutzen müssen, dann wäre es am Ende nicht so eng geworden. Es war unser erstes Spiel, viele von uns waren aufgeregt und wir haben uns etwas schwer getan, reinzukommen. Letztlich waren wir aber überlegen und haben verdient gewonnen. Vor dem 1:0 war es ziemlich wirr, ich habe eigentlich nur Beine gesehen. Das Tor habe ich auch nicht ganz gesehen, ich habe einfach versucht, in die Richtung zu schießen, und das hat geklappt. Merle ist nach ihrem Patzer schwer zu trösten wieder, aber man muss bedenken, wie viele wichtige Paraden sie schon für uns gezeigt hat! Der Fakt, dass wir gewonnen haben, beruhigt Merle ein wenig. Sie ist extrem ehrgeizig und ärgert sich über solche Fehler immer unglaublich. Aber wir bauen sie auf und wissen, was für ein starker Rückhalt sie ist. 

Kapitänin Laura Feiersinger: Es war heute ein tolles Gefühl, als Kapitänin auf dem Platz zu sein. Ich versuche, das Bestmögliche für die Mannschaft herauszuholen und sie zu führen. Ich teile mir die Rolle der Vizekapitänin mit Laura Freigang alle zwei Spiele abwechselnd Am Anfang der Partie haben wir ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, haben uns dann in der ersten Hälfte aber immer mehr gefunden. Wir haben die Chancen super herausgespielt. Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat uns ein wenig gefehlt, da haben wir uns nicht ganz belohnt. Natürlich haben wir das eine oder andere Spiel in der Art auch noch von der vergangenen Saison im Kopf, aber viele Mädels haben dazugelernt. Wir haben uns nach dem 2:0 etwas zu sicher gefühlt, das darf uns in Zukunft nicht mehr passieren. Da müssen wir konsequent bleiben und dürfen nichts mehr zulassen. Wir haben viele Spielerinnen, die gut mit dem Ball umgehen können, gut in die Räume gehen und ein gutes Auge haben. Wir haben heute auf jeden Fall gemerkt, dass wir Teil der Eintracht sind. Durch die Zuschauer ist es zudem ein ganz anderes Gefühl zu spielen, das bringt uns alle definitiv weiter!

Matthias Frieböse, Trainer des SC Sand: Direkt nach dem Spiel überwiegt natürlich die Enttäuschung. Wir haben die Gegentore recht einfach bekommen, gleichzeitig war Frankfurt fußballerisch die bessere Mannschaft. Ich glaube, man hat aber die Identität des SC Sand auf dem Platz gesehen, vor allem defensiv. Was heute ein bisschen gefehlt hat, war die Offensive und damit die Entlastung. So fahren wir enttäuscht nach Hause. Wenn wir aber auf dieser Leistung aufbauen und offensiv noch durchschlagskräftiger und zielstrebiger werden, dann war das heute, auch wenn wir verloren haben, ein ordentlicher Auftritt. Am Anfang hat uns vielleicht auch das nötige Spielglück gefehlt. Aber unter dem Strich geht der Sieg in Ordnung und wir können Frankfurt zu einer guten Leistung und den drei Punkten gratulieren. 

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