22.03.2010

Eine Frage der Einstellung – TSG verpasst SGE Rückschlag

Die zweite Mannschaft hat das Spitzenspiel in der Gruppenliga Frankfurt bei Ligaprimus TSG Neu-Isenburg klar verloren. Am Ende mussten sich die Riederwälderinnen mit 0:4 geschlagen geben.

Die zweite Mannschaft hat das Spitzenspiel in der Gruppenliga Frankfurt bei Ligaprimus TSG Neu-Isenburg klar verloren. Am Ende mussten sich die Riederwälderinnen mit 0:4 geschlagen geben.Eintracht-Trainer Christian Wiesinger war entsprechend enttäuscht: „Wir haben in der ersten Hälfte unsere Chancen nicht genutzt, waren nicht zwingend genug. Aber gegen eine Spitzenmannschaft muss man eben diese wenigen Chancen nutzen. Nach dem Seitenwechsel war die TSG präsenter. Die Einstellung, die die TSG bewiesen hat, hat einigen meiner Spielerinnen einfach gefehlt. Die aber braucht man, um so ein Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe zu gewinnen. Die Niederlage war verdient. Wir hatten mit unserer jungen Mannschaft nichts mehr dagegen zu setzen.“Anja Noglik und Simone Hartmann wurden zur ersten Mannschaft abberufen und Tanja Krumpfert fiel kurzfristig durch Krankheit aus. Vier Veränderungen in der Startaufstellung gegenüber der letzten Begegnung sind für die junge Wiesinger-Truppe erwartungsgemäß kein Problem mehr, muss man doch Woche für Woche in veränderter Aufstellung spielen. Erstmals im Frankfurter Tor stand Marion Follner. Mit Anika Klusmeier, Cherelle Wilkes und Anne Kaps meldeten sich gleich drei Spielerinnen nach langer Verletzungspause bzw. Studium wieder zurück. Alle drei Spielerinnen lieferten eine grundsolide Partie ab.„Die Abstellung zur ersten Mannschaft scheint auf den ersten Blick ärgerlich zu sein, aber es motiviert auch die Spielerinnen sich im Training und Spielbetrieb immer wieder anzubieten. Dies spricht für alle Beteiligten im Verein. Ob der guten Ausbildung der U16-Spielerinnen oder die Möglichkeit eine Empfehlung über die 2. Mannschaft abzugeben“, so Christian Wiesinger.Von Beginn an ließen sowohl die Isenburgerinnen als auch die Eintracht den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Beide Mannschaften überbrückten schnell das Mittelfeld. Jedoch verstanden es beide Abwehrreihen, dies anfangs gekonnt zu verhindern. Dementsprechend gab es in der ersten Viertelstunde keine großartigen Torraummöglichkeiten zu bestaunen. Dies hing auch damit zusammen, dass Linda Duerden ihre Gegenspielerin Kathrin Schneider komplett aus dem Spiel nahm.Somit musste die TSG den Ball immer wieder lang schlagen, womit sie anfangs ihre Schwierigkeiten hatten. Die erste nennenswerte Torchance (15.Minute) wurde von der TSG eiskalt genutzt. Gerade als es schien, dass die Frankfurterinnen das Spiel in den Griff bekommen würden, fiel das 0:1. Eine unnötiger Ballverlust in Gegners Hälfte, ein langer Ball auf Natalia Fernandez, die gekonnt Marion Follner ausspielte und den Ball zum 1:0 ins Tor schob.Nach der TSG-Führung spielte die Eintracht gefällig aber nicht zielstrebig genug. Nach einer Ecke (24.) durch Mira Karoglan kam Julia Brenner im Strafraum zum Schuss, jedoch verfehlte der Schuss das Tor nur knapp. Die sehr agile Laura Krüger spielte in der 29. Minute Fatma Altincok frei, doch deren Schuss ging abermals am Gehäuse vorbei. Die TSG bleib weiterhin gefährlich, aber ohne nennenswerte Torchance. In der 39. Minute prallte ein Fernschuss noch vom Pfosten ab. So ging man mit einem 1:0 Rückstand in die Pause.Nach der Pause nahmen dann die Gäste das Heft in die Hand. Die Frankfurterinnen hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit dem nichts entgegen zusetzen. Jedoch hatte man mit Marion Follner einen sicheren Rückhalt im Tor. Eine Fehlerkette, mit einem fälligen Foulelfmeter, führte dann zum zweiten Gegentreffer in der 57. Minute. Den Elfmeter verwandelte Sandra Kullmann sicher zur 2:0 Führung. „Gegen eine Mannschaft wie Neu-Isenburg, mit Konterspielerinnen wie Natalia Fernandez und Mandy Malcherek darf man nicht so leichtfertig den Ball verlieren“, so der Frankfurter Trainer Wiesinger.Nach dem 0:2 erarbeiteten sich die Riederwälderinnen wieder mehr Spielanteile. Ein Freistoß von Cherelle Wilkes prallte in der 65. Minute an den Isenburger Pfosten. Diese Situation war wie ein kleiner „Wachmacher“. Die Adlerträgerinnen fanden jetzt ins Spiel zurück. Altincok vergab hierbei die beste Möglichkeit, nachdem sich die Isenburger Torfrau nach einer Ecke verschätzte und Altincok allein vor dem Tor daneben schoss.Doch die Offensivbemühung war gleichzeitig eine Einladung an die TSG zum Kontern. So fiel das 0:3 nach einem Konter in der 71. Minute. Unverdrossen versuchte die Eintracht den Anschlusstreffer zu erzielen, jedoch ohne Erfolg. Mit dem Schlusspfiff erzielte Daniela Stroh nach Vorlage von Mandy Malcherek das 0:4. „Die TSG hat verdient gewonnen. Sicherlich fiel der Sieg um 2 Tore zu hoch aus. Auffälligste Spielerinnen waren neben Laura Krüger noch Linda Duerden und Kristina Dujmovic. Ihr Einsatz war wieder vorbildlich“, so das Trainerteam unisono.Für die Eintracht spielten: Marion Follner, Anne Kaps, Cherelle Wilkes, Anika Klusmeier, Giuliana Ziller, Kristina Dujmovic, Mira Karoglan, Linda Duerden, Laura Krüger, Fatma Altincok (70. Sabina Patrcevic), Julia Brenner (60. Julia Schmidt).

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