15.05.2022
Frauen-Bundesliga

Eintracht Frauen international!

Die Eintracht Frauen besiegen vor 4520 Zuschauern im letzten Saisonheimspiel den SV Werder Bremen 4:0 (1:0) und gewinnen damit das Fernduell mit Turbine Potsdam um den dritten Champions-League-Platz.

Saisonfinale im Stadion am Brentanobad - bei bestem Wetter, ausgelassener Stimmung und einem Saison-Zuschauerrekord in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gelang den Eintracht Frauen am 22. Spieltag ein 4:0 (1:0)-Sieg über dem SV Werder Bremen. Durch die Niederlage von Potsdam in München sprang Frankfurt auf Platz drei, der zur Qualifikation zur UEFA Women`s Champions League berechtigt.

Vor Anpfiff wurden Merle Frohms, Saskia Matheis, Sandrine Mauron und Siri Worm von Frauen-Sportdirektor Siegfried Dietrich sowie Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche verabschiedet sowie Janina Hechler und Lara Prasnikar für ihren 100. Bundesligaspiel mit einem Blumenstrauß geehrt. Dann ging es in die entscheidende Partie.

Sjoeke Nüsken verpasste nach einer Flanke von Verena Hanshaw per Kopf (3.), Nina Lührßens Abschluss ging ans Außennetz (9.). Doch es gab keinen Zweifel daran, welche Mannschaft hier gewinnen wollte: Steilpass auf Nicole Anyomi, die im Vergleich zum Potsdam-Spiel für Géraldine Reuteler in die Startelf gerückt war, die eiskalt zur Führung einschob (11.). Die Eintracht bestimmte das Spiel, erhöhte aber vorerst nicht die Führung, da Bremens Anneke Borbe einen Abschluss von Nüsken stark parierte (23.) und Laura Freigang im Anschluss der Ecke daneben köpfte (24.). Bremen war nur im Ansatz gefährlich, Michelle Weiß schoss aus spitzem Winkel übers Tor (27.), bevor Merle Frohms parierte (30.).

Bei nunmehr heißen 27 Grad ließ das Spieltempo etwas nach, die SGE hatte die Partie vollkommen im Griff. Nüsken hätte allerdings erhöhen können, doch erneut hielt Borbe ihren Abschluss (45.), während Werder mit Schlusspfiff die größte Chance hatte, als Frohms den Ball von Lührßen entschärfte (45.+2).

Dreifachjubel nach Seitenwechsel

Erneut war es die SGE-Nationalspielerin Nüsken, die per Kopf nach einer Ecke freistehend per erste Großchance vor Augen des kompletten Eintracht-Vorstands Axel Hellmann, Oliver Frankenbach und Markus Krösche sowie Präsident Peter Fischer einläutete (49.). Klare Torchancen erspielte sich keines der beiden Teams heraus, doch Laura Freigang sorgte für die notwendige Klarheit - nach einem Konter über Lara Prasnikar schob die Stürmerin ins linke unstere Eck ein (58.). Mit dem 2:0 im Rücken sangen die zahlreichen Eintracht-Fans bereits lauthals „Europacup, Europacup in diesem Jahr!“

Sjoeke Nüsken verfestigte diese Meinung mit dem Ausbau der Führung auf 3:0 (64.), nachdem die eingewechselte Géraldine Reuteler nach einem Sololauf mustergültig quergelegt hatte. Die parallele 4:0-Führung der Münchnerinnen gegen Potsdam ließ die Adlerträgerinnen nun befreiter aufspielen. Ein Freistoß von Eintracht-Kapitänin Tanja Pawollek war zu hoch angesetzt (73.). Die Hessinnen spielten die Begegnung locker herunter, auf Vorlage von Reuteler schoss Shekiera Martinez abgefälscht von Borbe vorbei (82.). Laura Freigang war es dann, die mit ihrem 4:0-Treffer in der 87. Minute endgültig den Deckel drauf machte. Der Rest ging im ausgefallenen Jubel unter.

Für die Adlerträgerinnen, die das Männer-Team auf Einladung des Vereins am kommenden Mittwoch im Europa-League-Finale in Sevilla unterstützen werden, geht es nun in die Sommerpause. Im Juli steht für einige Spielerinnen mit ihren Nationalteams die Europameisterschaft in England an.

Als Drittplatzierter der FLYERALARM Frauen-Bundesliga startet die Eintracht gemeinsam mit den drittplatzierten Teams der mit Deutschland sechs höchstplatzierten Verbände (Frankreich, England, Spanien, Schweden, Tschechische Republik) sowie den Vizemeistern der nächsten zehn Verbände (Dänemark, Niederlande, Kasachstan, Italien, Island, Norwegen, Schweiz, Schottland, Russland, Belarus) in Runde eins der UEFA Women's Champions League. Diese wird als Mini-K.-o.-Turnier mit vier Teams und einem Halbfinale am 18. August sowie einem Finale beziehungsweise Spiel um Platz drei am 21. August ausgetragen. Auf wen die Eintracht Frauen treffen werden, entscheidet sich bei der Auslosung am 24. Juni.

So spielte die SGE

Frohms – Hechler, Kleinherne, Doorsoun (84. Mauron), Hanshaw – Pawollek (74. Feiersinger), Nüsken, Dunst (84. Köster), Freigang – Anyomi (60. Reuteler), Prasnikar (74. Martinez).

So spielte Werder Bremen

Borbe – Hausicke, Ulbrich, Bernhardt (82. Toth) – Weiß, Sehan (74. Tarcynska), Walkling (64. Dieckmann), Wichmann, Lührßen (74. Schiechtl) – Keles, Sternad (64. Meyer).

Schiedsrichterin

Sina Diekmann

Zuschauer

4520

Tore

1:0 Anyomi (11.)

2:0 Freigang (58.)

3:0 Nüsken (64.)

4:0 Freigang (88.)

Gelbe Karten

Hanshaw – Hausicke

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