Der 1. FFC Frankfurt ist zurück auf Europas Thron! Sieben Jahre nach dem letzten Triumph hat sich der Traditionsklub erneut die Krone des europäischen Vereinsfußballs aufgesetzt. Im mit 17.147 Zuschauern ausverkauften Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin sicherten sich die Frankfurterinnen durch ein spätes 2:1 gegen Paris Saint-Germain ihren vierten Champions-League-Titel – Rekord!
Islacker wird zur Heldin – Sasic trifft erneut
Es war das große deutsch-französische Finale – und der FFC erwischte den besseren Start. Nach mehreren Annäherungen sorgte Celia Sasic in der 32. Minute für die Führung: Nach einer Flanke von Kerstin Garefrekes setzte sich die Torjägerin im Luftduell durch und köpfte zum 1:0 ein – ihr 14. Treffer im Wettbewerb, womit sie den CL-Saisonrekord einstellte.
Doch PSG konterte noch vor der Pause: Nach einer Glanztat von FFC-Keeperin Desirée Schumann gegen Kenza Dali war sie beim anschließenden Kopfball von Marie-Laure Delie chancenlos – 1:1 (40.).
Mandy Islacker trifft in der Nachspielzeit – und schreibt Geschichte
Frankfurt blieb im zweiten Durchgang das aktivere Team, tat sich jedoch lange schwer gegen kompakt verteidigende Französinnen. Dann schlug die Stunde der Jokerin: In der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde Mandy Islacker, erst im Verlauf des Spiels eingewechselt, zur Matchwinnerin. Eiskalt verwandelte sie ihre Chance zum vielumjubelten 2:1 – der Siegtreffer im wichtigsten Spiel der Saison.
Der Rekordsieger Europas
Mit diesem Triumph krönt sich der 1. FFC Frankfurt zum vierten Mal nach 2002, 2006 und 2008 zum Champion – kein anderer Verein in Europa war erfolgreicher. Cheftrainer Colin Bell feiert in seiner ersten Saison mit dem FFC gleich den ganz großen Erfolg.
Dank des Titelgewinns ist Frankfurt automatisch für die kommende Champions-League-Saison qualifiziert – gemeinsam mit dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg stellt die Bundesliga damit drei Teilnehmer und unterstreicht ihren Ruf als stärkste Liga Europas.
Berlin 2015 wird unvergessen bleiben – als der Tag, an dem der FFC seine europäische Geschichte vergoldete.
Nach einer spannungsgeladenen zweiten Hälfte und einem dramatischen Finale sicherte sich der 1. FFC Frankfurt im Champions-League-Finale 2015 den vierten Titel seiner Geschichte – und das mit einem unglaublichen 2:1-Sieg gegen Paris Saint-Germain. Der entscheidende Moment kam in der Nachspielzeit, als Mandy Islacker mit einem wunderschönen Außenrist-Schlenzer die Champions-League-Krone endgültig sicherte und den FFC nach einer packenden Partie zum Sieger kürte.
Drangvolle Anfangsphase und eine hart umkämpfte Partie
Die zweite Hälfte begann wie die erste – mit einem FFC im Angriff: Celia Sasic schnappte sich den Ball in der 49. Minute von ihrer Nationalmannschaftskollegin Annike Krahn, doch PSG-Torfrau Katarzyna Kiedrzynek konnte den Schuss zur Ecke abwehren. Kurz darauf hatten viele FFC-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch die PSG-Abwehr konnte in letzter Sekunde klären.
Der Druck des FFC blieb weiter hoch. Ein Kopfball von Peggy Kuznik nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán in der 52. Minute wurde erneut von Kiedrzynek abgewehrt, die die beste Torfrau des Spiels blieb. Paris Saint-Germain kämpfte sich zunehmend zurück und es entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, die besonders durch intensive Zweikämpfe geprägt war, während klare Torgelegenheiten eher Mangelware blieben.
Spannung bis zum Schluss
In der 81. Minute setzte Simone Laudehr mit einem Distanzschuss ein Ausrufezeichen, das nur knapp über das Tor ging. Kurz danach verletzte sich Laudehr und musste das Spielfeld verlassen – eine Außenbandzerrung im Knie wurde später diagnostiziert. Doch der FFC gab nicht auf und suchte weiterhin den Sieg.
In der 87. Minute hatte Mandy Islacker die Chance, nach einem Kopfball von Celia Sasic, doch ihr Schuss ging zu hoch. Das Szenario einer Verlängerung schien immer wahrscheinlicher, doch der FFC wollte nicht noch länger warten.
Der goldene Moment: Islacker trifft in der Nachspielzeit
Dann kam der Höhepunkt der Partie: In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte Mandy Islacker mit einem brillanten Außenrist-Schlenzer für das 2:1, das den Frankfurterinnen den vierten Champions-League-Titel sicherte. Der Abpfiff brachte die Erlösung und gleichzeitig den Beginn eines Jubels, der von der gesamten Mannschaft und ihren Anhängern ausgelassen gefeiert wurde.
Der große Empfang und eine unvergessliche Feier
Der Jubel setzte sich in einer offiziellen Ehrungszeremonie fort, bei der sogar die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel anwesend war. Merkel, die bereits beim ersten „Finale dahoam“ im Jahr 2006 den FFC begleitete, sorgte für einen zusätzlichen Höhepunkt des Tages. Nach der Feier im Stadion ging es für die Spielerinnen weiter zur traditionellen FFC-Final-Party in das „Park Inn Alexanderplatz“, bei der prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft, darunter der hessische Innenminister Peter Beuth und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, die Siegerinnen feierten.
Eine Rückkehr nach Frankfurt – Empfang im Kaisersaal
Nach einer langen Nacht ging es für die Spielerinnen zurück nach Frankfurt, wo sie im Kaisersaal des Römers empfangen wurden. Rund 700 Fans begrüßten ihren Teamhelden und feierten den grandiosen Champions-League-Sieg. Ein weiterer Höhepunkt war die Eintragung der Mannschaft ins Goldene Buch der Stadt Frankfurt.
So spielte der FFC:
Schumann – Schmidt (79. Huth), Prießen, Kuznik, Hendrich, Laudehr (87. Ando) – Marozsán, Garefrekes – Boquete, Crnogorcevic (66. Islacker), Sasic.
Paris Saint-Germain:
Kiedrzynek – Houara d’Hommeaux, Delannoy, Krahn, Boulleau (60. Henning) – Kaci, Cruz Trana – Alushi (58. Georges), Dali – Delie, Asllani (90. Sarr).
Tore:
1:0 Sasic (32.), 1:1 Delie (40.), 2:1 Islacker (90.)
Schiedsrichterin:
Esther Staubli (Schweiz)
Zuschauer:
17.147