18.05.2021
2. Frauen-Bundesliga

Eine Frage des Timings

Nach frühen Gegentoren in den letzten Spielen soll das Heimspiel gegen den FC Würzburger Kickers für die Zweitliga-Frauen der Eintracht zum perfekten Zeitpunkt werden, wieder zu punkten.

Dass es manchmal ganz schön schnell gehen kann, musste die zweite Frauen-Mannschaft der Eintracht in den vergangenen Wochen schmerzlich lernen: Sechs Gegentore fielen in den vergangenen vier Spielen innerhalb der ersten 20 Minuten, zuletzt bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt mit dem bislang schnellsten Tor der Saison nach gerade einmal 19 Sekunden. Das Resultat: Nur ein Punkt gab es an den letzten vier Spieltagen.

Fünf Partien kommen aber noch in der Rückrunde, die mit der zweiten Englischen Woche in Folge am Mittwoch, 19. Mai, im Stadion am Brentanobad weitergeht. Im Nachholspiel gegen den FC Würzburger Kickers erwartet die Adlerträgerinnen beim Anpfiff um 18.30 Uhr ein Gegner, der ebenfalls zuletzt wenig punkten konnte, bei dem die SGE II im Hinspiel aber bewies, wie gutes Timing funktioniert.

Würzburgerinnen wollen Anschluss halten

Mitte Oktober, am zweiten Spieltag der aktuellen Saison, schien es bis zur 88. Minute beim Unentschieden zwischen den Kickers und der SGE II zu bleiben. Doch kurz vor Abpfiff, als die Eintracht noch einmal Druck aufbaute, bekam Mai Hirata den Ball nach einem abgewehrten Distanzschuss von Johanna Berg im Strafraum vor die Füße und schob zum 2:1-Siegtreffer ein. Die Würzburgerinnen, die sich an diesem Tag über ein spätes Gegentor wie die Frankfurterinnen zuletzt über frühe Treffer ärgern mussten, haben seit dem Hinspiel zwei ihrer zwölf Partien gewonnen – beide gegen den 1. FFC Niederkirchen. Ansonsten gab es acht Niederlagen für die Unterfränkinnen, zuletzt ein 1:3 bei der SG 99 Andernach, wodurch sie aktuell mit fünf Punkten Rückstand auf die Eintracht den achten Tabellenplatz belegen.

„Würzburg möchte oben dranbleiben. Sie werden entsprechend kompakt stehen und uns ein schweres Spiel bereiten“, warnt Trainerin Kim Kulig trotzdem vor den Ambitionen des kommenden Gegners, der sich zur Rückrunde neu aufgestellt hat. Seit April steht Eugen Ungefuch mit seinen beiden Assistenztrainern Maximilian Schnorr-Reinders und Markus Lützler an der Seitenlinie und soll unter dem Projektnamen #AnlaufNehmen nicht nur die aktuelle Saison erfolgreich beenden, sondern auch langfristig den Frauenfußball im Verein voranbringen. Bei dieser Entwicklung nicht mehr dabei sein wird in der kommenden Saison Hannah Johann. Die aktuelle Torhüterin des FC Würzburger Kickers wird im Sommer zur ersten Mannschaft der Eintracht wechseln, am Mittwoch aber sicher noch einmal alles dafür geben, keinen Ball ihres zukünftigen Vereins ins Tor zu lassen. 

Mit Leichtigkeit und Herz

Die Eintracht auf der anderen Seite möchte das Spiel als Zeitpunkt nutzen, selbst wieder in die Erfolgsspur zu finden und dreifach zu punkten. Trainerin Kim Kulig nimmt dafür auch aus der Niederlage in Ingolstadt Motivation: „Wir nehmen das Herz mit, das wir gegen Ingolstadt gezeigt haben. Die Mädels haben dort bis zum Schluss gekämpft. Wenn wir diese Emotionen behalten und mit Leichtigkeit an das Spiel gehen, bin ich optimistisch, dass wir wieder punkten können.“ Weiterhin fehlen werden voraussichtlich aufgrund ihrer Kreuzbandverletzungen Karla Reuter, Michelle Hochstadt und Emily Kraft, sowie Fabienne Walaschewski durch ihre rote Karte in Ingolstadt. Das Spiel wird live auf Soccerwatch.tv übertragen.

  • #SGE
  • #Frauen
  • #NichtOhneMeineMädels
  • #Vorschau
  • #Heimspiel

0 Artikel im Warenkorb