Der 1. FFC Frankfurt hat seine Spitzenposition in der Frauen-Bundesliga mit einem deutlichen 5:0-Erfolg beim FCR 2001 Duisburg weiter gefestigt. Trotz eines kampfstarken Auftritts der Gastgeberinnen war das Team von Colin Bell über weite Strecken spielbestimmend und feierte den vierten Bundesliga-Sieg in Serie.
Frühe Führung und ein mutiger Gegner
Schon nach drei Minuten schlug Frankfurt erstmals zu: Eine Ecke von Melanie Behringer verlängerte Saskia Bartusiak, Ana-Maria Crnogorcevic vollendete am zweiten Pfosten zum 1:0. Die Frankfurterinnen dominierten zunächst das Spiel, verpassten jedoch weitere Treffer. So stand Peggy Kuznik bei ihrem sehenswerten Hackentor im Abseits (9.), und Kerstin Garefrekes scheiterte an Duisburgs Torfrau Stina Lykke Petersen (10.).
Duisburg kämpfte sich in die Partie, doch Celia Sasic nutzte in der 27. Minute die Lücken in der FCR-Defensive und erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 2:0. Fast im Gegenzug hatten Jackie Groenen und Lieke Martens die beste Gelegenheit für die Gastgeberinnen, doch sie vergaben eine Doppelchance. Zur Pause blieb es beim Zwei-Tore-Vorsprung für den Tabellenführer.
Frankfurt macht in Hälfte zwei alles klar
Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Frankfurt auf 3:0 – durch ein Eigentor von Marina Himmighofen nach einer Hereingabe von Garefrekes. Marozsán (53.) und Crnogorcevic (60.) trafen anschließend Aluminium, bevor Sasic mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 76. Minute ihren zwölften Saisontreffer markierte. Den Schlusspunkt setzte Peggy Kuznik mit einem Distanzschuss nach einer Ecke (90.).
Blick auf den DFB-Pokal-Kracher gegen Wolfsburg
Mit diesem überzeugenden Auswärtssieg und vier Bundesliga-Siegen in Folge reist der FFC mit viel Selbstvertrauen in die kommende Woche. Dort wartet eine echte Bewährungsprobe: das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Titelverteidiger VfL Wolfsburg am Samstag, den 16. November.
Trainer Colin Bell zeigte sich zufrieden: „Nach der frühen Führung hätten wir das Spiel früher entscheiden können, aber insgesamt war das ein reifer und souveräner Auftritt. Duisburg hat uns besonders in der ersten Halbzeit gefordert, aber nach dem 3:0 haben wir das Spiel dominiert.“
FFC-Manager Siegfried Dietrich betonte die Wichtigkeit des Sieges: „Wir haben erneut unsere Titelambitionen unterstrichen. Jetzt gilt der volle Fokus dem DFB-Pokal-Duell mit Wolfsburg.“
So spielte der FFC:
Preuß – Schmidt, Bartusiak, Kuznik, Laudher – Behringer (85. Garciamendez) – Garefrekes, Marozsán, Ando, Crnogorcevic (82. Wich) – Sasic (79. Tanaka)
FCR 2001 Duisburg:
Wylezek – Löwenberg, Wübbenhorst, Brüggemann, Aschauer – Bernauer, Dos Santos (81. Rochi) – Jakobsson, Bagehorn (67. Stobba), Yaren (55. Winczo) –Islacker
Tore:
0:1 Crnogorevic (3.), 0:2, 0:4 Sasic (27., 76./Foulelfmeter). 0:3 Himmighofen (50./ET), 0:5 Kuznik (90.)
Schiedsrichterin:
Imke Lohmeyer (Holtland)
Zuschauer:
598
Gelbe Karten:
Tanaka, Schmidt