21.11.2021
Frauen-Bundesliga

„Auf diesem Weg müssen wir weitermachen“

Nach dem knappen 1:0-Sieg in Leverkusen sprechen Niko Arnautis, Sportdirektor Siggi Dietrich, Lara Prasnikar und Verena Hanshaw von zwei unterschiedlichen Hälften , aber auch der Entwicklung des Teams.

Cheftrainer Niko Arnautis: Das Spiel hat vor allem gegen Ende schon einige Nerven gekostet. In der ersten Halbzeit haben wir eine gute Partie gemacht, waren klar spielbestimmend und hatten neben dem Tor zwei, drei hundertprozentige Torchancen, die wir hätten machen müssen. Kurz vor der Pause hatten wir einmal Glück, als Leverkusen fast den Ausgleich erzielen konnte. In der zweiten Halbzeit hat Bayer alles nach vorne geworfen, kam aber trotzdem nicht zu vielen zwingenden Chancen, sodass der Sieg durchaus verdient ist. Wir müssen uns den Vorwurf machen, dass wir in der zweiten Halbzeit zu wenig für Entlastung gesorgt haben. Trotzdem stehen wir jetzt nach sieben Siegen aus neun Spielen auf einem sensationellen dritten Platz und sind sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir uns in den vergangenen Wochen und Monaten präsentiert haben. Dass es uns jetzt auch gelingt, solche engen Spiele für uns zu entscheiden, zeigt unsere Entwicklung. Auf diesem Weg müssen wir weitermachen. Bis zum Winter wollen wir noch den einen oder anderen Sieg sammeln – am besten gleich nach der Länderspielpause gegen Potsdam. 

Lara Prasnikar, Siegtorschützin: Es war eine harte Partie, die wir eigentlich schon in der ersten Halbzeit hätten entscheiden können. Am Ende sind die drei Punkte aber das, was zählt. Wir spielen schon seit anderthalb Jahren als Mannschaft zusammen und haben Spaß, gemeinsam auf dem Platz zu stehen – das zeichnet uns aus. Zur Zeit sammeln wir fleißig unsere Siege und sind entsprechend sehr zufrieden. Wir werden sehen, wohin es in dieser Saison für uns geht. Wenn wir von den Nationalmannschaften zurückkommen, wollen wir Potsdam zeigen, was wir können. 

Verena Hanshaw: In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel mehr kontrollieren und an uns reißen können. Wir hätten unsere Chancen allerdings besser nutzen müssen, dann wäre die zweite Halbzeit um einiges einfacher gewesen. In der zweiten Hälfte waren wir irgendwie verunsichert und konnten unser Spiel nicht mehr so durchziehen. Dadurch haben wir Leverkusen selbst stark gemacht. Es war ein sehr intensives und körperliches Spiel. Dass wir solche Partien gewinnen und eine Führung über die Zeit bringen können, zeichnet unsere Mannschaft aktuell aus. Man sieht, dass wir im Gegensatz zur Vorsaison einen Schritt weiter gemacht haben und in der Lage sind, solche Spiele zu gewinnen. 

Siegfried Dietrich, Sportdirektor Frauen: Es ist ein tolles Gefühl, dass unsere Mädels nach dem Erfolg unserer Jungs in Freiburg drei wichtige Punkte aus Leverkusen mitbringen! 21 Punkte in neun Spielen ist ein Zwischenergebnis, dass uns alle sehr positiv stimmen kann, zumal wir davon vier Spiele für uns entscheiden konnten, die noch in der vergangenen Saison keine Punkte gebracht haben! Klar, dass nun nach der Länderspielpause die volle Konzentration unserem Heimspiel gegen Turbine Potsdam gilt – ein Klassiker, der auch heute noch ein besonderes Highlight ist, zumal die Tabellennähe wie in früheren Jahren viel Spannung vor unseren großartigen Fans verspricht! Für die Liga insgesamt erfreulich ist der Spannungsfaktor in der oberen Tabellenhälfte: Das gab es meines Wissens in 31 Jahren Frauen-Bundesliga-Geschichte noch nicht, dass nach dem 9. Spieltag fünf Teams nur drei Punkte auseinander liegen! Eine neue Qualität unserer Liga, in der ab dieser Spielzeit alle Spiele live und damit für deutlich mehr Zuschauer übertragen werden!

Achim Feifel, Trainer von Bayer Leverkusen: Insgesamt haben wir heute ein gutes Spiel gezeigt. In der ersten Halbzeit hatten wir gerade auf unseren Außenpositionen noch Probleme, hier haben die Abstimmungen oft nicht gepasst. Ich denke aber, wir hätten aufgrund einer sehr engagierten zweiten Halbzeit, in der wir so gut wie nichts mehr zugelassen haben, einen Punkt verdient gehabt. Vorne hat uns heute einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Die Mannschaft hat alles gegeben und ist gegen einen starken Gegner so mutig aufgetreten, wie wir es uns vorgenommen haben. Schade, dass wir uns nicht belohnen konnten. 

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