Bundesliga 21. Spieltag 13/14

Endlich wieder in Europa

Der 1. FFC Frankfurt kehrt mit einem Last-Minute-Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam auf die internationale Fußballtribüne zurück

Höhen und Tiefen, grenzenloser Jubel und bittere Momente – der Bundesliga-Klassiker zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam bot den 7.250 Fans im Frankfurter Volksbank Stadion die gesamte emotionale Bandbreite. In der Nachspielzeit war es Kapitänin Kerstin Garefrekes, die mit ihrem Tor zum 2:1 den entscheidenden Treffer erzielte und damit die Tür zur Champions League weit aufstieß. Nach zwei Jahren Abstinenz wird der dreifache UEFA-Cup-Gewinner wieder in der Women’s Champions League vertreten sein – das steht bereits vor dem letzten Bundesliga-Spieltag fest.

Doch das große Finale steht noch bevor: Mit einem Unentschieden beim VfL Wolfsburg könnte der 1. FFC Frankfurt nach 2008 erstmals wieder die Deutsche Meisterschaft feiern. Diesen letzten Schritt muss das Team jedoch ohne Abwehrchefin Saskia Bartusiak gehen, die sich eine schwere Knieverletzung zuzog.

Ein Spiel mit Gänsehautmomenten

Bereits vor dem Anpfiff sorgte eine emotionale Verabschiedung für Gänsehaut: Der FFC-Vorstand und Manager Siegfried Dietrich verabschiedeten Lira Alushi, Melanie Behringer, Alina Garciamendez, Babett Peter, Meike Weber und Jessica Wich, die den Verein nach der Saison verlassen werden.

Dann wurde es sportlich: Ana-Maria Crnogorcevic hatte früh zwei gute Chancen, verpasste jedoch jeweils knapp (3., 5.). Auf der Gegenseite wurde es gefährlich, als Lisa Evans und Ada Hegerberg für Potsdam Abschlüsse hatten – Pauline Bremer traf sogar das Lattenkreuz (14., 16.).

Nach einer nervösen Anfangsphase fand Frankfurt immer besser ins Spiel. Kurz vor der Pause zahlte sich das aus: Lira Alushi nutzte einen Abpraller und erzielte das 1:0 (42.). Kurz darauf hätte sie fast nachgelegt, doch Potsdams Torhüterin Anna Sarholz lenkte den Ball über die Latte.

Die zweite Halbzeit begann bitter für den 1. FFC Frankfurt: Saskia Bartusiak köpfte den Ball nach einem langen Pass ins eigene Tor und verletzte sich kurz darauf schwer. Der Verdacht: Kreuzbandriss.

Frankfurt drückt – Schumann hält Elfmeter

Trotz des Rückschlags blieb der FFC am Drücker. Kozue Ando, Dzsenifer Marozsán und Melanie Behringer kamen zu Chancen. Doch dann der nächste Schock: Elfmeter für Potsdam (81.). Maren Mjelde trat an – doch Torhüterin Desirée Schumann hielt stark und rettete ihr Team.

Garefrekes entscheidet das Spiel

In der Nachspielzeit (93.) verlängerte Marozsán einen langen Ball auf Kapitänin Kerstin Garefrekes. Ihr Kopfball ins lange Eck brachte das erlösende 2:1. Riesenjubel – die Champions-League-Qualifikation war gesichert!

Showdown um die Meisterschaft

Nach dem DFB-Pokaltriumph ist das zweite Saisonziel erreicht. Jetzt wartet das große Finale: Beim VfL Wolfsburg kämpft der FFC um die Deutsche Meisterschaft.

So spielte der FFC:

Schuman– Schmidt, Bartusiak (63. Huth), Kuznik, Laudher (77. Weber) –Garefrekes,  Behringer, Marozsán, Crnogorcevic – ANdo, Alushi (85. Sasic) 

1. FFC Turbine Potsdam: 

Sarholz – Bremer, Mjelde, Elsig, Kulis – Zietz, Wälti – Hegenber, Simic, Göransson (70. Nagasato) – Evans (78. Andonova)

Tore: 

1:0 Alushi (42.), 1:1 Bartusiak (61./Eigentor), 2:1 Garefrekes (90.)

Schiedsrichterin:

Franziska Haider (Roth)

Zuschauer: 

1.140