16.05.2021
Frauen-Bundesliga

„Gegentreffer dürfen uns so nicht passieren“

Nach der 1:2-Niederlage in Potsdam ärgern sich Trainer Niko Arnautis und die Spielerinnen vor allem über die beiden Gegentore, aber auch die eigenen ungenutzten Torchancen.

Cheftrainer Niko Arnautis: Es ist sehr schade, dass wir hier mit null Punkten nach Hause fahren. Wir hatten eine tolle Serie mit fünf Pflichtspiel-Siegen in Folge, dementsprechend hat man heute auch gesehen, dass Potsdam Respekt hatte, in der eigenen Hälfte verteidigt hat und auf Konter und Standardsituationen aus war. Wir sind sehr gut reingekommen, hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle. Dann passiert es, dass Potsdam eigentlich flanken will, der Ball aber immer länger wird und dann vom Pfosten ins Tor geht, Cara trifft keine Schuld. Nach dem Gegentor haben wir zehn bis 15 Minuten gebraucht, um wieder in die Partie zu kommen, haben aber in einem sehr intensiven Spiel gut dagegengehalten und sind am Ende der ersten Halbzeit zum verdienten Ausgleich gekommen. Wir haben viel investiert und das Tor super herausgespielt. In der Halbzeitpause haben wir angesprochen, dass wir die Emotionen im Spiel und die Aggressivität in den Zweikämpfen weiter brauchen, um dagegenzuhalten. Hintenraus hatten wir noch zwei, drei richtig große Chancen, wie zum Beispiel den Lattenkracher von Barbara Dunst, umso ärgerlicher ist es, dass das zweite Gegentor nach einer Standardsituation passiert, in der wir nicht gut verteidigen. Man muss fairerweise sagen, dass Potsdam auch noch ein paar Konterchancen hatte, aber ich glaube, dass wir heute mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten. Es ist sehr schade, aber dieses Spiel bestätigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Zwar waren wir auch im Hinspiel knapp unterlegen, man hat aber heute gesehen, dass wir einen Schritt weiter sind.

Laura Feiersinger, Torschützin zum 1:1: Es war ein hart umkämpftes Spiel. Wir haben uns sehr schwergetan, ins Spiel reinzukommen, haben viele der zweiten Bälle nicht gewonnen und waren am Anfang auch zu zweikampfschwach. Das Ausgleichstor hat uns dann natürlich in die Karten gespielt und es ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, sodass wir auch gut in die zweite Halbzeit gestartet sind. Da hatten wir noch etwas Pech beim Schuss von Barbara Dunst. Der zweite Gegentreffer war dann ein klassischer Zuteilungsfehler, der uns so nicht passieren darf. Wenn du dann 1:2 hinten bist, ist es schwer, hier in Potsdam noch etwas zu holen. Aber gerade aus solchen Fehlern müssen wir lernen, denn gegen Wolfsburg und Bayern, die noch kaltschnäuziger sind, darf uns sowas nicht passieren.

Lara Prasnikar: Das Ergebnis zeigt, dass es eine sehr enge Partie war. Wir sind leider nicht so ins Spiel gekommen, wie wir wollten. Wenn du dann mit 0:1 hintenliegst, ist es immer schwer. Wir hatten uns für die zweite Halbzeit vorgenommen, unbedingt noch ein Tor zu schießen, das Spiel zu drehen und dann zu gewinnen. Leider klappt im Fußball nicht immer alles. Ich ärgere mich sehr, weil wir am Ende nochmal alles nach vorne geworfen und gekämpft haben, um noch ein Tor zu schießen, aber es leider nicht gereicht hat. Damit müssen wir jetzt leben.

Cara Bösl: Ich habe mich sehr gefreut, zum Ende der Saison nochmal Spielpraxis zu bekommen und im Eintracht-Trikot in einem Ligaspiel auflaufen zu dürfen. Das Ergebnis ist natürlich ärgerlich. Wir hätten unsere Torchancen besser nutzen müssen und im Gegenzug die Gegentore besser klären können. Gerade das erste Gegentor ist sehr unglücklich. Die Flanke, die eigentlich kein Torschuss sein sollte, wurde immer länger und ging dann rein. Beim zweiten Gegentor hat uns die Zuordnung und die Konsequenz gefehlt, nah bei der Frau zu bleiben und den Ball zu klären. Es sind ärgerliche Gegentore, die wir unbedingt vermeiden müssen.

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