DFB-Pokal Finale 13/14

Neunter DFB-Pokalsieg

Der 1. FFC Frankfurt gewinnt nach einem 3:0 im Finale gegen die SGS Essen zum neunten Mal den DFB-Pokal

Der 1. FFC Frankfurt hat sich zum neunten Mal den DFB-Pokal gesichert! Vor 16.621 Zuschauern im Kölner RheinEnergieStadion setzte sich der Rekord-Pokalsieger mit 3:0 gegen die SGS Essen durch. Trotz des klaren Ergebnisses entwickelte sich ein intensives Finale, in dem sich die Essenerinnen nie aufgaben. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Frankfurterinnen ihren ersten Titel seit drei Jahren – und möglicherweise folgt bald ein weiterer.

Blitzstart und frühe Weichenstellung

Der FFC erwischte einen Traumstart: Bereits in der 3. Minute bediente Lira Alushi ihre Teamkollegin Kozue Ando, die zum 1:0 traf. Essen blieb zwar engagiert, kam aber zunächst kaum gefährlich vor das Tor. Ein Flankenversuch von Sarah Freutel (17.) und ihr abgefälschter Kopfball sorgten für die ersten Annäherungen. Doch Frankfurt blieb dominant: Simone Laudehr versuchte sich mit einem spektakulären Lupfer (25.), ehe Peggy Kuznik nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán per Kopf auf 2:0 erhöhte (28.). Kurz darauf vergab Ana-Maria Crnogorcevic eine gute Gelegenheit (34.), bevor Simone Laudehr nach einer Ecke von Melanie Behringer per Kopfball-Aufsetzer das 3:0 markierte (36.).

Essen kämpft, doch Frankfurt lässt nichts anbrennen

Auch nach der Pause blieb der FFC spielbestimmend. Eine Hereingabe von Kerstin Garefrekes landete bei Ana-Maria Crnogorcevic, die den Ball jedoch nicht kontrollieren konnte (52.). Essen steckte nicht auf und prüfte Torhüterin Desirée Schumann mit Distanzschüssen von Dominique Klasen (67.) und Linda Dallmann (70.), doch die Frankfurter Keeperin parierte sicher. Die letzten Minuten gehörten schließlich den Fans, die mit der „Welle“ für eine ausgelassene Stimmung sorgten.

Die Nacht in Köln dürfte für den 1. FFC Frankfurt lang werden: Nach der offiziellen Siegerehrung steigt die große Pokalparty in der Eventloge „12. Mann“, wo der neunte DFB-Pokalsieg gebührend gefeiert wird. Am Montagvormittag geht es dann mit einem besonderen „Zusatzgewicht“ zurück in die Heimat – dem frisch gewonnenen DFB-Pokal. Die Mannschaft wird am Abend in der hr-Sportsendung „heimspiel!“ gewürdigt, bevor der Fokus wieder auf die Bundesliga gerichtet wird: Am 25. Mai 2014 trifft der FFC um 16:00 Uhr auswärts auf die TSG 1899 Hoffenheim, wo weitere wichtige Punkte für die Champions-League-Qualifikation gesammelt werden sollen.

Stimmen zum Pokalsieg

FFC-Cheftrainer Colin Bell: „Dieser Erfolg ist etwas ganz Besonderes. Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt, was man in einigen Phasen gemerkt hat. Umso wichtiger war unser frühes Tor. Ich bin unglaublich stolz auf mein Team – ohne die Spielerinnen wäre dieser Triumph nicht möglich gewesen. Ein großer Dank gilt auch unserem Manager Siggi Dietrich und den Vereinsverantwortlichen, die diesen Erfolg ermöglicht haben. Jetzt wird gefeiert – und ich werde beweisen, dass man auch ohne Alkohol eine großartige Party haben kann!“

Markus Högner, Trainer SGS Essen: „Wir wollten die Anfangsphase überstehen, aber dann haben wir ein unnötiges Gegentor kassiert. Dennoch hat meine Mannschaft eine gute Leistung gezeigt. Der Unterschied war die Kaltschnäuzigkeit des FFC bei Standards. Trotzdem bin ich sehr stolz auf mein Team.“

FFC-Manager Siegfried Dietrich: „Es ist fantastisch, dass wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder einen Titel geholt haben. Dieser Triumph ist das Ergebnis harter Arbeit von Trainer, Mannschaft und Umfeld. Jetzt genießen wir den Erfolg, bevor wir uns auf unser nächstes Ziel konzentrieren: die Bundesliga und die Champions-League-Qualifikation.“

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen: „Der 1. FFC Frankfurt hat seine Favoritenrolle souverän bestätigt. Essen hat sich tapfer geschlagen, aber der FFC war schlichtweg die reifere Mannschaft. Nun muss das Team in der Bundesliga nachlegen – und vielleicht sogar das Triple perfekt machen.“

So spielte der FFC:

Schuman– Schmidt, Bartusiak, Kuznik, Laudher – Garefrekes, Behringer, Marozsán (88. Garciamendez), Crnogorcevic – Ando (90. Tanaka), Alushi (81. Weber)

SGS Essen:

Weiß – Klasen, Janssen (46. Wolf), Martini, Ioannidou – Freutel (77. Schüller), Doorsoun, Mester, Dörpinghaus (65. Gier) – Hartmann, Dallmann

Tore: 

0:1 Ando (3.), 0:2 Kuznik (28.), 0:3 Laudehr (36.)

Schiedsrichterin: 

Marina Wozniak (Herne)

Zuschauer: 

16.621