20.12.2021
U17-Juniorinnen

Demütig trotz sensationeller Bilanz

Mit nur einer Niederlage aus 14 Spielen gehen die U17-Juniorinnen in die Winterpause. Trainer Wolfgang Schmidt zeigt sich im Interview stolz, sieht aber noch „Luft nach oben“.

Herzlichen Glückwunsch erstmal zu dieser phänomenalen Hinrunde, die ihr da abgeliefert habt. 14 Spiele, davon zwölf Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage jetzt gerade zum Schluss. Was sagst du denn zu dieser Performance?

Ja, das Ende war jetzt nicht so spannend. So hätten wir das vor der Saison sofort unterschrieben, wenn wir diese Bilanz angeboten bekommen hätte. Ich denke, wir können auf jeden Fall positiv sein. Das ist vielleicht auch gerade ganz gut, dass es zum Schluss nochmal diesen Dämpfer gab.

Aber bei 14 Spielen und zwölf Siegen? Mit welchem Gefühl geht man da mal abgesehen von dieser kleinen Niederlage jetzt in die Winterpause? 

Das letzte Gefühl kriegst du noch nicht so ganz aus mir raus, denn das letzte Spiel ist ja erst ein paar Tage her. Das arbeitet also schon noch ein bisschen. Ich finde aber, wenn ich so die einzelnen Spiele Revue passieren lasse, dass wir noch lange nicht am Limit sind. Da sehe ich noch ganz schön viel Luft nach oben und das stimmt mich zuversichtlich. Am Ende des Tages muss man aber auch sehen, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind. Wir wollen ja letztendlich eine gute Leistung bringen und wenn die Leistung stimmt, müssen wir uns gar nicht über Bilanzen unterhalten. Dann wird es am Ende unter dem Strich reichen, um eine überragende Saison abzuliefern und darauf läuft es hinaus.

Wenn wir aber die Möglichkeit haben, aus dem Vollen zu schöpfen, wird das noch sehr schön werden.

Wolfgang Schmidt

Luft nach oben ist ein gutes Stichwort. Wir haben uns ja vor der Saison schon mal unterhalten. Da hast du damals gesagt, dass ihr gar kein konkretes Ziel habt. Jetzt klingt es so, dass sich da vielleicht auch ein bisschen was geändert hat.

Ja, das klingt schon gut, als Erster mit drei Punkten Vorsprung von „Luft nach oben“ zu reden. Nein, nochmal: Ich gucke wirklich zuerst darauf, was mit den Leistungen so möglich ist in den Mannschaftsteilen. Bei den Einzelspielerinnen hatten wir ja auch wirklich eine ganze Menge Verletzungen und mussten eigentlich von Spiel zu Spiel immer wieder ein bisschen was ändern – auch am System. Ich glaube, dass wir auch ein bisschen Glück beim Spielplan hatten. Wenn wir andere Hochkaräter vielleicht zu Beginn gehabt hätten, wo wir Spiele gegen vermeintlich schlechtere Gegner sehr knapp gewonnen haben, würde das vielleicht anders aussehen. So hat uns das ein bisschen in die Karten gespielt und am Ende sieht es toll aus, aber nüchtern betrachtet hätte es auch anders aussehen können. Wenn wir aber die Möglichkeit haben, aus dem Vollen zu schöpfen, wird das noch sehr schön werden, denke ich.

Ich nehme mit, dass wir mit Demut ins neue Jahr gehen. Ihr habt ja auch gar nicht so lange frei, wenn ich das richtig gesehen habe. Was sind denn die konkreten Pläne und wie sieht es denn für euch jetzt die kommenden Wochen Monate nach Weihnachten aus?

Die Mädels sollen jetzt ein bisschen runterkommen. Man merkt es auch in der Woche, wie die schulische Belastung zunimmt, denn das ist die Zeit, in der die Mädels in der Schule straffer arbeiten müssen. Ich habe montags immer das Gefühl: Wow, sind die super, und dienstags und mittwochs fragt man sich immer schon, ob das die gleiche Mannschaft wie auch am Montag ist. Man merkt also wirklich im Laufe der Woche die Schulbelastung. Vielleicht hat deswegen auch die eine oder andere Wehwehchen. Jetzt können sie mal ein bisschen regenerieren, aber sie kriegen ein paar Hausaufgaben von uns, damit sie auch weiterhin an den physischen Themen arbeiten können. Im Januar gehen wir dann voll rein in die taktischen Themen.

Dann wünschen wir Euch jetzt erstmal gute Erholung und frohe Weihnachten.

Vielen Dank, Euch auch.

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