16.03.2022
2. Frauen-Bundesliga

Knappe Heimniederlage gegen Nürnberg

Beim Comeback von Tanja Pawollek kämpfen sich die Zweitliga-Frauen der Eintracht zwar nach Rückstand in die Partie, unterliegen dem 1. FC Nürnberg im Nachholspiel aber letztlich knapp mit 1:2 (0:1).

Nach zwei Auswärtssiegen in Folge müssen sich die Zweitliga-Frauen der Eintracht im ersten Heimspiel des Jahres knapp 1:2 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg geschlagen geben. Beim Comeback von Tanja Pawollek, die zum ersten Mal seit ihrem Kreuzbandriss im DFB-Pokalfinale Ende Mai 2021 wieder bei einem Spiel auf dem Platz stand und bis zur 62. Minute mitwirkte, gerieten die Adlerträgerinnen zwar doppelt in Rückstand, kämpften sich aber in die Partie. Der durchaus verdient gewesene Ausgleich blieb nach einem Anschlusstreffer allerdings aus. 

Als erstes in Szene setzen konnte sich am Mittwochabend im Stadion am Brentanobad Bundesliga-Torhüterin Hannah Johann, die bereits in der zweiten Spielminute einen Abschluss von Kerstin Bogenschütz aus zentraler Position über den Kasten lenkte. Insgesamt waren die Gäste in der Anfangsphase das etwas präsentere Team, das durch einige Ungenauigkeiten der Adlerträgerinnen die ersten offensiven Aktionen zeigten. Die Frankfurterinnen sammelten zwar über viel Ballbesitz im Laufe der ersten Halbzeit mehr Sicherheit und Ruhe am Ball, trotzdem gelang es den Nürnbergerinnen nach knapp 20 Minuten einen Fehler der Gastgeberinnen auszunutzen: Nach einem Fehlpass in der Abwehrkette war Nastassja Lein aufmerksam, die den Ball abfangen, frei auf Torhüterin Johann zulaufen und unhaltbar für diese ins linke untere Eck einschieben konnte (19.).

SGE II kämpft sich ins Spiel

Die SGE II, die sich in einer insgesamt chancenarmen ersten Halbzeit zunächst weiter schwertat, kämpfte sich aber in die Partie und hatte in den letzten zehn Minuten vor dem Pausenpfiff gleich mehrfach die Chance zum Ausgleich, während sich die Fränkinnen zurückzogen. Ein Kopfball von U17-Nationalspielerin Jella Veit nach Freistoß von Jonna Brengel landete als erster Abschluss in den Armen der Nürnberger Keeperin Lea Paulick (31.). Nach einem Pass in die Tiefe scheitere Brengel kurz darauf aus kurzer Distanz ebenso wie Linn Beck im Nachschuss knapp an der FCN-Schlussfrau (38.). Auch beim Abschluss von Beck, die in der Folgeminute frei auf das gegnerische Tor zulief, bekam Paulick gerade noch die Beine zusammen (39.). Eine Flanke aus aussichtsreicher Position von Dilara Acikgöz, die ausnahmsweise auf der rechten Seite in den Strafraum dribbelte, fand keine Abnehmerin (44.). 

Wie schon zum Ende der ersten Halbzeit behielt die Eintracht auch zu Beginn des zweiten Durchgangs die Spielkontrolle und versuchte, durch hohes Pressing und schnelle Komibationen in die Spitze zu kommen. Bei einem Schnittstellenpass von Tanja Pawollek war Jonna Brengel nur Millisekunden nach Torhüterin Paulick am Ball (54.), Linn Beck traf ans Außennetz (58.). Doch auch die Nürnbergerinnen blieben über Konter gefährlich: Nastassja Lein setzte zunächst bei einer Volleyannahme zu hoch an (53.), den zweiten Versuch ließ die Top-Torjägerin der Liga allerdings nicht mehr liegen, gewann nach einer Kopfball-Verlängerung das Laufduell und schob erneut eiskalt ein (66.). Trotz des erneuten Rückschlags ließen sich die Adlerträgerinnen aber nicht entmutigen: Nachdem Johanna Berg aus einer Drehung zunächst in die Arme der Keeperin schoss (73.) und eine Flanke von Dilara Acikgöz gerade noch abgefangen werden konnte, bevor sie Linn Beck im Strafraum erreichte (75.), gelang der verdiente Anschluss: Verteidigerin Madeleine Steck setzte sich auf der rechten Seite gut durch, flankte in den Strafraum und fand die junge Stürmerin Beck, die zu ihrem Premierentreffer in der 2. Frauen-Bundesliga ins lange Eck einschob (78.). In den letzten zehn Minuten warf das Team von Trainer Francesco Continolo weiter alles nach vorne, ein zweites Mal wollte der Ball an diesem Abend aber nicht im gegnerischen Tor landen. 

„Eine bittere Niederlage“

Trainer Francesco Continolo sagte nach dem Spiel: „Man kann ganz klar von einer unglücklichen Niederlage sprechen. Wir haben uns am Anfang sehr schwergetan, sind aber durch das 0:1 besser reingekommen und haben die Räume sehr gut bespielt. Insgesamt waren wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft, umso bitterer ist es, dass wir keinen Punkt mitnehmen können. Jetzt gilt es, aus dem Spiel zu lernen und nach vorne zu schauen. Ich freue mich sehr für Tanja, mit der es sehr viel Spaß gemacht hat zu arbeiten. Auch über das erste Tor von Linn freue ich mich besonders. Diese beiden Dinge, genauso wie den Kampfgeist und das Herz, die die Mannschaft heute wieder gezeigt haben, nehmen wir mit.“

Tanja Pawollek sagte zu ihrem Comeback: „Ich war schon aufgeregt, weil ich wusste, dass ich nach so einer langen Verletzungszeit viel Spielzeit bekommen werde. Ich musste dann erst einmal in die Partie reinkommen, aber ich glaube, insgesamt war meine Leistung voll im Soll. Ich bin überglücklich, jetzt meine ersten Minuten gespielt zu haben. Mein Gefühl war gut. Ich habe versucht, über die einfachen Dinge Vertrauen in mein Knie zu finden, jede Situation anzunehmen und einfach Spaß zu haben und das Comeback zu genießen. Ich möchte mich weiter im Training beweisen, meine Fitness verbessern und hoffe, dann auch irgendwann mein Comeback in der ersten Mannschaft geben zu können.“

So spielte die SGE II

Johann ­– Bathmann, Steck, Veit, D. Acikgöz – Hirata, Pawollek (62. Sinclair), Brengel ­– Kraft (62. Platner), Berg, Beck.

So spielte der 1. FC Nürnberg

Paulick ­­­– Hein (68. Schramm), Drescher, May, Bogenschütz, Richert, Thöle, Salfelder, Kusch (81. Führlein), Mai, Lein. 

Schiedsrichterin

Ines Appelmann

Zuschauer

103

Tore

0:1 Lein (19.)

0:2 Lein (66.)

1:2 Beck (78.)

Gelbe Karten

Brengel –

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