16.10.2020
Frauen-Bundesliga

„Ich mache Laura keinen Vorwurf“

Nach dem 0:1 gegen Freiburg sprechen Trainer Niko Arnautis sowie Virginia Kirchberger, Merle Frohms und Gäste-Trainer Daniel Kraus. Die Stimmen zum Heimspiel gegen den SC Freiburg.

Cheftrainer Niko Arnautis: Wer das Spiel gesehen hat, sieht, dass wir eine gute Mannschaft sind, die auch vom gegnerischen Trainer gelobt wird. Wir sind eine Mannschaft, die sehr reif Fußball spielt. Wir haben mehr Torchancen gehabt, die bessere Spielanlage. Mit dem Elfmeter und der Chance von Tanja Pawollek in der ersten Halbzeit hatten wir die größten Chancen des Spiels. Wenn du halt keinen machst, dann gewinnst du auch nicht. Das Problem ist, dass wir dann ein Gegentor bekommen, als wir in den ersten zwei Minuten eigentlich munter und voll fokussiert auf dem Platz stehen. Dann ist es auch noch ein Abseitstor. Das ist einfach ärgerlich. Freiburg hatte sich anschließend aufs Verteidigen konzentriert und hatte am Ende ein paar Konter. Das passiert halt, wenn man in Führung ist. Ansonsten kann ich mich nicht an viel von Freiburg erinnern. Wir hatten da unsere Momente, in denen wir es noch kaltschnäuziger hätten zu Ende spielen müssen. Der Höhepunkt war natürlich noch der Elfmeter. Da mache ich niemandem einen Vorwurf, Laura hat schon so viele Tore für uns geschossen. Dass sie den jetzt daneben gesetzt hat, ist natürlich ärgerlich, aber sie ist da am traurigsten. Für uns war das heute auch vom Ergebnis her enttäuschend, trotzdem fand ich uns heute die spielbestimmende Mannschaft. Fakt ist, dass wir uns belohnen müssen. Ich denke, wir haben heute schon vieles besser gemacht als in der Vorwoche, nur wurden wir leider wieder nicht belohnt. 

Merle Frohms: Es ist natürlich bitter, dass wir hier mit null Punkten rausgehen. Ich denke, man konnte schon eine Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen Sand sehen. Wir haben uns auf allen Positionen verbessert und gekämpft. Und dann gibt es eben immer so Tage, an denen der Ball nicht rein will. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, wachsen als Mannschaft weiter zusammen. Dann werden wir auch in der Lage sein, solche Spiele zu drehen und für uns zu entscheiden. Das ist jetzt einfach ein Prozess, den wir durchlaufen müssen, aber wichtig ist, dass unser Weg in eine Richtung geht und das ist nach oben. Ich denke, das haben wir heute bereits gesehen.

Virgina Kirchberger: Ich glaube, dass wir die ersten zwei, drei Minuten eigentlich sehr gut ins Spiel gestartet sind, gleich eine 100-prozentige Torchance hatten, die wir, wie so oft, leider nicht genutzt haben. Dann haben wir uns im Gegenzug, auch durch Unordnung in den eigenen Reihen, das 0:1 gefangen. Unglücklich würde ich sagen, weil wir am Drücker waren und das Spiel gemacht haben. Aber wir schaffen es dann nicht, das in etwas Positives umzumünzen. Das müssen wir abschalten und bei den nächsten Spielen besser machen.

Daniel Kraus (Trainer SC Freiburg): Ich denke nicht, dass wir das Spiel unverdient gewonnen haben. Ich glaube, dass wir gut an das Spiel in Wolfsburg anknüpfen konnten. Wir standen defensiv wieder sehr kompakt. Es war eine sehr leidenschaftliche Leistung von allen. Zu Beginn von beiden Halbzeiten und am Ende hatten wir natürlich druckvolle Phasen zu überstehen, aber die haben wir auch gut überstanden. In der ersten Halbzeit hatten wir viele Ballverluste in unserer Hälfte, das hätten wir besser machen können. Für uns waren das sehr wichtige drei Punkte, weil wir Punkte gegen Leverkusen und Duisburg liegen gelassen haben. Heute haben wir das durch leidenschaftliches Kämpfen verdient. Sicher nicht mit fußballerischem Glanz, aber in unserer Situation kommt es vor allem auf die Punkte an. Wir fahren jetzt mit einer sehr breiten Brust nach Hause und gehen so in die Länderspielpause.

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