Durch einen 2:0-Sieg gegen den Verbandsligisten MFFC Wiesbaden ziehen die Regionalliga-Frauen ins Halbfinale des Hessenpokals ein.Für die Eintracht entwickelte sich von Beginn an das erwartet schwere Spiel. Wiesbaden ging sehr aggressiv in die Zweikämpfe, immer wieder wurde das Duell mit offener Sohlen und riskanten Grätschen gesucht, welche der Unparteiische aber weitestgehend ungeahndet ließ. Nach einem Frankfurter Fehler kam Wiesbaden zu seiner ersten Chance, die aber von Lisa Raiss im Eintracht-Tor vereitelt wurde. Da beide Mannschaften stark auf Pressing spielten, kam auf beiden Seiten kaum ein richtiger Spielfluss auf. So war es erneut ein selbst verschuldeter Ballverlust, diesmal auf Seiten der Gastgeberinnen, den Helen Weber zu ihren Gunsten nutzte: Zunächst klaute die Angreiferin einer Wiesbadener Innenverteidigerin den Ball, dann legte sie passgenau für Rosalie Sirna auf, die aus 18 Metern unhaltbar ins rechte Eck traf (17.). Im weiteren Verlauf bereitete vor allem die körperliche Robustheit des Gegners der Eintracht Probleme, die sich daraufhin auf Konter verlagerte. Rais entschärfte zwei weitere Distanzschüsse, ehe erneut Weber den Ball an den Pfosten setzte.In der zweiten Halbzeit setzte Wiesbaden umso mehr auf lange Bälle und Pressing, was in der ersten Viertelstunde für enormen Druck auf die Frankfurter Defensive sorgte. Nach einer guten Stunde hatte die Eintracht das Spiel aber wieder im Griff. Ein überhartes Foul an Lisa Mundt hätte für Wiesbadens Stefanie Jarosch eigentlich die Gelb-Rote Karte nach sich ziehen müssen, der Unparteiische beließ es aber erneut bei einer mündlichen Verwarnung. Kurz darauf kam Wiesbadens Trainer Ronald Boretti dem Platzverweis mit einer Auswechslung zuvor. In der letzten halben Stunde übernahmen immer mehr Mundt und Mittelfeldspielerin Hannah Krist die Regie im Eintracht-Spiel. Mit einem sehenswerten Spielzug bediente schließlich Tina Mamodaly die in die Gasse gestartete Weber, die Wiesbadens Torfrau Svenja Rode umspielte und das entscheidende 2:0 erzielte (78.).Fazit: „Es war ein sehr kämpferisches Spiel, bei dem der Klassenunterschied erst ganz zum Schluss sichtbar wurde. Wiesbaden war sehr robust und hoch motiviert. Der Sieg geht aber in Ordnung, weil wir das Tempo immer hochhalten konnten und zum Schluss die bessere Substanz hatten“, kommentierte Heiko Rosenfelder.Für den langjährigen Eintracht-Coach war das Pokalspiel zugleich der letzte Auftritt im Eintracht-Dress. Bereits am Dienstag wird der neue Trainer das erste Training leiten.Für die Eintracht spielten: Lisa Raiss - Fabienne Würtele, Aurelia Müller, Julia Beuth, Isabell Kindl – Heidrun Sigurdardottir (80. Laura Torchalla), Hannah Krist, Rosalie Sirna – Lisa Mundt, Helen Weber (80. Jule Hildebrandt), Amelie Pollara (60. Tina Mamodaly)
28.03.2016