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29.10.2022
Frauen-Bundesliga

„Ärgern uns sehr“

Nach dem 3:3 in Hoffenheim ärgern sich Niko Arnautis, Tanja Pawollek und Sophia Kleinherne über die Gegentore im zweiten Durchgang und die verlorenen zwei Punkte.

Cheftrainer Niko Arnautis: Ich hoffe, wir hatten nicht zu viele Fans mit einem Herzinfarkt, so spannend wie das Spiel heute war. Auch wenn es für den neutralen Zuschauer ein tolles Spiel war, hätten wir uns das Ergebnis natürlich anders gewünscht. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Tore gemacht, hätten sogar noch das eine oder andere mehr erzielen können. Auch nach der Pause hatten wir durchaus Chancen zum vierten oder fünften Treffer. Das haben wir verpasst. Hoffenheim im Gegenzug hat offensiv gewechselt, Druck gemacht und hatte mit Katharina Nachenweng zwei Mal einen guten linken Fuß. Durch die letzte Chance müssen wir sogar froh sein, das Spiel nicht noch verloren zu haben. Am Ende nehmen wir den Punkt mit und ärgern uns aber, dass wir das Ding nicht über die Ziellinie gebracht haben. So ein Unentschieden gegen Hoffenheim ist okay, jetzt müssen wir nächste Woche nachlegen.

Kapitänin Tanja Pawollek: Wir sind ganz gut ins Spiel gestartet und haben im ersten Durchgang auch unsere Tore gemacht, auch wenn wir durch unsere Chancen definitiv noch das eine oder andere Tor mehr hätten schießen können. Wenn uns das gelungen wäre, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Mit dem 1:3 haben wir etwas den Faden verloren. Wir haben Hoffenheim ins Spiel kommen lassen, waren nicht mehr so griffig und nicht mehr so bissig in den Zweikämpfen. Wenn man die letzte Chance sieht, müssen wir sogar zufrieden sein, dass wir das Spiel nicht noch verloren haben. Wenn man 3:1 führt, will man natürlich gewinnen. Aber am Ende ist ein Punkt besser als keiner.

Sophia Kleinherne, Torschützin zum 1:0: Am Ende fühlt es sich extrem bitter an, mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren. Hoffenheim hat zwar seine Qualität gezeigt. Trotzdem ist es unser Anspruch, gerade nach einer Führung reifer zu sein, mehr Charakter zu zeigen und drei Punkte mitzunehmen. Das haben wir heute nicht geschafft. Wir werden das Spiel rückblickend aufarbeiten, damit uns so etwas in dieser Saison nicht mehr passiert. Natürlich war es etwas Besonderes für mich, mein erstes Bundesligator zu schießen, noch dazu in meinem 100. Bundesligaspiel. Ich habe immer gesagt, dass ich als Außenverteidigerin noch torgefährlicher werden muss. Es ist schön, dass das heute geklappt hat, auch wenn wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind.

Gabor Gallai, Trainer der TSG Hoffenheim: Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei Fehler gemacht, die die Eintracht eiskalt bestraft hat. Auch nach dem Ausgleich hat die Eintracht direkt nachgelegt. Wir haben in der Pause dann versucht, ein bisschen was zu verändert und haben es in der zweiten Halbzeit geschafft, sehr viel Druck auszuüben und, wie ich finde, verdient, den Anschluss und Ausgleich zu erzielen. Unter dem Strich habe ich eine Mannschaft gesehen, die 70 gute Minuten hatte und Moral bewiesen hat.