23.01.2021
Frauen Profis

Keine Revanche

Zum Abschluss des Trainingslagers muss sich die Eintracht erneut dem VfL Wolfsburg trotz eines guten Auftritts 0:3 geschlagen geben.

Für das zweite Testspiel gegen den VfL Wolfsburg zum Abschluss des Trainingslagers rotierte SGE-Trainer Niko Arnautis seine Elf wie angekündigt. Auch diesmal ging es lange Zeit eng und ausgeglichen zu, doch wieder musste die SGE sich am Ende, diesmal mit 0:3 (0:2), geschlagen geben. Ähnlich wie bei der knappen Testspielniederlage am Mittwoch starteten die Adlerträgerinnen konzentriert und ließen nur wenige Situationen in der Anfangsphase zu. Die Eintracht lauerten im Gegenzug auf Fehler der Wölfinnen, um diese schnell zum eigenen Vorteil zu nutzen, sodass es eine erste Annäherung durch Géraldine Reuteler gab (13), bevor Laura Freigang nach einem präzisen Anspiel von Tanja Pawollek die Kugel neben das Tor setzte (19.). Wolfsburg hatte die erste große Tormöglichkeit per Kopf (20.), bevor der VfL kurz darauf durch ein Eigentor von Camilla Küver, die eine Hereingabe beim Klärungsversuch ins eigene Tor ablenkte, in Führung (22.). Das 1:0 ging insgesamt in Ordnung, auch wenn die Adlerträgerinnen mit Einsatz vollends überzeugten: Doch den Frankfurterinnen gelangen zu wenige eigene präzise Offensivaktionen, bis Küver die Kugel nach einem Sprint zur Grundlinie klug zurücklegte, wo Lara Prasnikar wartete. Doch der Schuss der slowenischen Stürmerin konnte zur Ecke gelenkt werden (33.). Doch kurz vor dem Pausenpfiff schlug Wolfsburg mit einem unhaltbar direkt in den Winkel geschossenen Freistoß durch Felicitas Rauch noch einmal zu (44.).

Schnelles 0:3 nach dem Seitenwechsel

Die Wölfinnen kamen besser aus der Kabine, Pia-Sophie Wolter staubte nach einer sensationellen Parade von Merle Frohms zum 3:0 ab (49.). Aber auch die SGE kam noch zu Möglichkeiten wie von Géry Reuteler (68.) und gab zu keinem Zeitpunkt auf. Niko Arnautis wechselte ab Mitte der zweiten Halbzweit seine Elf durch, was dem ordentlichen Spielniveau der SGE zwar keinen Abbruch tat, aber nicht die erwünschten Impulse für eine Wende in der Partie gab. Zu wenig gefährliche Entlastung gab es nach vorne, weil wie bei Küvers flacher Hereingabe (83.) eine VfL-Bein dazwischen war oder Shekiera Martinez' Vorstößen an dem konzentrierten Wolfsburger Abwehrbollwerk scheiterten. Zudem waren die Hessinnen zu oft in der Defensive gegen angriffslustige Wölfinnen gefordert. Eine Revanche wäre am Ende des Tages nicht verdient gewesen, doch die Partie ging enger zu als es das Endresultat vermuten ließ. Im Anschluss an das Spiel im AOK-Stadion reiste die Mannschaft zurück nach Frankfurt, wo nach zwei freien Tagen die zweite Hälfte der Wintervorbereitung beginnt und am Sonntag, 31. Januar, ein letzter Test gegen den 1. FC Köln ansteht.

Trainer Niko Arnautis sagte nach Schlusspfiff: „Heute haben wir die ersten 55 Minuten auf Augenhöhe gespielt, hatten bis dahin die besseren Torchancen in der ersten Halbzeit. Eine der zwei Chancen können oder müssen wir sogar machen. Wir haben das Spiel sehr ausgeglichen gestalten können und das bringt uns wieder einen Schritt weiter. Umso ärgerlicher ist die Enstehung des ersten Gegentores, als Camilla Küver den Ball wegköpfen wollte und dieser dann im Winkel landet. Ich mache ihr da aber keinen Vorwurf, sie hat ein gutes Spiel gemacht. Beim zweiten Tor haut Felicitas Rauch den Ball direkt als Freistoß in den Winkel, dann gehst du mit 0:2 in die Kabine, was zu diesem Zeitpunkt unnötig wie ärgerlich war. Die Mannschaft hat es genauso gesehen und war zufrieden mit der Leistung. In der 2. Halbzeit wollten wir das bestätigen, bekommen dann durch einen weiteren Standard-Gegentreffer aber das dritte Gegentor. Danach haben wir sechs Mal gewechselt und mussten erstmal wieder reinkommen. Insgesamt ein gutes Spiel mit einem ärgerlichen Ergebnis.“

So spielte die SGE

Frohms – Kirchberger (77. Santos), Kleinherne, Störzel, Küver – Feiersinger, (64. Johannsdottir) Pawollek (64. Mauron) – Nüsken (64. Dunst), Freigang (77. Köster), Reuteler – Prasnikar (64. Martinez).

So spielte Wolfsburg

Abt – Rauch, Janssen, Goeßling, Hendrich – Oberdorf (46. Popp), Engen – Huth (64. Jakabfi), Wolter, Rolfö  – Blomqvist (77. Cordes).

Schiedsrichterin

Miriam Schwermer

Tore

1:0 Küver (22./Eigentor)
2:0 Rauch (44.)
3:0 Wolter (49.)

Gelbe Karte

- Störzel, Johannsdottir

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