21.04.2022
Frauen Profis

Gegen Leverkusen in den Endspurt

Mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen starten die Eintracht Frauen in den Saisonschlussspurt und wollen den Kampf um Platz drei mit einem Sieg weiter spannend halten.

Die Saison geht in die Zielgerade. Drei Spiele hat jedes Team in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga noch zu absolvieren. Und gerade für die Eintracht Frauen hält der Saisonendspurt noch jede Menge Spannung bereit. Als Tabellenfünfter, punktgleich mit der TSG Hoffenheim und mit drei Punkten Rückstand auf den Dritten Potsdam starten die Adlerträgerinnen in die heiße Phase der Saison, für die mit dem 2:0-Testspielsieg über den SC Freiburg bereits die Richtung vorgegeben wurde: „Nach der Länderspielabstellung und dem tollen Erlebnis rund um Barcelona war es wichtig, sofort wieder in den Rhythmus zu kommen. Das ist uns mit dem erfolgreichen Testspiel gelungen“, erklärt Trainer Niko Arnautis. „Jetzt haben wir noch immer die Möglichkeit, um den Champions-League-Platz mitzuspielen und gehen mit großer Freude und Motivation in die letzten drei Spiele.“

Nach einer Trainingseinheit am Sonntag und zwei freien Tagen ist die SGE am Mittwoch in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Sonntag, 24. April, gestartet. Um 13 Uhr wollen die Frankfurterinnen im Stadion am Brentanobad dann den ersten Schritt gehen, um den Kampf um den dritten Tabellenplatz spannend zu halten. Magenta Sport überträgt die Partie live.

Von der Rückrunde nicht blenden lassen

Erst im Elfmeterschießen endete für Bayer Leverkusen am Montagabend der Traum vom DFB-Pokalfinale. Gegen Turbine Potsdam lieferten sich die Leverkusenerinnen in mehr als 120 Minuten einen umkämpften Pokalabend und mussten sich letztlich knapp mit 4:5 aus elf Metern geschlagen geben. In der Liga belegt die Bayer-Elf mit 22 Punkten den siebten Tabellenplatz – ein Platz im Mittelfeld, der sich durch einen sehr erfolgreichen Saisonstart, zuletzt allerdings einer kleinen Formschwäche erklären lässt. 15 Punkte sammelte Bayer aus den ersten sechs Ligapartien, in den restlichen zwölf Spielen sind nur sieben Punkte dazu gekommen, den letzten Sieg gab es Mitte Dezember über Jena.

Leverkusen hat gerade zu Beginn der Saison und im Hinspiel gegen uns gezeigt, welche Qualitäten sie haben.

Niko Arnautis

Gerade die Defensive zählt mit 38 Gegentoren zu den Schwachpunkten. Sowohl gegen Hoffenheim als auch gegen München gab es in der Hinrunde je eine deutliche 1:7-Niederlage. In einem anspruchsvollen Restprogramm muss das Team von Achim Feifel noch gegen den FC Bayern München und den VfL Wolfsburg ran. „Leverkusen hat gerade zu Beginn der Saison und im Hinspiel gegen uns gezeigt, welche Qualitäten sie haben. Durch einige Ausfälle haben sie zuletzt nicht so viel gepunktet, wie sie es sich gewünscht hätten, doch auch im Pokalspiel hat man gesehen, dass sie ein ernstzunehmender Gegner sind, gegen den wir enorme Bereitschaft, Mut und Konzentration brauchen“, sagt Trainer Niko Arnautis. Und auch Abwehrspielerin Sophia Kleinherne warnt vor den Stärken des kommenden Gegners: „Leverkusen lebt von seiner Geschlossenheit. Es ist immer eklig, gegen eine Mannschaft zu spielen, bei der du spürst, dass jede für die andere die Wege geht. Außerdem sind sie immer für eine Überraschung gut.“

Für uns ist jetzt jedes Spiel ein K.-O.-Spiel!

Sophia Kleinherne

Beflügelt statt unter Druck

Schon im Hinspiel, das mit einem 1:0-Sieg für die SGE endete, hatten die Leverkusenerinnen die Partie nach einem Treffer von Lara Prasnikar in der 26. Minute bis zum Schluss offengehalten. Insgesamt haben die Adlerträgerinnen dadurch 16 der 21 Duelle mit den Rheinländerinnen gewonnen. Die einzige Niederlage gab es am 16. Spieltag der vergangenen Saison mit einem 2:3. „Für uns ist jetzt jedes Spiel ein K.-O.-Spiel, dessen sind wir uns bewusst und deshalb ist es unser ganz klares Ziel, aus den verbleibenden drei Spielen die maximale Punkteausbeute mitzunehmen“, zeigt sich Kleinherne, die in der Länderspielpause für die deutschen Nationalmannschaft aufgelaufen ist, zielstrebig. Statt Druck sorge diese Ausgangslage aber für Vorfreude im Team. „Diese Ausgangslage beflügelt uns, wir stehen zusammen und können über uns hinauswachsen. Wir müssen zwar nochmal unser komplettes Potenzial ausschöpfen, aber ich merke an der Stimmung im Team, unserem Auftreten und unserer Präsenz, dass wir mit sehr viel Vorfreude auf die letzten Wochen schauen.“

Verzichten muss das Team gegen Leverkusen neben den Langzeitverletzten weiterhin auf Anna Aehling. Ob Letícia Santos, die sich bei der brasilianischen Nationalmannschaft eine Innenbandverletzung zugezogen hat, auflaufen kann, steht noch nicht fest.

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