25.05.2021
Mädchenfußball

Ich habe nie aufgegeben

Einige talentierte Fußballerinnen kamen aus den Nachwuchsteams der Eintracht und nutzten diese als Sprungbrett - wie beispielsweise die ehemalige Adlerträgerin Alexandra Emmerling.

Die ehemalige Adlerträgerin Alexandra Emmerling im Trikot ihres neuen Vereins SV Meppen in der Bundesligapartie gegen Eintracht Frankfurt. Foto Carlotta Erler

Ihr Debüt im Trikot des 1. FFC Frankfurt gab die heute 21-jährige Alexandra Emmerling 2014 im Spiel der B-Juniorinnen-Bundesliga gegen den SV Alberweiler. Heute kann die sympathische Offensivspielerin 30 Spiele in der höchsten Spielklasse der Frauen, der Flyeralarm-Bundesliga, aufweisen. Im vergangenen Jahr wechselte Alexandra Emmerling aus Frankfurt ins Emsland und spielt nun für den SV Meppen. Im Gespräch mit ihr blickt sie gerne zurück auf ihre hessische Heimat und hat noch einige Ziel im Blick.

Alexandra, du hast über viele Jahre erfolgreich beim 1. FFC Frankfurt gespielt. Welche Erinnerungen hast Du an Deine Frankfurter Zeit? 
Ich erinnere mich sehr gerne zurück an meine Zeit in Frankfurt. In den sechs Jahren habe ich sehr vieles gelernt, sowohl aus guten wie auch aus schlechten Erfahrungen. Ich habe von der U17 jede Mannschaft durchlaufen und konnte mir so ein quasi familiäres Umfeld schaffen. Ich komme gebürtig aus Darmstadt, allerdings spreche ich immer von Frankfurt, wenn es um meine Heimat geht. Es ist immer wieder schön nach Frankfurt heimzukommen.

Dein Weg hat dich nun ins Emsland zum SV Meppen geführt. Was sind deine Ziele mit Meppen und welche persönlichen Ziele hast du?
Mit Meppen habe ich ein klares Ziel: den Klassenerhalt! Dieses Ziel trägt sowohl jede einzelne Spielerin als auch jedes Teammitglied in sich. Für mich persönlich habe ich mir gewünscht, mich in der Bundesliga vermehrt zu etablieren. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht, welche zu Beginn nicht ganz leicht war. Ich denke, seit der Rückrunde konnte ich der Mannschaft individuell weiterhelfen und das macht es am Ende aus. Auch für mich persönlich ist es eine schöne Erfahrung das Emsland drumherum und das Leben vor Ort kennenzulernen. Ich möchte mich immer weiter entwickeln, neue Dinge auf dem Platz kennenlernen und stetig dazulernen. Ich möchte das Beste aus mir herausholen und bin gespannt was noch in mir steckt.

Sofern Frankfurt nicht gegen uns spielt, drücke ich der Mannschaft gerne die Daumen, da ich meinen alten Mitspielerinnen weiterhin nur das Beste wünsche.

Alexandra Emmerling

Verfolgst du noch die Entwicklung bei Eintracht Frankfurt? 
Ja, ganz klar verfolge ich Frankfurt weiterhin. Ich denke, das ist auch gar nicht anders möglich, aufgrund der Freundschaften, die sich über die Jahre entwickelt haben. Sofern Frankfurt nicht gegen uns spielt, drücke ich der Mannschaft gerne die Daumen, da ich meinen alten Mitspielerinnen weiterhin nur das Beste wünsche.

Welchen Tipp kannst du jungen Nachwuchsspielerinnen für ihre Entwicklung geben? 
Ich denke, man kann jede Spielerin die typischen Dinge mit auf den Weg geben: Disziplin, Selbstvertrauen, Mut, Respekt und ganz ganz wichtig der Spaß. Aber letztendlich entscheidet jede Spielerin für sich, wo ihr Weg hingeht, sofern der Körper nicht im Weg steht. Du selbst entscheidest, wann und wie oft du auf dem Platz stehst. Wie oft du Party machst, wie oft du Nächte durchmachst. Nicht jeder hält es für richtig alles auf den Fußball zu setzen. Ich wurde früher auch belächelt, weil ich meinte: ich werde Profispielerin. Meine letzten Jahre in Frankfurt waren für mich sportlich nicht einfach, aber ich habe nie aufgegeben und weiter an mich geglaubt. Dabei hat mir auch der Gedanke geholfen, dass ich mich selbst nicht enttäuschen möchte und wissen wollte, wohin mein Weg mich noch führen kann. Dafür ist auch Leidenschaft nötig! Also an alle Nachwuchsspieler: wenn ihr in euch das seht, was man zur Fußballerin braucht, traut euch alles dafür zu geben. Nehmt alles mit, was euch auf dem Weg begegnet und entscheidet was Euch weiterbringt und was nicht.

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